Von A wie Alter Flugplatz bis Z wie Zoo: Das Frankfurt-ABC

Das Frankfurter Kinderbüro stellt allen Frankfurter Kindern und Familien ein Stadtlexikon zum Anhören und Entdecken zur Verfügung. Darin kommen verständlicher Weise auch die Kinder selbst zu Wort. Produziert wurde das Hörlexikon von dem Journalisten Michael Schulte, der Medienprojekte für Kinder, Schulen und Familien umsetzt und zudem Gründer der Kinder-Wikipedia Klexikon.de sowie der Hörspielseite Ohrka.de ist.

Auf ihrem Weg durch das große Frankfurt-ABC können die kleinen Frankfurterinnen und Frankfurter zusammen mit ihren Eltern Vieles entdecken. Hinter jedem Buchstaben gibt es spannende Welten zu erforschen und Neues zu lernen. Das M steht beispielsweise für Mitmachen. Hier berichten Kinder, wie es ist, aktiv das Zusammenleben mitzugestalten, zum Beispiel als Klassensprecherin oder Klassensprecher. Aber auch interessante Orte stellt das Kinder-Hörlexikon vor. Das A steht beispielsweise für Alter Flugplatz oder das P für Paulskirche.

Wer beim Lesen oder vorgelesen bekommen gut aufgepasst hat, kann aus den eben genannten drei Buchstaben das englische Wort für Landkarte bilden: Map.

Zwei Kinder, die in einer Hängematte sitzen und auf ein Gewässer in der Natur schauen.

Foto von Janko Ferlič via Unsplash.

Das Frankfurter Kinderbüro bietet auch Maps für Kinder an, also Kinderstadtteilpläne. Hier können Familien die Stadt, ihre Stadtteile und Spielmöglichkeiten interaktiv entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Ausflug zur Stadtbücherei oder einem Picknick in einer der zahlreichen Grünanlagen der Stadt?

Das Hörlexikon ist auf frankfurt-mein-zuhause.de zu finden.

Die Kinderstadtteilpläne sind auf kinderbüro-frankfurt.de zu finden.

Viel Spaß beim Entdecken!

 

Titelbild von Ramin Talebi via Unsplash

Beitragsbild von Janko Ferlič via Unsplash

„Tin City“ von Niklas Görke – Neue Ausstellung im 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse

Der Fotograf Niklas Görke arbeitet vornehmlich in der Kollodium-Nassplattentechnik, bei der er Aluminiumplatten unmittelbar vor der Aufnahme lichtempfindlich beschichtet und sofort nach der Belichtung entwickelt. Nachdem er bislang Studioporträts aufnahm, trägt er nun diesen historischen Aufnahmeprozess auf die Straßen Frankfurts, um zu erkunden, wie Stadtfotografie mit dem unzuverlässigen und äußerst langsamen Verfahren und einer unhandlichen Großformatkamera funktionieren kann.

Ein selbst konstruiertes Mini-Fotolabor für das Lastenfahrrad ermöglicht ihm den Einsatz inmitten des Großstadtgetriebes. Sowohl die originalen Platten als auch Vergrößerungen davon zeigen in der Ausstellung ein raues, unpoliertes Bild von Straßenszenen und Gebäuden, die wie aus der Zeit gefallen erscheinen.

„Görke huldigt im Zeitalter der massenhaften Smartphone-Schnappschüsse der Einzelbild-fotografie, für die jedes Bild noch ein Unikat ist“, Kristina Lemke.

Vom 11. August bis 26. September 2020 präsentiert das 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse in der Fahrgasse 9, 60311 Frankfurt am Main, die Ausstellung „Tin City“ von Niklas Görke. Der Eintritt ist frei.


