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Digitalisierung stellt den Finanzsektor vor neue Herausforderungen bei Cybersecurity

Die Wirtschaft ist begeistert von der Idee der Digitalisierung: technische Geräte gehören zu unserem privaten und beruflichen Alltag. Cybersicherheit wird deswegen immer wichtiger – auch im Finanzsektor. Der Fokus des diesjährigen Frankfurt Finance Summit mit dem Titel „Europe Reloaded – Challenges for the financial sector“ liegt daher auch auf den Themen Cybersecurity und Innovation. Denn Cyberangriffe können erheblichen Schaden anrichten: Im Februar 2016 versuchten Cyberkriminelle 951 Mio. Dollar von der Bangladesh Bank zu stehlen, sie flüchteten mit 101 Mio. Dollar. Kaspersky Labs berichtet, dass die Carbanak Gruppe Computer von mehr als 100 Finanzinstituten mit Viren infizierte, was zur Manipulation von Kontoständen, Überweisungen und Fernsteuerung von Geldautomaten führte. Insgesamt richtete die Aktion einen Schaden von einer Milliarde Dollar an. Solche Attacken auf Organisationen und Regierungen werden immer häufiger und komplexer. Cybersecurity steht daher vor neue Herausforderungen.

Diebstahl von Geldern verursacht nicht die einzigen konkreten Kosten eines solchen Angriffes. Datenschutzverletzungen können Kundendaten, Geschäftsgeheimnisse, Industrieanlagen und Personal gefährden. Laut Schätzungen von Cybersecurity Ventures kostete Cyber-Kriminalität 2015 weltweit 3 Billionen Dollar. Bis 2021 werden diese Kosten auf 6 Billionen Dollar steigen. Das Thema wird aufgrund dieser massiven Kosten in den Vorstandsetagen der Welt heiß diskutiert. Cybersecurity Ventures berichtet außerdem, dass 2017 insgesamt 120 Milliarden Dollar für Produkte und Dienstleistungen im Bereich Cybersecurities ausgeben werden. Auch diese Ausgaben werden voraussichtlich bis 2021 ansteigen: auf eine Billion Dollar. Eine starke Mauer wird aber gegen immer komplexer werdende Angriffe und die gleichzeitig stärkere Vernetzung von Geschäftsprozessen nicht ausreichen.

Cameron Brown (@AnalyticalCyber) gilt als zuverlässiger Cyberabwehr-Berater und Stratege für Informationssicherheit. Er berät EY in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Brown beobachtet einen Paradigmenwechsel innerhalb der Unternehmen: „Sicherheitsvorfälle und Datenschutzverletzungen schwächen das Vertrauen der Konsumenten, erzeugen einen irreparablen Image-Schaden und führen zu Aktienabstürzen über Nacht. Unternehmen, die diese neue Realität erkennen, investieren intensiv in  Security Operations Centres und Threat Intelligence. So ist eine frühzeitige Erkennung möglich und Schwachstellen können proaktiv erkannt werden. Brown beobachtet, dass „Vorstände immer empfänglicher für die Nutzung ganzheitlicher Strategien zum Schutz ihres Informations- und Datenbestandes werden. Die eigenen Sicherheitsteams werden mit Instrumenten ausgestattet, um mehr Überblick über die Umgebung zu erhalten und eine effektivere Zusammenarbeit bei globalen Zwischenfällen zu erreichen.“ Laut Brown stellen die Risiken, die mit Drittanbietern verbunden sind, eine weitere Schwachstelle dar. Er fügt hinzu: „Unternehmen, die ihren Wettbewerbsvorteil halten wollen, sollten in Technologie investieren, um Bedrohungen erkennen und abwenden zu können. Mitarbeiter müssen widerstandsfähiger werden, um dieser Bedrohung standzuhalten und sie auszumerzen.“

Cybersicherheit ist besonders für FinTechs relevant

Betrachtet man die Abermillionen täglichen Transaktionen, Handelsgeschäfte und sensiblen Daten, so wird die immense Bedeutung von Cybersicherheit deutlich. Gleichzeitig schreitet die Digitalisierung in noch nie dagewesenem Tempo voran. Cybersicherheit mit neuen, innovativen Anwendungen und Systemen zu vereinen, stellt ein gewaltiges Unterfangen dar. Allgemeine Praxis ist es, Services und Anwendungen von Drittanbietern in Anspruch zu nehmen. Diese Einbindung kann aber zur potentiellen Schwachstelle werden. Solche Überlegungen sind besonders relevant für FinTech-Unternehmen, da ihre Anwendungen häufig durch Programmierschnittstellen (APIs) der Banken verbunden sind. Brown weiter: „Manche Akteure integrieren robuste Sicherheit in ihre Lösungen, während andere Maßnahmen zu kurz greifen. Der Entwicklungszyklus ist aggressiv, teuer und hoch dynamisch.“. Der Berater erklärt, dass viele Produkte zu schlecht ausgestattet sind, um gezielten und andauernden Cyberattacken standzuhalten. Außerdem müssen Unternehmer und Innovatoren ihre Prioritäten ändern, um einen zu schnellen Markteinstritt ohne ausreichendes Produktesting und Bewertung zu vermeiden.

