Mein Finanzplatz – Der Podcast von Frankfurt Main Finance: #2 mit Gerhard Wiesheu

Der neu gewählte Präsident der Finanzplatzinitiative hat eine klare Vision: Frankfurt als „Center of Euro“ und als „Center of Regulation“ soll auch insgesamt eine zentrale Rolle in der EU spielen. Weiterlesen

Frankfurt am Main

Land Hessen fördert Frankfurter Brennstoffzellenbusse

Mit rund 2,4 Mio. Euro unterstützt das Land Hessen die Stadt Frankfurt bei der Anschaffung von 13 Brennstoffzellenbussen. Die 22 Kilometer lange Strecke der Linie führt durch dicht bebaute Stadtteile Frankfurts. Der Einsatz soll auf der mit ca. 13.500 Fahrgästen pro Tag gut nachgefragten Buslinie 36 im Sommer 2022 starten. Die Anschaffungskosten der 13 Fahrzeuge liegen bei rund 9,1 Millionen Euro. Das Land Hessen fördert die Frankfurter Brennstoffzellenbusse aus Mitteln des Programms „Beschaffung von Elektrobussen für den öffentlichen Personennahverkehr in Hessen“.

Ziel ist es, Schadstoff- und Treibhausgasemissionen zu reduzieren und gleichzeitig die städtische Mobilität auf hohem Niveau zu erhalten und so die Klimabilanz zu verbessern.

„Frankfurt ist Wirtschaftsmetropole, Verkehrsknotenpunkt und Pendlerhauptstadt – hier müssen leistungsfähige Verkehrssysteme erhalten und ausgebaut werden – bei gleichzeitiger Reduzierung von Schadstoff- und Treibhausgasemissionen“, betonte Al-Wazir.

Die Stadt Frankfurt baut nach den positiven Erfahrungen mit Nachtladern auf der Linie 75 auch das batterieelektrische Antriebskonzept weiter aus. Der Geschäftsführer der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ, Dr.-Ing. Tom Reinhold kündigte an, dass man bereits im Dezember 2020 für die neue Metrobuslinie M60 komplett auf Brennstoffzellenbusse umstellen werde.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier.


Text von Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Bild von Tom Bayer

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Investmentbranche mit Vorreiterrolle bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsrisiken

Action Roadmap des Green and Sustainable Finance Clusters

Mein Finanzplatz – Der Podcast von Frankfurt Main Finance: #1 mit Oliver Schwebel

Der Finanzplatz Frankfurt ist mehr als nur Finanzen und Banken. Der Standort lebt nicht vom Nebeneinander der Branchen, sondern von deren Miteinander. Der Verzahnung. Der das sagt, hat von Berufswegen einen ganzheitlichen Blick auf den Standort: Oliver Schwebel ist der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt. Weiterlesen

Kurs halten in schwerer See

Die EURO FINANCE WEEK (16.  – 20. November 2020) ist seit 23 Jahren immer im November der Höhepunkt des Veranstaltungsjahres am Finanzplatz Frankfurt: Vier Tage lang diskutieren Entscheider und Experten von Banken, Fondsgesellschaften, Aufsichtsbehörden, Notenbanken und der Politik über das, was die Finanzbranche bewegt. Am fünften Tag steht dann der Frankfurt European Banking Congress (EBC) in der Alten Oper auf dem Programm – zu dem das Who is Who der europäischen Finanzwelt nach Frankfurt kommt.