Das 1822-Forum der Frankfurter Sparkasse in der Fahrgasse 9 präsentiert als nichtkommerzielle Galerie junge Kunst von Künstlerinnen und Künstlern mit besonders großem künstlerischen Potential. Neben der Ausstellung unter professionellen Bedingungen umfasst die Förderung durch die Stiftung der Frankfurter Sparkasse auch die Finanzierung des Katalogs sowie die umfassende Vermittlung der ausgestellten Werke an die Besucher und die Medien.

 

Text & Bild: © Frankfurter Sparkasse

Liebieghaus Live: Der Liebieghaus Garten wird zum privaten Wohnzimmer Frankfurts

„Kunst und Live-Musik laden ein zum Lauschen, Staunen und Träumen: Die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentiert mit LIEBIEGHAUS LIVE in den Sommermonaten August und September ein besonderes Programm zur aktuellen Sonderausstellung ‚BUNTE GÖTTER – GOLDEN EDITION. Die Farben der Antike‘. Zwischen dem 6. August und dem 3. September können die Besucherinnen und Besucher sich von Kunstvermittlerinnen und -vermittler in die faszinierende Welt der farbigen Antike einführen lassen, und in der einladenden Atmosphäre des Gartens der Liebieghaus Skulpturensammlung Music-Acts erleben. Das Line-up reicht von Indie Folk, über (Afro-) Soul bis hin zu Italo-Rock.“ Quelle: liebieghaus.de

Weitere Informationen zu den Terminen und dem Ticketverkauf finden Sie auf der Website des Liebieghauses.

Die offizielle Pressemeldung finden Sie im Newsroom des Liebieghauses.

 

Foto: LIEBIEGHAUS LIVE im Garten | Städel Museum – Tetyana Lux

Bunte Götter verblüffen mit der Farbenfreude antiker Skulpturen – Projekt und Ausstellung im Liebieghaus in Frankfurt

Zahlreiche Parks und Gärten im Rhein-Main-Gebiet laden ein – Fülle an Farben und Formen in Feld, Wald und Gärten

„Social Distancing“ ist auch in den Corona-Tagen in der Natur ein Fremdwort. So blühen gelbe Lilien und violette Iris unmittelbar nebeneinander, bestäuben Bienen Balkan-Storchschnabel beim Honigsammeln und wachsen weiße Rosen inmitten von tiefblauem Ehrenpreis. Bei einem Spaziergang durch Feld und Wald oder einen Garten oder Landschaftspark des Rhein-Main-Gebietes lassen sich vielfältige Entdeckungen machen. Begleiten Sie Wolfgang Gerhardt auf einem Streifzug durch die heimische Natur.


Der Höhepunkt des Blumenjahres naht

Die meisten Frühblüher wie Huflattich, Buschwindröschen und Maiglöckchen sind ebenso wie Tulpen, Narzissen und sogar Pfingstrosen nur noch an ihren Blättern erkennbar. Viele Pflanzen blühten in diesem Jahr früher als sonst und zudem eine kürzere Zeit. Mittlerweile hat die Blütenvielfalt gewechselt; es naht der Höhepunkt des Blumenjahres. Die Rosen, die schon Johann Wolfgang von Goethe als „Königin des Blumenreichs“ bezeichnete, entfalten in diesen Tagen mit ihren zarten Knospen, vollen Blüten und nuancierten Düften ihre volle Pracht.

Im Palmengarten Frankfurt bietet sich im Freigelände mit Wild- und Kletterrosen, englischen und historischen Rosen ebenso wie mit Zwerg- und Straurosen ein reiches Blütenpanorama. Jeweils knapp 50 Kilometer von Frankfurt entfernt liegen zwei weitere Ziele, die für ihre Rosen berühmt sind, wobei die weithin bekannten Rosenfeste an diesen Orten erst wieder im Juni 2021 stattfinden sollen.