Dennoch: Einige FinTechs tragen zur Verbesserung der Cybersicherheit bei, wie etwa der Gewinner der „Golden Garage“ im vergangenen Jahr, WebID Solutions. Das FinTech erleichtert sichere Online-Identifikation. Brown fügt hinzu, dass „anhaltender und proaktiver Dialog zwischen Unternehmern und Regulatoren entscheidend für gegenseitiges Bewusstsein ist. Das ruft ein Verständnis über die Technologie hervor, was die Fintechlösungen untermauert“. Die Entwicklung des Regulierungsrahmens soll zu einer Verbesserung beitragen und nicht Kreativität und Einfallsreichtum verhindern. „Offene Kommunikationskanäle kommen Unternehmern zugute, da sie helfen, Fragen rund um Datenschutz, Verbraucherschutz und die Auswirkung von grenzüberschreitender Komplexität zu beantworten“, erklärt Brown. Außerdem empfiehlt er dringend vor dem Markteintritt des FinTechs eine umfassende Risikobewertung der Datenschutzbestimmungen. Wichtig ist hier zu erkennen, wo sich die Daten befinden und welchen Verlauf sie nehmen, insbesondere ob sie durch dritte Hände gehen.

Geschäftsbereiche und Mitarbeiter sind die vorderste Verteidigungslinie für Cybersicherheit

Da Unternehmen in Technologie und Personal investieren, um potentielle Risiken zu minimieren, ist es wichtig den Mitarbeitern zu verdeutlichen, welchen Unterschied sie machen können. Cameron Brown erklärt, dass eine der größten Hürden der Unternehmen die Sensibilisierung der Mitarbeiter und des Vorstandes für Cybersicherheit sei. „Der CIO ist der Dreh- und Angelpunkt eines Unternehmens. Er muss die Organisation durch gefährdetes Terrain führt und die Datenbewegung zur Maximierung des Umsatzes unterstützen. Um diese Aufgabe zu erfüllen benötigt der CIO vielfältige Kompetenzen, um operative, rechtliche, regulatorische Themen und Compliance-Fragen aufnehmen zu können, die sowohl IT als auch das Geschäftsumfeld beeinflussen. CIOs müssen Gefahren vorhersehen und sich für die Einführung neuer Risikomodelle starkmachen können.“ Schulungen der Mitarbeiter im Umgang mit potentiellen Risiken helfen teure Angriffe zu vermeiden; unabhängig von der Unternehmensgröße. Cybersicherheit betrifft das gesamte Unternehmen. Daher bedarf es auch eines Lösungsansatzes im gesamten Unternehmen. Er betont, dass „Sicherheitsbewusstsein und Schulungen für Mitarbeiter, inklusive Betriebskontinuitätsplänen wesentliche Bestandteile zur Stärkung der Mitarbeiter und Geschäftsbereiche sein sollten.“

Beim diesjährigen Frankfurt Finance Summit wird sich das zweite Panel und der Hauptredner Eugene Kaspersky auf Cybersicherheit und Innovation fokussieren. Neben Kaspersky werden Felix Hufeld, Präsident der BaFin, Andreas Dombret, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank und Daniel Domscheit-Berg, Autor und früherer WikiLeaks-Sprecher teilnehmen. Moderiert wird das Panel von der Volkswirtin Cornelia Meyer.

Center for Financial Studies

Finanzregulierung in Europa – Wissenschaft oder Kunst?

Dass Finanzregulierung eine Wissenschaft darstellt – diesem Satz würden man wahrscheinlich ohne Zögern zustimmen. Aber Finanzregulierung als Kunst – dieser Zusammenhang erschließt sich nicht ohne Weiteres.

Der Vortrag des Präsidenten der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, am 16. März, beschäftigte sich genau mit dieser Frage, ob Finanzregulierung als Wissenschaft oder als Kunst zu verstehen ist. Genauer gesagt, welcher Teil von Regulierungsprozessen als Wissenschaft und welcher als Kunst zu bezeichnen ist. Zum Vortrag an der Goethe Universität Frankfurt eingeladen hatte das Center for Financial Studies (CFS), das für seine Vortragsreihe bereits in der Vergangenheit eine Vielzahl hochkarätiger Rednern gewinnen konnte.

