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CFS-Index steigt leicht dank starkem Mitarbeiterwachstum

Im ersten Quartal 2024 stieg der CFS-Index um +1,2 Punkte auf 108,4 Punkte. Die Finanzbranche verzeichnete ein starkes Mitarbeiterwachstum und höhere Investitionen bei den Dienstleistern, jedoch rückläufige Umsätze und Erträge. Finanzinstitute bleiben vorsichtig, während Dienstleister optimistisch auf das laufende Quartal blicken.

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, ist im ersten Quartal 2024 um +1,2 Punkte auf 108,4 Punkte gestiegen. Die gesamte Finanzbranche meldet für das erste Quartal gute Ergebnisse bezüglich ihres Mitarbeiterwachstums. Dieses hat sich deutlich erholt im Vorjahresvergleich. Auch das Wachstum des Investitionsvolumens der Dienstleister ist gestiegen. Jedoch sind das Umsatz- und Ertragswachstum der gesamten Finanzbranche im ersten Quartal rückläufig. Die Dienstleister melden sogar ein negatives Wachstum ihrer Erträge, sind aber optimistisch für das laufende Quartal, auch hinsichtlich des Wachstums der Umsätze und des Investitionsvolumens.

„Die relative Stabilität des Index über nun schon sechs Quartale erinnert an die Zeiten vor Corona“, kommentiert Prof. Dr. Andreas Hackethal, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland ist im ersten Quartal 2024 deutlich gestiegen, basierend auf der Einschätzung der Dienstleister. Mit einem Plus von +7,6 Punkten liegt der aktuelle Indexwert bei 99,2 Punkten und nähert sich wieder der neutralen Marke von 100 Punkten an.

„Die Entscheidung, die neue EU-Behörde zur Geldwäschebekämpfung (AMLA) in Frankfurt anzusiedeln, hat den Finanzplatz am Main aufgewertet. Und bereits die konzertierte Zusammenarbeit von Bund, Land und Stadt bei der Bewerbung um die AMLA hat gezeigt, dass die Finanzindustrie in Deutschland starken Rückhalt genießt. Beides dürfte in die gestiegene Bewertung zur künftigen Bedeutung des Finanzplatzes eingeflossen sein. Nun gilt es, die Chancen, die sich mit
der AMLA in Frankfurt bieten, entschlossen zu nutzen“, erläutert Gerhard Wiesheu, Präsident von Frankfurt Main Finance.

Umsatz- und Ertragswachstum der gesamten Finanzbranche im ersten Quartal rückläufig /Dienstleister melden sogar negatives Wachstum der Erträge, sind aber optimistisch für das laufende Quartal

Das Wachstum der Umsätze der Finanzinstitute ist im ersten Quartal 2024 um -1,6 Punkte auf 117,8 Punkte gesunken und liegt damit +7,4 Punkte über dem Stand des Vorjahres. Auch die Dienstleister melden einen Rückgang um -6,1 Punkte auf 102,2 Punkte. Sie liegen nun -13,6 Punkte unter dem Stand von vor einem Jahr. Für das zweite Quartal sind die Erwartungen der Finanzinstitute eher
pessimistisch, die Dienstleister erwarten ein deutlich besseres Ergebnis als im ersten Quartal. 

Auch hinsichtlich des Wachstums der Erträge melden die befragten Finanzinstitute und Dienstleister rückläufige Daten für das erste Quartal. Der entsprechende Sub-Index der Finanzinstitute sinkt um -2,3 Punkte auf 119,1 Punkte und liegt +6,9 Punkte über dem Stand des Vorjahres. Bei den Dienstleistern sinkt der Sub-Index um -10,4 Punkte auf 99,1 Punkte und rutscht
somit erstmals seit dem Jahr 2009 wieder unter den neutralen Stand von 100 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr liegt er -7,5 Punkte niedriger. Für das laufende Quartal sind die Erwartungen der Finanzinstitute zurückhaltend, die Dienstleister erwarten, ein besseres Ergebnis erzielen zu können.

Das Wachstum des Investitionsvolumens in Produkt- und Prozessinnovationen der Finanzinstitute sinkt um -5,1 Punkte auf 104,5 Punkte und liegt nun mit -0,1 Punkten quasi auf dem Vorjahresniveau. Die Dienstleister melden einen Anstieg um +4,9 Punkte auf 103,0 Punkte. Sie liegen nun -7,9 Punkte unter dem Stand von vor einem Jahr. Für das laufende Quartal erwartet die gesamte Finanzbranche einen leichten Anstieg.

Mitarbeiterwachstum der Finanzbranche hat sich deutlich erholt im Vorjahresvergleich 

Im Gegensatz zu den anderen Sub-Indizes meldet die Finanzbranche beim Mitarbeiterwachstum für das erste Quartal einen Anstieg. Der Sub-Index der Finanzinstitute steigt um +2,5 Punkte auf 112,9 Punkte und befindet sich mit +7,5 Punkten deutlich über dem Vorjahresniveau. Auch die Dienstleister melden einen ordentlichen Anstieg um +5,2 Punkte auf 107,1 Punkte. Der Sub-Index
befindet sich mit +3,8 Punkten klar über dem Vorjahresniveau. Für das laufende Quartal plant die Finanzbranche etwas weniger mehr Mitarbeiter einzustellen als im Vorquartal.


Wachstumshemmnisse in Deutschland

In dieser Sonderausgabe befasst sich der CFS-Index mit Wachstumshemmnissen in Deutschland.

Quelle: CFS Pressemitteilung vom 05.06.2024

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