Rosen in Steinfurth, Eltville und mehr …

Steinfurth – heute ein Stadtteil von Bad Nauheim in der Wetterau – ist das älteste Rosendorf Deutschlands, denn bereits 1868 gründete ein Bewohner des Ortes die erste Rosenschule, nachdem er in England den Rosenanbau erlernt hatte. Vier Rosengärten, vier Rosengärtnereien und ein Rosenmuseum schaffen mit rund 100.000 Rosenstöcken in über 3.000 Sorten ein Rosenparadies.

In Eltville im Rheingau verzaubern wiederum rund 22.000 Rosenstöcke in 350 Sorten die Stadt mit ihrer romantischen kurfürstlichen Burg und der verwinkelten Altstadt. Gerade im Burggraben und am Rheinufer kommt die Blütenpracht besonders gut zur Geltung. Dort finden sich auch japanische Beete mit Rosen, die als Ausdruck der Freundschaft zwischen der Friedensstadt Hiroshima und Eltville eigens gezüchtet wurden.

Spezielle Rosenpflanzungen finden sich darüber hinaus im Park Rosenhöhe Darmstadt und im Stadtpark Mainz. Ein besonderes Erlebnis sind auch die meist jahrhundertealten Landschaftsparks in den Kurvierteln von Bad Homburg und Bad Nauheim, rund um Schloss Biebrich in Wiesbaden, Jagdschloss Kranichstein bei Darmstadt oder Schloss Philippsruhe in Hanau.

Am nördlichen Mainufer in Frankfurt zwischen Untermainbrücke und Friedensbrücke, dem so genannten Nizza, wurden vor 20 Jahren frostharte mediterrane Pflanzen angesiedelt, die nicht im Treibhaus überwintern müssen.  Das Nizza ist so zu einer der größten öffentlichen Parkanlagen mit mediterraner Bepflanzung nördlich der Alpen geworden. Wer sich zum Beispiel für einen Apothekergarten interessiert, sollte die ehemalige Benediktinerabtei in Seligenstadt oder den Apothekergarten in Wiesbaden besuchen. Coronabedingt der Hinweis: bitte erkundigen Sie sich vor einem Besuch über die Zugangsmöglichkeiten!


Attraktiv am Wegesrand

Ebenso attraktiv sind die Pflanzen, die in ihrer ursprünglichen Umgebung am Wegesrand, auf Wiesen, Feldern oder in lichten Wäldern wachsen. Roter Klatschmohn, blaue Kornblumen oder violette Lupinen setzen weithin sichtbar kräftige Farbakzente. Häufig bereitet die Entdeckung unscheinbarer Blumen und Blüten mehr Freude bei einem Spaziergang, wie der giftige Fingerhut, blaue und weiße Glockenblumen, gelber Hahnenfuß, Balkan-, Blut- oder Wald-Storchschnabel, Rittersporn oder Schachtelhalm mit einem Busch aus Graswedeln.

Auch Orchideen sind in Spessart, Rhön und Taunus heimisch. Meist hilft übrigens nur ein Bestimmungsführer analog als Buch oder digital als App, um zu erfahren, welche Pflanze in Sichtweite wächst. Damit lassen sich dann Erholung, Entspannung und Freude an Farben und Formen mit einer steigenden Kenntnis der Natur verknüpfen.


Text und Fotos: Wolfgang Gerhardt

BigCityBeats WORLD CLUB DOME Las Vegas Edition findet 2021 im „Deutsche Bank Park“ statt

BigCityBeats WORLD CLUB DOME Las Vegas Edition findet nicht wie geplant im Juni 2020 statt. Dafür dürfen sich WorldClubber 2021 auf 4 Tage statt 3 Tage freuen.