Als Wissenschaft beschreibt Hufeld an der Regulierung unter anderem die Grundannahmen, Modelle und quantitativen Methoden, beleuchtet im Verlauf seines Vortrags dann aber vor allem den Teil von Regulierung, der über diese wissenschaftlichen Elemente hinausgeht und den Hufeld als Kunst bezeichnet. All jene Fragen und Entscheidungen, die sich mit Rechenmodellen nicht beantworten lassen, die Abwägungen zwischen unterschiedlichen regulatorischen Zielen nötig machen, die zudem noch in einem Spannungsverhältnis zueinanderstehen können. „Kurzum: Fragen, bei denen es vor allem auf das Urteilsvermögen von Menschen ankommt“, wie Felix Hufeld zusammenfasst. Was außerdem dadurch erschwert wird, dass sich Regulierung im Kontext globaler Entwicklung, dem fortschreitenden Prozess der Europäisierung sowie der Dynamik der Märkte und dem grundlegenden Wandel durch die Digitalisierung bewegt.

Anhand von vier Beispielen vertieft Hufeld dieses Verständnis von Regulierung als Kunst: Finanzstabilität vs. Profitabilität, Risikosensitivität vs. Prozyklizität, prinzipienbasierte vs. regelbasierte Regulierung sowie Verbraucherschutz vs. Handlungsfähigkeit der Kreditinstitute. Diese und weitere Spannungsfelder bedürfen einzelfallbezogener, kreativer wie pragmatischer Entscheidungen der Regulierer, die auf der Basis von Prinzipien durch Standfestigkeit und Kontinuität gestützt werden und sich im Spannungsverhältnis widerstreitender regulatorischer Ziele sowie dynamischer Entwicklungen bewegen müssen. Am Ende dieses Prozesses steht das Ziel der Regulierung, eine dauerhafte tragfähige Ordnung der Finanzmärkte zu realisieren und den Teufelskreis aus Krise – Regulierung – Deregulierung und erneuten Krisen zu verhindern.

Börse Frankfurt feiert den 3. Tag der Aktie

Frankfurt Main Finance Mitglied, die Deutsche Börse ruft für den 16. März zum mittlerweile 3. Tag der Aktie auf. Mit der Veranstaltung möchten Deutschlands führender Börsenbetreiber und die beteiligten Banken die Bedeutung der Aktie als Instrument zur Altersvorsorge in der Bevölkerung steigern. Der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse wird an diesem Tag mit der traditionellen Handelsglocke eröffnet.

Privatanleger können gebührenfrei DAX-Aktien und DAX-ETFs kaufen

Michael Krogmann, Mitglied der Geschäftsführung der Frankfurter Wertpapierbörse, sagte: „Für uns ist es von besonderer Bedeutung, Finanzwissen an eine breite Öffentlichkeit zu vermitteln und Aufklärungsarbeit zur Bedeutung der Börse und damit auch der Aktie zu leisten. Aktien machen aus Privatpersonen Miteigentümer eines Unternehmens. Über ihre Investitionen ermöglichen sie jungen Unternehmen neue Geschäftsideen umzusetzen, Großunternehmen sichern sie die Finanzierung von Wachstum und damit letztlich auch von Arbeitsplätzen. Seit Jahrhunderten ist die Aktie Bestandteil und wichtiges Element für Fortschritt in Wirtschaft und Gesellschaft. Darüber hinaus können Aktien einen sehr wichtigen Beitrag zur Altersvorsorge leisten.“

Am Tag der Aktie wird über den Handelsplatz Börse Frankfurt der Kauf aller DAX-Aktien sowie von neun Exchange-Traded-Funds (ETFs) auf den DAX-Index für Privatanleger ab einem Ordervolumen von 1.000 Euro bei allen beteiligten Brokern kostenlos sein. Die Deutsche Börse und die Broker 1822direkt, Augsburger Aktienbank, comdirect, Consorsbank, DKB Deutsche Kreditbank, ING-DiBa und maxblue verzichten auf die üblicherweise anfallenden Entgelte.

Um die Rolle des Börsenhandels für jedermann verständlich zu machen, bietet die Deutsche Börse im Frankfurter Handelssaal ganzjährig kostenfreie Einführungsvorträge und Galeriebesuche an. Bis zu 40.000 Besucher aus aller Welt nehmen dieses Angebot jährlich in Anspruch. Mit www.boerse-frankfurt.de stellt die Deutsche Börse außerdem ein Internet-Portal bereit, das speziell auf die Bedürfnisse von Privatanlegern ausgerichtet ist. Auf der Webseite wird ausführlich erklärt, wie Einsteiger Aktien handeln können, welche Rolle die Börse in der Volkswirtschaft hat und wie der Börsenhandel heute funktioniert. Vertiefende Schulungen bietet die Deutsche Börse über die hauseigene Capital Markets Academy an. Interessierte können dort zum Beispiel an Grundlagenseminaren zum Finanzmarkt oder zu Börsenprodukten teilnehmen.