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Börsenplatz-Podcast: Folge #7 mit Gerhard Wiesheu

In der siebten Podcast-Folge der Deutschen Börse ist Gerhard Wiesheu zu Gast bei Sven Schumann, Senior Vice President Community Development bei der Deutschen Börse. Sie sprechen über den Eigensinn einer der ältesten deutschen Privatbanken, die Bedeutung von Traditionen und Werten sowie über die Ziele von Herrn Wiesheu als Präsident von Frankfurt Main Finance. Weiterlesen

CFS-Index weiterhin positiv

Finanzinstitute: Steigendes Wachstum der Erträge und Investitionen bei leichtem Wachstumsrückgang der Umsätze und anhaltendem Stellenabbau / Dienstleister: Stark positives Umsatzwachstum, steigendes Ertrags- und Investitionswachstum und positive Mitarbeiterzahlen

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CFS-Umfrage zur „Reformierung des DAX“

Deutsche Finanzbranche sieht Reformbedarf beim DAX

Der Wirecard-Skandal hat nicht nur Fragen zur Rolle der BaFin und der zuständigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft aufgeworfen, sondern auch Diskussionen über die Kriterien zur Aufnahme in den DAX ausgelöst. Denn die inzwischen insolvente Wirecard AG hat im Jahr 2018 die Commerzbank AG im DAX ersetzt. Das CFS hat Führungskräfte der Finanzindustrie zu ihrer Einschätzung von möglichen Reformen des DAX befragt.

Mehr als 55% der Befragten sind der Auffassung, dass künftig nur profitable Unternehmen in den DAX aufgenommen werden sollten. Dieses Kriterium gibt es bislang nicht.

„Dies würde bedeuten, dass das Unternehmen delivery hero, nicht hätte in den DAX aufgenommen werden sollen“, erläutert Professor Volker Brühl, Geschäftsführer des CFS.

Andererseits lehnen es ca. 75% der Befragten ab, Unternehmen nach einer längeren Verlustphase aus dem DAX auszuschließen, solange diese die sonstigen Kriterien wie Börsenwert und Liquidität erfüllen.

Interessant ist auch, dass knapp 52% der Befragten es nicht für sinnvoll erachten, Nachhaltigkeitskriterien bei der Aufnahme in den DAX heranzuziehen, ca. 45% der Befragten würden dies begrüßen. „Das überrascht zunächst, da ESG Kriterien von Investoren immer wichtiger werden. Andererseits hat die Deutsche Börse bereits eine „grüne“ DAX-Variante auf den Markt gebracht mit dem DAX 50 ESG.“

Eine deutliche Mehrheit von ca. 56% würde es befürworten, dass die Überprüfung der Zusammensetzung des Index künftig häufiger erfolgt. Noch deutlicher fällt das Votum mit ca. 60% der Befragten bei der Frage aus, dass man künftig auf den Börsenumsatz als Aufnahmekriterium verzichtet. Stattdessen soll – wie international üblich – eine Mindestliquidität der Aktie für eine DAX-Zugehörigkeit ausreichen.

„Der Fall Wirecard und das Ergebnis der CFS-Umfrage zeigen deutlich, dass eine Anpassung der Aufnahmekriterien in den DAX unabdingbar ist. Dabei müssen wir das Rad nicht neu erfinden, sondern das Verfahren an das internationale Parkett anpassen“, erläutert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance.

Eine klare Mehrheit von ca. 55% der Befragten ist der Auffassung, dass die Anzahl der Mitglieder im DAX von derzeit 30 Unternehmen auf 40 oder 50 erhöht werden sollte, lediglich ca. 38% sehen diese Notwendigkeit nicht.

„Den Vorschlag der Deutschen Börse, die Zahl der DAX-Mitglieder auf 40 zu erhöhen, begrüße ich sehr. Die Ausweitung müsste jedoch an einer regelmäßigeren Überprüfung der Unternehmen geknüpft werden, um das Risiko von Reputationsschäden zu verringern“, erklärt Väth.


Die Ergebnisse basieren auf einer vierteljährlich vom Center for Financial Studies durchgeführten Managementbefragung unter Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland.

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten und Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

Zehn-Punkte-Plan: Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg

So kann Frankfurt seine Rolle als führender Finanzplatz der Europäischen Union ausbauen. Zehn Punkte von Gerhard Wiesheu, Präsident von Frankfurt Main Finance


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Dialog zwischen Landesregierung und Finanzplatz Frankfurt

Europaministerin Lucia Puttrich, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Michael Boddenberg haben am 27. Oktober 2020 mit hochrangigen Vertretern des Finanzplatzes Frankfurt über die Auswirkungen des Brexit gesprochen. Am Austausch nahmen u.a. Vertreter nationaler und internationaler Institute, der Deutschen Börse, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin sowie der Deutschen Bundesbank, der FinTech Community Frankfurt, des Sparkassen-Giroverbands Hessen-Thüringen, der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance und des Verbands der Auslandsbanken teil.