Das Wichtigste kurz und knapp gefasst:

  • Die BigCityBeats WORLD CLUB DOME Las Vegas Edition mit dem größten „Casino“ der Welt wird nicht wie geplant am 5., 6. und 7. Juni 2020 stattfinden. Dafür dürfen sich die WCD Fans auf eine Las Vegas Edition an vier aufeinanderfolgenden Tagen am 3., 4., 5. und 6. Juni 2021 freuen. Vier Tage ist aufgrund des diesjährig ausfallenden WCDs eine absolute Premiere.
  • Die Pforten öffnen sich somit bereits einen Tag früher, an Fronleichnam (Feiertag). Die WorldClubber erhalten Zugang zur Outdoor Mainstage auf dem Gelände der Commerzbank-Arena, auf dem dann bereits zahlreiche internationale Top-Acts auftreten.
  • Mit dem BigCityBeats Club Village entsteht Frankfurts „47. Stadtteil“ eigens zur BigCityBeats WORLD CLUB DOME Las Vegas Edition 2021 – mit Marktplatz, Bühne und vielem mehr. Alles ganz im Stil von Las Vegas natürlich. Hier können die WorldClubber preiswert zelten und übernachten – und werden bequem in Shuttle-Bussen zur Arena chauffiert. Des Weiteren wird es dank diverser Kooperationspartner günstige Hotel-Pakete geben.
  • Erstmals Camping-Area mit eigenem Shuttle-Service zum Arena-Gelände im „47. Stadtteil Frankfurts“

„Gesundheit ist das wertvollste Gut, das wir haben“, so BigCityBeats-CEO Bernd Breiter. „Wir müssen uns schützen, auf Abstand gehen, und das bis auf Weiteres. Bis das Coronavirus besiegt wurde.“ Und aufgrund der aktuellen Verordnung alle Veranstaltungen in dieser Größenordnung bis Ende August abzusagen, reagiert der Visionär und Gründer des Frankfurter Event-Unternehmens prompt: „Wir waren von Anfang an in stetigem Austausch mit den Behörden. Natürlich sind wir traurig, dass der WCD dieses Jahr nicht stattfinden kann. Aber die Gesundheit und das Leben aller gehen vor. Das ist auch unsere Verantwortung gegenüber unseren Besuchern, treuen Fans und der 1.500 Menschen, die während des Events bei uns arbeiten. Dafür freuen wir uns umso mehr auf die Las Vegas Edition in 2021. Und die wird größer, spektakulärer und länger als je zuvor!“

 

Erste Eindrücke zum BCB WCD Las Vegas Edition 2021 finden Sie unter: https://youtu.be/r0Le60gUh8U

Foto- und Bildmaterial: BigCityBeats

Frankfurt aus Sicht einer Londonerin: 100 Gründe den Finanzplatz zu lieben

Warum liebt man das Leben am Finanzplatz Frankfurt? Gründe hat die in Frankfurt lebenden Londonerin Louise Sagar allemal und diese stellt sie in Ihrer Twitter-Kampagne #100ReasonsILoveFrankfurt genau vor. Im Interview erklärt Sie uns, was sie nach Frankfurt gezogen hat und wieso sie das Leben in der Stadt so genießt.


Wann und warum hat es Sie nach Frankfurt gezogen?

2009 lebte ich in Luxemburg und mein Arbeitsvertrag lief aus. Ein Freund erzählte mir von einer offenen Stelle als Übersetzerin/Redakteurin bei der Europäischen Zentralbank in Frankfurt. Ich wusste zwar nichts über die Institution oder die Stadt, aber ich war offen dafür, überall zu arbeiten und zu leben, also habe ich mich einfach beworben. Als ich zum Vorstellungsgespräch nach Frankfurt kam – ohne Vorurteile gegen Stadt oder Job – fühlte ich mich sehr unbeschwert. Ich erinnere mich lebhaft daran, wie ich nach dem Gespräch über eine Main-Brücke ging, die Skyline betrachtete und dachte: Das fühlt sich richtig an! Ich will hier arbeiten und leben. Der Job klang großartig und ich hatte unmittelbar eine Verbindung zur Stadt. Manchmal bringt das Leben einen genau dorthin, wo man sein sollte. Ich habe den Job bekommen, und damit hat sich mein Leben für immer verändert. Ich habe mir in Frankfurt meine Art von Leben aufgebaut.