Finanzplatztag 2017 – building instead of burning bridges

Am 7.-8. März, 2017 fand zum zehnten Mal der Finanzplatztag in der IHK Frankfurt statt. Die Konferenz wurde von der WM Gruppe, einem Frankfurt Main Finance Mitglied und Herausgeber der Börsen-Zeitung, veranstaltet. Frankfurt Main Finance war auf dem Finanzplatztag durch seine Mitglieder wie die Deutsche Börse, die Helaba, das Bundesland Hessen und natürlich durch die WM Gruppe sehr gut vertreten.

Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, moderierte die Podiumsdiskussion Building Instead of Burning Bridges-the new landscape for EU financial centres. Auf dem Podium diskutierten Arnaud de Bresson, CEO von Paris Europlace, Mark Hoban, Vorsitzender der International Regulatory Strategy Group, Pat Lardner, CEO der Irischen Fund Association und Tom Theobald, stellvertretender CEO von Luxembourg for Finance. Die Vertreter der führenden Finanzzentren untersuchten, welche Veränderungen erwartet werden können, sobald Finanzdienstleister London in Folge des Brexits verlassen sollten. Über die vorrangige Bedeutung, Stabilität in Europa zu erhalten, waren die Diskussionsteilnehmer einig. Ein wichtiger Baustein dieser Stabilität wird Londons Rolle als globaler Finanzplatz sein. Die Finanzzentren in der Eurozone werden ein starkes Netzwerk aufrechterhalten müssen, um wettbewerbsfähig mit anderen globalen Zentren wie Singapur und New York City zu bleiben. Der Bau einer Brücke zwischen der Eurozone und London spielt eine entscheidende Rolle, um die Auswirkungen des Brexit zu minimieren und die Stabilität zu erhalten.

Dr. Gertrud R. Traud, Chef-Volkswirtin von der Helaba, sprach über den Strukturwandel und Frankfurts Aussicht, vom Brexit zu profitieren, dabei gab sie einen Überblick über die Stellung Frankfurts als Finanzplatz im Vergleich. Traud erklärte, warum Frankfurts besonderer Charakter, die Stadt zum Spitzenreiter des Kontinents macht und präsentierte die jüngsten Ergebnisse des Finanzplatz Fokus‘. Die Helaba Studie Brexit-Lets go Frankfurt, zeigt, dass Frankfurt in mehrfacher Hinsicht die führende Position unter den Finanzzentren der Eurozone belegt, eine Weltklasse Infrastruktur bietet, hohe Lebensqualität und die Stabilität und Stärke der deutschen Wirtschaft.

Im Anschluss an eine Keynote von Deutsche Börse CEO Carsten Kengeter, leitete Claus Döring, Chefredakteur der Börsen-Zeitung, die Podiumsdiskussion Folgen des Brexits für den Finanzplatz Frankfurt. Teilnehmer waren Hubertus Väth, Hauke Stars, Vorstandsmitglied der Deutschen Börse und Michael Reuther, Vorstandsmitglied der Commerzbank AG. Zur Eröffnung der Diskussion sagte Väth von Frankfurt Main Finance, er stehe immer noch zu seiner Schätzung vom Juni 2016, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 10.000 Arbeitsplätze von London nach Frankfurt verlegt werden. Angesichts der zahlreichen Standortvorteile Frankfurts, berichtete Väth von erheblichem Interesse von Finanzdienstleistern und Banken und erwartet Ankündigungen von Verlagerungen im Laufe des Monats. Obwohl er keine Namen nennen dürfe, hätten 3 der 5 größten amerikanischen Banken beschlossen, nach Frankfurt zu ziehen, so Väth. Er bekräftigte, dass Frankfurt „in der Pole Position“ für eine Verlagerung von London in die EU bleibe. Die Ankündigungen der Umsiedelung erwartet Väth in drei Wellen, beginnend mit großen Investmentbanken, gefolgt von Geschäftsbanken und Vermögensverwaltern.

Frankfurt Main Finance Executive Mitglied, Hauke Stars, ergänzte Väths Aussagen, mit dem Hinweis auf Frankfurts Talent Pool und die Rolle als Drehkreuz mit vielen attraktiven Faktoren. Stars erklärte, dass Frankfurt nicht nur ein ansprechender Standort für große Finanzdienstleistungsunternehmen sei, sondern auch für kleine FinTech-Startups. Die Deutsche Börse unterstützt aktiv das Frankfurter FinTech-Ökosystems, vor allem mit seinem FinTech Hub. Des Weiteren deutete Stars auf erweiterte Aktivitäten hin, um dieses wichtige Segment voranzutreiben, welche in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.

Die Veranstaltung wurde am ersten Tag mit einem Schlusswort von Tarek Al-Wazir, dem hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Stadt- und Landesentwicklung und Frankfurt Main Finance Executive Committee Mitglied geschlossen. Al-Wazir reflektierte über die Ereignisse von 2016 und die zehn Jahre seit dem ersten Finanzplatztag. Abgesehen davon, dass der Brexit sehr unglücklich und unerwünscht sei, sagte Al-Wazir, wir müssten das Beste für den Finanzstandort tun. Ziel sollte es sein, dem Vereinigten Königreich unsere Hand zu reichen und eine Brücke zu bauen, anstatt sie einzureißen.