Historische Herausforderung

Seit März laufen die Verhandlungen der künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Nach neun offiziellen Verhandlungsrunden bleiben aktuell nur noch wenige Tage, um zu einer Einigung zu kommen. Die anhaltende Unsicherheit, ob und zu welchen Konditionen dies gelingt, hat schon jetzt spürbare Auswirkungen auf den europäischen Finanzmarkt und seine Akteure. Was das im Tagesgeschäft konkret bedeutet, welche Vorbereitungen für die unterschiedlichen Szenarien zu treffen sind und wie nachhaltig der Brexit auch die kommenden Monate prägen wird, all das waren Fragen, die im Rahmen des Austauschs der Landesregierung mit Vertretern des Finanzplatzes heute in Wiesbaden erörtert wurden.

„Der Finanzplatz London wird auch nach einem harten Brexit ein enorm wichtiger Partner für Kontinentaleuropa und damit auch für Frankfurt bleiben. Wir sollten deshalb weiter an guten Beziehungen mit London arbeiten. Dazu gehört nicht nur eine gute Stimmung, sondern auch die richtigen Rahmenbedingungen. Gemeinsam stehen wir nicht in einem europäischen Wettbewerb gegeneinander, sondern in einem weltweiten Konkurrenzkampf. Hierbei müssen wir auch in Zukunft auf europäische Stärken setzen“, hob Europaministerin Lucia Puttrich hervor.

Europaministerin Lucia Puttrich: Der Finanzplatz braucht nicht nur viele Talente aus der ganzen Welt, sondern auch Rahmenbedingungen, die ein Wachstum ermöglichen. Wir müssen weiter an einer europäischen Kapitalmarkt- und Bankenunion arbeiten und damit auch Frankfurt attraktiver machen. Der Wettbewerb um eine globale Spitzenposition im Finanzmarktbereich hat gerade erst begonnen.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sagte: „Hessen und der Finanzplatz Frankfurt im Vergleich zu anderen europäischen Standorten deutlich besser durch die Krise gekommen. Das liegt auch an der strategischen Ausrichtung: Neben dem Ausbau der FinTech-Aktivitäten treibt Hessen das Thema Künstliche Intelligenz voran, ob mit dem KI-Zentrum Hessen oder dem Financial Big Data Cluster. Zudem hat der Finanzplatz Frankfurt auf dem Weg zum führenden Sustainable Finance Standort durch die erste Klima-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors einen kräftigen Schub erhalten.“

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: Der Brexit, so sehr wir ihn bedauern, hat den Finanzplatz Frankfurt gestärkt. 64 Banken und Finanzdienstleister haben Erlaubnis- oder Änderungsanträge bei der BaFin gestellt, um ihre Präsenz in Deutschland auf- oder auszubauen. Das zeigt, wie attraktiv vor allem der Finanzplatz Frankfurt ist.

Finanzminister Michael Boddenberg: Wenn Frankfurt auch in Zukunft zu den führenden Finanzplätzen weltweit zählen soll, dürfen Politik, Aufseher und Marktteilnehmer hierzulande die Entwicklung in London nicht aus dem Blick verlieren. Nicht, um in eine Deregulierungsspirale zu geraten, sondern um innovative Entwicklungen zu erkennen und voranzubringen.

Herausragende Stellung Frankfurts

Rund 60 Lizenzanträge seien bisher gestellt worden. Das unterstreiche die herausragende Stellung Frankfurts im europäischen Gefüge und die attraktive Infrastruktur vor Ort. Die Minister betonten in ihren Ausführungen aber auch, dass man sich auf diesem Zwischenerfolg nicht ausruhen wolle, sondern weitere wichtige Initiativen vorantreiben werde.