Was war Ihr erster Eindruck als Londonerin, die am Finanzplatz Frankfurt lebt?

Es hat mich umgehauen, wie einfach alles war. Ich erinnere mich vor allem daran, wie erstaunt ich war, dass ich entlang wunderschöner, verkehrsarmer Straßen und am Fluss entlang zur Arbeit laufen konnte – und für nur 7 Euro konnte ich ein Taxi aus der Innenstadt zu meiner Wohnung nehmen!!! In London kostete das Taxi nach Hause ein Vermögen und Weg-geh-Abende in der Stadt fanden mit der letzten U-Bahn nach Hause häufig ein verfrühtes Ende. Außerdem liebte ich das Lebensgefühl in Frankfurt. Es ist eine Stadt, aber sie ist nicht hektisch oder erdrückend. Ich schlenderte am Wochenende heiter durch das belaubte Sachsenhausen (wo ich damals lebte – jetzt bin ich eine Nordenderin). Ich war verliebt in die Skyline. Während meines ersten Winters in der Stadt hat es viel geschneit und Frankfurt funkelte. Ich erinnere mich daran, wie ich an einem Wochenendmorgen um 4 oder 5 Uhr aus einem Club kam und von einem Winterwunderland begrüßt wurde – es hatte stark geschneit, während wir unterirdisch die Nacht durchtanzten. Wir liefen durch den Schnee zum Südbahnhof, wo wir an einer Bäckerei vorbeikamen, die nach frischen Croissants duftete, die wir dann warm gegessen haben. Es scheint mir, dass wir in Frankfurt ausgeprägtere Jahreszeiten haben als in London. Im Winter ist es kälter und im Sommer heißer als in London. Das gefällt mir.

Was hat Sie am Finanzplatz Frankfurt stutzig gemacht?

Ich fand es merkwürdig, dass es in den Pubs Tischservice gibt. In Großbritannien drängen wir uns alle um die Bar, während wir hier in Frankfurt an Tischen sitzen und bei einer Bedienung bestellen. Eigentlich finde ich das noch immer ein bisschen seltsam! Es ist eine gemächlichere Herangehensweise an einen Abend in der Stadt. Aber wenn ich nun nach Hause nach Großbritannien fahre, finde ich es ein wenig frustrierend, an der Bar auf einen Drink warten zu müssen. Allerdings ist es etwas geselliger: Ich denke, dass Singles eher jemanden treffen, der auch an der Bar steht. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich der lauteste Mensch in Frankfurt bin: Wenn ich in einem Café oder Restaurant lachte, drehten sich die Leute um und schauten mich an! Das passiert immer noch 😉. Zudem brauchte ich lange, um mich daran zu gewöhnen, dass die Geschäfte sonntags geschlossen sind… aber das ist etwas, was ich jetzt wegen des ruhigen Sonntagsgefühls sehr schätze.

Natürlich sind wir Fan Ihrer Twitter-Serie #100ReasonsILoveFrankfurt. Was hat Sie dazu bewogen, damit anzufangen?

Damals gab es mehrere Artikel in der britischen Presse, in denen es hieß: „Oh nein, nach Brexit werden wir alle ins langweilige Frankfurt ziehen müssen.“ Das hat mich geärgert, da es ein so uninformierter Standpunkt ist. Ich fühlte mich sehr defensiv – ich wollte der Welt mitteilen, wie ich mich als in Frankfurt lebende Expat fühlte. All das ging mir durch den Kopf, und dann twitterte der Journalist Tom Barfield (Nachrichtenagentur AFP) ein Bild vom Berger Straßenfest bei strahlend blauem Himmel. Er schrieb: „Ein weiterer schrecklicher Tag in Frankfurt.“ Dies fasste alles zusammen, was ich fühlte. Ich liebte es, und es war der Katalysator für meine 100 Reasons-Serie.