Brexit-Risiken minimieren und den europäischen Kapitalmarkt stärken

In seinem heute veröffentlichten Positionspapier „Austrittsverhandlungen der Europäischen Union mit dem Vereinigten Königreich: Brexit-Risiken minimieren und den europäischen Kapitalmarkt stärken“ unterbreitet das Deutsche Aktieninstitut Vorschläge an die Verhandlungsführer, wie im Rahmen der anstehenden Austrittsverhandlungen Nachteile für die europäisch-britischen Wirtschaftsbeziehungen abgewendet werden können.

„Es liegt an den Verhandlungsführern, die künftigen Beziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich so zu gestalten, dass die negativen Auswirkungen des Brexits für beide Seiten minimiert werden“, betont Dr. Christine Bortenlänger, Geschäftsführender Vorstand des Deutschen Aktieninstituts. „Mit unserem Positionspapier und den darin enthaltenen Handlungsempfehlungen tragen wir unseren Teil dazu bei, dass die Austrittsverhandlungen auf einer soliden kapitalmarktrechtlichen Grundlage beginnen können und letztlich zu guten Ergebnissen führen werden.“

Luka Mucic, Finanzvorstand der SAP SE und Mitglied des Vorstands des Deutschen Aktieninstituts, hebt die Bedeutung des Positionspapiers für die anstehenden Verhandlungen hervor. „Die Sicht des Deutschen Aktieninstituts und seiner Mitgliedsunternehmen wird in diesem Positionspapier sehr deutlich“, unterstreicht er. „Die Verhandlungsführer müssen alles daransetzen, Wettbewerbsverzerrungen durch Steuerdumping und einen Deregulierungswettlauf zwischen den britischen und EU-Märkten abzuwenden“, so Mucic.

Die zentralen Forderungen des Deutschen Aktieninstituts sind:

  • Die Nachteile für alle Beteiligten auf ein Minimum zu reduzieren und die Attraktivität der Märkte in Europa sicherzustellen;
  • Mit Übergangsregelungen Zeit zu gewinnen und den Fortbestand der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich zu sichern;
  • Mit Blick auf die Kapital- und Finanzmarktrechtssetzung die Drittstaatenregelungen zu erweitern, vereinheitlichen und effizienter auszugestalten;
  • Hinsichtlich der gesellschaftsrechtlichen Grundstrukturen die Funktionsfähigkeit bewährter und notwendiger Rechtsinstitute sicherzustellen.

Die vorliegenden Ergebnisse wurden im Rahmen des Brexit-Projekts des Deutschen Aktieninstituts erarbeitet, das mit Blick auf die umfassenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich die relevanten Themen identifizierte, die bei den Austrittsverhandlungen eine Rolle spielen.

Die interdisziplinär besetzte Projektgruppe, der Vertreter von Mitgliedsunternehmen des Deutschen Aktieninstituts angehören, wird die Austrittsverhandlungen inhaltlich begleiten und zum jeweiligen Verhandlungsstand gegebenenfalls Stellung nehmen.

Hubertus Väth im Interview mit efinancialcareers

Im Interview mit efinancialcareers spricht Frankfurt Main Finance Geschäftsführer Hubertus Väth über die anstehende Verlagerungen von Arbeitsplätzen an den Finanzplatz Frankfurt. Besonders den großen US-Banken, aber auch schweizer und asiatischen Banken komme in diesem Zusammenhang eine Schlüsselrolle zu. In all diesen Regionen sieht Väth Frankfurt deutlich in der Pole Position und dementsprechend würden in Kürze erste Banken ihre Entscheidungen öffentlich kommunizieren. Neben den Regulieungsinstitutionen wie BaFin und der EZB sei vor allem die hervorragende Infrastruktur Frankfurts, die Wettbewerbsfähigkeit und der große Talentpool am Standort Frankfurt grundlegend für die Entscheidung der Banken. Die Wechselwelle erwartet Väth dabei in drei Schritten: zuerst die Investmentbanken, gefolgt von Commercial Banks und schließlich Asset Managern und Dienstleistern, welche in einem dritten Schritt wechseln würden.

Das vollständige Interview lesen Sie hier.