Der Handel mit Finanzdienstleistungen wird in den Verhandlungen der künftigen Beziehungen nicht als Teil eines Freihandelsabkommens verhandelt. Vielmehr haben sich die Verhandlungspartner in der politischen Erklärung des Austrittsabkommens mit einer Bemühensklausel politisch verpflichtet, Äquivalenzentscheidungen zu treffen. Damit die Firmen ihre europäischen Kunden künftig wie gewohnt bedienen können, muss die EU-Kommission zuerst das britische Regelwerk für äquivalent erklären. Betroffen sind nicht nur die britischen Banken und Brokerhäuser, sondern auch europäische Unternehmen, die ihren Kapitalbedarf in London decken. Seitens der EU sind danach insgesamt 40 Äquivalenzentscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Die Entscheidungen darüber stehen derzeit aus.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auf der Website der Hessischen Landesregierung.

 

Bild: Alexas Foto/Pixabay

Börsenplatz-Podcast

Ziel des Börsenplatz-Podcasts der Gruppe Deutsche Börse ist es, Einblicke in die Arbeit am Finanzplatz Frankfurt zu geben. Sven Schumann, Senior Vice President Community Development bei der Deutschen Börse, interviewt alle zwei Wochen Finance Professionals und zeigt: Hinter jedem Thema steht ein Mensch, der sich aus Überzeugung und Leidenschaft dafür einsetzt. Wir haben alle Podcast-Folgen gehört und können sie nur weiterempfehlen!

In der ersten Folge spricht Sven Schumann mit Frankfurt Main Finance Geschäftsführer Hubertus Väth über die Rolle der Banken in der aktuellen Wirtschaftskrise, den Brexit und die Zukunft des Finanzplatzes Frankfurt.

Aufzeichnung der ersten Börsenplatz-Folge in der Frankfurt Main Finance Geschäftsstelle. Sven Schumann im Gespräch mit Hubertus Väth.

Folge 2 mit Dr. Christine Bortenlänger

In der Folge zwei spricht Sven Schumann mit Dr. Christine Bortenlänger über die Aktie als Finanzierung- und Anlageinstrument, Aktien in der Altersvorsorge und die Möglichkeiten zur Förderung der Kapitalmarktkultur. Dr. Christine Bortenlänger ist geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts e.V.

Folge 3 mit Robert Lippmann

Über den Zustand der hessischen Wirtschaft, die Gestaltung von Standortfaktoren und über die Bedeutung von Weltoffenheit und Toleranz für die Wirtschaft spricht Sven Schumann in Folge drei mit Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages e.V.

Folge 4 mit Journalist Daniel Schleidt

In dieser Folge spricht Sven Schumann mit Daniel Schleidt über die Geheimnisse journalistischer Arbeit am Finanzplatz Frankfurt, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie und wie Brexit und Digitalisierung die Finanzwelt verändern. Daniel Schleidt ist Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und schreibt dort in der Rhein-Main-Wirtschaft überwiegend über den Finanzplatz Frankfurt. Einen ausführlichen Bericht über den Börsenplatz-Podcast von Daniel Schleidt, erschienen am 17.September in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, finden Sie hier.

Folge 5 mit Hans Joachim Reinke

In dieser Folge spricht Sven Schumann mit Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment, über die Zukunft der Altersvorsorge, die Bedeutung von Finanzbildung und die nachhaltige Transformation der Gesellschaft.

Folge 6 mit Dr. Marcus Kuhnert

In dieser Folge spricht Sven Schumann mit Dr. Marcus Kuhnert von Merck über Familienunternehmen an der Börse, über die Besonderheiten einer Kommanditgesellschaft auf Aktien und über die Zukunft des Darmstädter Unternehmens. Dr. Marcus Kuhnert ist Mitglied der Geschäftsleitung und Chief Financial Officer von Merck.

 

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Titelbild: Juja Han via Unsplash.