Wir wissen, dass Sie #100ReasonsYouLoveFrankfurt haben, aber was sind Ihre drei Hauptgründe?

Das ist eine wirklich schwere Frage…Der erste Grund ist allerdings einfach: Mein absoluter Favorit in Frankfurt sind die Freibäder im Sommer. Als Schwimmerin bin ich am glücklichsten, wenn ich im nahegelegenen Brentanobad im Freien schwimmen und danach auf der Liegewiese entspannen kann. Außerdem liebe ich die fast jedes Wochenende stattfindenden Straßenfeste. Im Vergleich zu dem den Aufwand, den ich früher für Veranstaltungen in London auf mich genommen habe, kann ich in Frankfurt einfach zu einem der Straßenfeste um die Ecke gehen – und wenn ich genug habe, laufe ich nach Hause. Für mich ist das wirklich wichtig. Einige bevorzugen eine größere Auswahl und den Großstadtdschungel, aber für mich ist das hier besser. Ich glaube, was ich am meisten liebe, ist einfach das Gefühl, dass mir mein Leben in Frankfurt gibt. Es ist schwer zu beschreiben. Es sind die Gebäude in den verschiedensten Architekturstilen und die Parks, die Möglichkeit überall zu Fuß gehen zu können – es ist die Lebensqualität. Ich fühle mich auch sicher. Ich liebe Frankfurt zu jeder Jahreszeit. Gerade jetzt bereitet mir der Winter in unserer Stadt so viel Freude.

Wollen Sie noch etwas hinzufügen?

Ich fühle mich nicht mehr ganz nach Großbritannien gehörig, was ein wirklich seltsames Gefühl ist. Ich vermisse meine Familie, den britischen Sinn für Humor und die Tatsache, dass die Menschen in Großbritannien auf der Straße und in den Geschäften mehr miteinander reden. Aber ich lebe im Ausland und bin ein internationales Leben gewöhnt. Zudem ist es ja auch recht einfach von Frankfurt aus, meine Familie zu besuchen, da der Flughafen sehr gut erreichbar ist und unzählige Verbindungen nach London bestehen. Wenn ich nach meiner Abreise wieder in Frankfurt ankomme, freue ich mich, die Skyline zu sehen und fühle mich wie zuhause! Sollte ich jemals woanders hinziehen, was durchaus möglich ist, da ich an verschiedenen Orten leben möchte, wird die nächste Stadt eine Menge bieten müssen.

Winterlichter im abendlichen Frankfurter Palmengarten

Mystisch-magischer Zauber an Formen und Farben

Die Bankentürme leuchten im Süden mit ihren hellen Fenstern, der Fernsehturm im Norden mit seiner magentafarbenen Spitze. Mittendrin, im Frankfurter Westend, verzaubert eine mystisch-magische Welt an Formen und Farben die Besucher. Die Weihnachtszeit hat begonnen, und damit ist wieder Platz für die „Winterlichter“. Begleiten Sie Wolfgang Gerhardt auf einem Streifzug durch den Palmengarten.

Winterlicher Palmengarten Frankfurt _ Hintergrund: Frankfurter Skyline

Pinguine, Fische und eine Spardose

Rund 700 Strahler, 18 Lichtobjekte und sechs Videoinstallationen machen einen abendlichen Spaziergang durch den Palmengarten zu einem strahlenden Erlebnis. Kreuz und quer im Parkgelände sind Lichteffekte zu entdecken, die die Sinne anregen und der Phantasie freien Raum lassen.