Brexit und die Folgen

Der vielfach befürchtete post-Brexit-Wettbewerb zwischen den Finanzplätzen London und Frankfurt ist kein Grund zur Sorge. Das ist das Ergebnis des Podiumsgesprächs zum Thema Brexit und dessen möglichen Folgen, das die Industrie- und Handelskammer (IHK) Frankfurt am Main und das Frankfurter Chapter der Socitey for International Development (SID) am 31.01.2017 veranstalteten. Neben Moderator und SID-Vorstandsmitglied Klaus Zorbach nahmen Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europaangelegenheiten der Hessischen Staatkanzlei, Dr. Jürgen Ratzinger, Geschäftsführer für das Geschäftsfeld International der IHK Frankfurt am Main sowie der Botschaftsrat Nick Leake, welcher die Abteilung EU und Wirtschaft der Britischen Botschaft in Berlin leitet, an der Diskussionsrunde teil. Das Gespräch untergliederte sich in drei Hauptteile: Den Auswirkungen des Brexits im Allgemeinen, den konkreten Auswirkungen auf das Land Hessen und die Rhein-Main-Region sowie das post-Brexit Bild von Europa und die Frage nach einer Krise Europas.

Auf besonderes Interesse des zahlreichen erschienen Frankfurter Publikum stieß die Frage nach den Veränderungen in der Rhein-Main-Region in Folge des Brexits. An dieser Stelle galt es für die Diskutanten einen schwierigen Bogen zu spannen, vom Brexit „als großem europäischen Unfall“ einerseits, der für Frankfurt und die gesamte Rhein-Main-Region andererseits wiederrum große Vorteile mit sich bringen könne, wie Dr. Ratziger den Gegensatz zusammenfasste. Allerdings gehe es in diesem Zusammenhang gar nicht darum Großbritannien und insbesondere London etwas zu nehmen, sondern sich anzubieten und in dieser Hinsicht habe die Rhein-Main-Region viel zu bieten. Unabhängig davon jedoch, welche Institutionen, Banken und Finanzdienstleister Geschäftsteile nach Frankfurt verlagerten, werde London in jedem Fall ein wichtiger Finanzplatz bleiben. Staatssekretär Weinmeister ergänzte das Argument des großen Potenzials der Rhein-Main-Region, indem er auf die gut strukturierte Bankenlandschaft Frankfurts, die hier ansässigen Regulierungsinstitutionen, wie beispielsweise die EZB, die BaFin oder die EIOPA sowie auf das generelle Know-How in Frankfurt und der Rhein-Main-Region verwies, welche vor diesem Hintergrund optimale Bedingungen für Finanzdienstleister aufweise. Auch könne der Finanzplatz Frankfurt den sogenannten Finanzpass ermöglichen, welcher Finanzdienstleistungen ohne erneute Registrierung in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union erlaubt. Die Negativargumente, mit denen Frankfurt als europäischem Finanzplatz häufig konfrontiert wird – zu wenig Wohn- und Büroraum sowie internationale Schulen – bezeichnete er als nichtzutreffend und bot vor diesem Hintergrund den betroffenen Institutionen und Unternehmen Gespräche zur Klärung von Missverständnissen an. Einen interessanten Aspekt in der Frage, ob Frankfurt zukünftig für London eher Konkurrenz oder Brücke in die EU darstelle, ergänzte Nick Leake, der betonte, dass intelligent gestalteter Wettbewerb positiv zu bewerten sei, da er alle beteiligten Akteure erheblich stärke.

FinTechGermany Award

CFS-Umfrage: Das Drei-Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft hat sich bewährt

Insgesamt ist sich die Finanzbranche weitgehend darüber einig (62%), dass sich das Drei-Säulen-Modell der deutschen Kreditwirtschaft (Geschäftsbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken) bewährt hat. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen am Finanzplatz Deutschland. Hingegen sind 29% eher unentschieden und halten das System für fraglich, 8% vertreten die Ansicht, dass sich das Model nicht bewährt hat.

Für die Finanzierung des deutschen Mittelstands sind Sparkassen und Genossenschaftsbanken entscheidend

Bei der Frage, wie wichtig jeweils die drei Säulen für die Finanzierung des deutschen Mittelstands sind, besteht in der Finanzbranche bei über 40% der Befragten Einigkeit darüber, dass Sparkassen und Genossenschaftsbanken gleichermaßen den entscheidenden oder zumindest einen wichtigen Beitrag leisten. Die Geschäftsbanken werden nur von 20% der Befragten als entscheidend, aber von 57% als wichtig eingeschätzt. 17% halten sie hingegen für weniger wichtig.

„Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind für die Finanzierung des deutschen Mittelstands unverzichtbar“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bankensektors im internationalen Vergleich wird differenziert beurteilt – Weitere Konsolidierungsprozesse werden erwartet

Die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Bankensektors im internationalen Vergleich wird von der Finanzindustrie skeptisch beurteilt. Weniger als 25% der Befragten halten den deutschen Bankensektor im internationalen Vergleich für gut aufgestellt. „Der Bankensektor steht wegen des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes, erhöhten regulatorischen Anforderungen und der Digitalisierung unter einem hohen Anpassungsdruck. Die deutschen Banken müssen ihr Restrukturierungstempo erhöhen, um im internationalen Vergleich nicht weiter an Boden zu verlieren“, meint Professor Brühl. Vor diesem Hintergrund besteht Einigkeit in der Finanzindustrie (95%), dass es in den kommenden Jahren zu weiteren Konsolidierungsprozessen im Bankensektor kommen wird.

Hinzu kommt, dass ausländische Banken verstärkt in Deutschland auf den Markt drängen. Bei den Befragten besteht weitgehend Einigkeit darüber (60%), dass diese weiter an Bedeutung gewinnen werden.

„Die Umfrage macht überdeutlich, wie attraktiv der Finanzstandort Deutschland für ausländische Banken ist. Dies ist vor allem langfristig ein Ansporn für uns“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V. die Umfrageergebnisse.

CFS-Index legt deutlich zu

Umsätze und Erträge der Dienstleister steigen kräftig an und Investitionen der Finanzinstitute erreichen einen – seit Beginn der CFS-Index Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand

Der CFS-Index, der vierteljährlich die Verfassung der deutschen Finanzbranche abbildet, legt im letzten Quartal 2016 deutlich zu. Er steigt um 3,7 Punkte auf 114,3 Punkte und erreicht damit den höchsten Wert seit knapp 2 Jahren. Der Anstieg ist vor allem auf eine sehr positive Entwicklung von Umsätzen und Erträgen der Dienstleister am Finanzplatz Deutschland zurückzuführen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Aber auch die Finanzinstitute haben einen soliden Anstieg ihrer Umsätze bei konstanten Erträgen zu verzeichnen. Die Investitionen der Finanzbranche erhöhen sich ebenfalls merklich und erreichen erstmalig wieder Höchststände wie selten zuvor. Trotz dieser positiven Entwicklung halten die Finanzinstitute an ihrem Stellenabbau, wenn auch etwas abgeschwächt, weiter fest, wohin gegen die Dienstleister, auch leicht abgeschwächt, weiterhin Personal aufbauen.

„Zahlreiche Banken befinden sich derzeit in einer Transformationsphase, die einen erheblichen Investitionsbedarf vor allem im IT Bereich zur Folge hat. Davon profitieren insbesondere die Dienstleister”, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse.

Finanzbranche beurteilt die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland enorm positiv

Die Bewertung der zukünftigen internationalen Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland erreichte im Zuge des Brexit-Votums im letzten Jahr den Höchststand von 136,8 Punkten, hatte sich dann im dritten Quartal etwas abgeschwächt und steigt jetzt wieder um 2,7 Punkte auf 131,0 Punkte.

Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht: „Die Bemühungen um den Finanzplatz Frankfurt tragen Früchte. Gerade die positiven Ergebnisse im Hinblick auf die internationale Bedeutung des Finanzplatzes zeigen, dass Frankfurt gut aufgestellt ist und alle Chancen hat, auch in diesem Feld weiter an Bedeutung zu gewinnen.”

Umsätze, Erträge und Investitionen der Finanzbranche steigen

Die befragten Finanzinstitute und Dienstleister können ihre Umsätze bzw. ihr Geschäftsvolumen im letzten Quartal 2016 stark ausbauen. Der entsprechende Sub-Index steigt bei den Finanzinstituten um 3,4 Punkte auf 113,0 Punkte. Den größten Anstieg haben jedoch Dienstleister mit 11,3 Punkten auf 130,6 Punkte zu verzeichnen. Nur zu Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 wurde dieses Niveau noch übertroffen. Die Erwartungen für das laufende Quartal sind bei beiden Gruppen positiv, jedoch etwas verhaltener als die aktuellen Werte.

Die Erträge der Dienstleister entwickeln sich im vierten Quartal 2016 besonders positiv und übertreffen die Erwartungen aus dem Vorquartal deutlich. Der entsprechende Sub-Index erreicht bei den Dienstleistern nach einem Anstieg um 8,1 Punkte einen Wert von 123,4 Punkten. Im Gegensatz dazu verweilen die Finanzinstitute unverändert mit einem geringen Anstieg um 0,5 Punkte auf dem niedrigen Niveau von 104,5 Punkten, und es werden keine Änderungen für das laufende Quartal erwartet. Die Dienstleister gehen davon aus, dass sich ihre enorm positive Ertragsdynamik vom Jahresende 2016 für das laufende Quartal etwas abschwächen wird.

Der Sub-Index Investitionen in Produkt- und Prozessinnovationen erhöht sich bei beiden Gruppen entgegen den Erwartungen aus dem Vorquartal recht ordentlich. Bei den Finanzinstituten steigt der Sub-Index um 6,0 Punkte auf 116,1 Punkte und erreicht damit einen – seit Beginn der Index-Befragungen im Jahr 2007 – historischen Höchststand. Bei den Dienstleistern steigt der Wert um 5,8 Punkte auf 117,9 Punkte. Auch hier wurde dieses Niveau nur in den Jahren 2007 und 2014 noch übertroffen. Für das laufende Quartal erwarten beide Gruppen nur eine leichte Absenkung in der Wachstumsrate.

Weniger Stellenkürzungen bei Finanzinstituten – Leicht abgeschwächter Stellenaufbau bei den Dienstleistern

Der enorme Stellenabbau, den die Finanzinstitute im dritten Quartal zu verzeichnen hatten, hat sich abgeschwächt, hält jedoch im vierten Quartal weiter an. Der Sub-Index Mitarbeiter der Finanzinstitute steigt um 4,4 Punkte auf 90,4 Punkte. Die Finanzinstitute gehen für das laufende Quartal davon aus, dass es weiterhin einen Stellenabbau geben wird. Hingegen bleibt die Lage bei den Dienstleistern positiv, wenn auch mit leicht abgeschwächter Wachstumsrate. Der entsprechende Sub-Index verweilt mit 3,3 Punkten auf dem Stand von 113,6 Punkten. Für das laufende Quartal sind die Dienstleister noch optimistischer.

Weihnachtsgrüße von Frankfurt Main Finance

Liebe Freunde und Mitglieder,

während sich 2016 dem Ende nähert, ist es an der Zeit, das vergangene Jahr, unsere Leistungen und die von uns gemeisterten Herausforderungen Revue passieren zu lassen. Dabei können wir mit den Fortschritten, die Frankfurt Main Finance bei der Förderung unseres Finanzplatzes innerhalb Deutschlands und rund um den Globus gemacht hat, recht zufrieden sein. Wir sind weiter gewachsen und haben unsere internationalen Partnerschaften – u. a. durch Reisen in die Finanzzentren Asiens und Osteuropas – ausgebaut und gepflegt. Bei unseren Finanzplatz-Frühstücken haben wir Gespräche mit Arundhati Bhattacharya, CEO der State Bank of India, und François Villeroy de Galhau, Gouverneur der Banque de France, genossen. Beide gewährten uns großartige Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Finanzinstitute in ihren Ländern stehen, insbesondere die Digitalisierung.

Der diesjährige Frankfurt Finance Summit konzentrierte sich auf diesen aktuellen Trend der Digitalisierung im Finanzsektor und die Frage, wie die wichtigsten Akteure die damit verbundenen Herausforderungen angehen. Wir fühlten uns geehrt, dass Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, eine Grundsatzrede zur einheitlichen europäischen Digitalisierungsstrategie gehalten hat. Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble äußerte sich in seinem Vortrag über die künftige Richtung der Finanzbranche und forderte die Unternehmen auf, innovative Modelle zu finden, die in unsere neue Welt passen.

Zum Zeitpunkt des Summit schien das Ergebnis des UK-Referendums zur EU-Mitgliedschaft nahezu unvorstellbar. Sechs Monate später können wir sicher sagen, dass dies nur die erste von vielen Überraschungen im Jahr 2016 war. Aber das Brexit-Votum hat dem Finanzplatz Frankfurt die Möglichkeit geboten, sich als Vermittler zu etablieren, zu wachsen und mehr Einrichtungen in unserer Stadt willkommen zu heißen. Der Brexit hat unsere Initiative Frankfurt Main Finance in den Mittelpunkt des internationalen Interesses gerückt. Zwischen hunderten von Interviews mit internationalen Pressestellen, Reden und Podiumsdiskussionen sowie Delegationsreisen hat Frankfurt Main Finance emsig daran gearbeitet, über unseren Finanzplatz und unseren kooperativen Ansatz, eine neue „London Bridge“ zu bilden, zu berichten.

Große Institutionen für Frankfurt zu gewinnen ist sicherlich wichtig, aber viele unserer Anstrengungen im vergangenen Jahr waren den kleinsten Akteuren gewidmet. Anfang 2016 arbeitete Frankfurt Main Finance mit dem Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main intensiv daran, unsere Region als Top-Standort für Startup-Unternehmen im Bereich Finanztechnologie zu bewerben. Das vergangene Jahr brachte eine Explosion von Aktivitäten im FinTech-Ökosystem mit sich und gipfelte in der Eröffnung eines weiteren FinTech-Hubs, des so genannten Tech Quartiers, in Frankfurt.

Während wir die ruhigen Tage um Weihnachten und das neue Jahr einleiten, können wir zufrieden mit dem Ergebnis unserer Bemühungen im Jahr 2016 sein, unseren Finanzplatz voranzubringen. Wir blicken optimistisch auf unsere zukünftige Entwicklung und freuen uns auf die Chancen und Herausforderungen, die 2017 bringen wird. Aber bis es so weit ist, wünschen wir Ihnen und Ihren Familien ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen Ihre Ferien erholsam, inspirierend und voller Freude sein!

Herzliche Grüße

Ihr Frankfurt Main Finance-Team