Wo im Sommer die Enten vergnügt über die Wiese watscheln, marschieren jetzt fast drei Dutzend Pinguine in strenger Ordnung am Bachlauf entlang. Unterhalb des Rosengartens schwimmen blaue Fische im Mondlicht. Nicht weit entfernt müht sich ein Läufer unablässig, eine Münze in eine Spardose zu werfen. Hohe, gelbe und rote Tulpen reichen fast bis zu den Ästen der Bäume, und sieben Schneeglöckchen leuchten an der Stelle, wo ihre natürlichen Vorbilder zum Winterende auf dem Boden blühen. Fünf farbenfrohe Kugeln symbolisieren die fünf Kontinente.

Auch die vorhandenen Bäume, Pflanzen und Denkmäler glänzen in bunten Farben. Die Statue von Perseus und Andromeda präsentiert sich in grellem Weiß vor immergrünen Sträuchern in Weihnachtsgrün und einem riesigen Laubbaum in Herbstbraun. Der Hügel über dem Wasserfall am Großen Weiher changiert zwischen rosa und violett und wirkt in der Dunkelheit fast unheimlich. Auf eine 15 Meter breite Wasserwand im Oktogonbrunnen, auch „Hydroschild“ genannt, ebenso wie auf die Außenwand des Gesellschaftshauses werden experimentelle Videoinstallationen projiziert, die häufig an den Blick durch ein Kaleidoskop erinnern.

Winterlicher Palmengarten _ Farbenfrohe Lichtinstallation

German Design Award für die Macher

Die Winterlichter wurden wie in den vergangenen sieben Jahren von Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif aus Unna geschaffen, die im kommenden Februar übrigens mit dem „German Design Award 2020“ in der Kategorie „Lichtarchitektur“ ausgezeichnet werden.

Im Palmenhaus ist zudem eine Klanginstallation von Lasse-Marc Riek zu hören, die der Klangkünstler zum 150-jährigen Bestehen des Palmenhauses komponiert hat. „Sound Dialogues“ verknüpft die Geräusche des Urwaldes mit Rhythmen der heutigen Zeit zu einem fliessenden Klangteppich. Im Märchenzelt in der Galerie können Klein und Groß den Geschichten von geheimnisvollen Wesen und fernen Ländern lauschen.

 

Winterlichter Palmengarten Frankfurt_Farbenfrohe Natur

 

 

Mehr zur den „Winterlichtern“ und den Öffnungszeiten bis zum 12. Januar 2020 (täglich, geschlossen nur am 24. und 31. Dezember) finden Sie auf der Website des Palmengartens.

Text und Fotos: Wolfgang Gerhardt

Deutschland: ein Wegbereiter für den „Mythos van Gogh“

50 Meisterwerke von Vincent van Gogh im Frankfurter Städel Museum

Der Besucherandrang ist riesig, denn die Werke eines Weltstars gastieren in Frankfurt. 50 zentrale Gemälde und Zeichnungen des niederländischen Malers Vincent van Gogh, begleitet von 70 Werken deutscher Künstler, sind bis zum 16. Februar 2020 im Frankfurter Städel Museum zu sehen. Begleiten Sie den Fotografen des Städel-Museums, Norbert Miguletz, auf einem Rundgang durch die Ausstellung.

Für die Ausstellung „Making van Gogh“ wurden die Gartenhallen des Städel Museums umgestaltet. Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Die Schau im Städel „Making van Gogh. Geschichte einer deutschen Liebe“ ist einzigartig, weil sie Vincent van Gogh aus drei völlig unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Sie beschäftigt sich mit der besonderen Malweise von Vincent van Gogh, mit der Entstehung des Mythos um seine Person und seiner nachhaltigen Wirkung auf deutsche Künstler.

Überraschende Vielfalt an unterschiedlichen Stilen

Viele Besucher werden überrascht sein, wie stark sich die Gemälde und Zeichnungen voneinander unterscheiden. Van Gogh war nicht auf einen Stil festgelegt. Vielmehr experimentierte er in der kurzen Schaffenszeit, die nicht mehr als ein Jahrzehnt bis zu seinem Tod im Jahr 1890 umfasste, teils auch zeitgleich, mit Malweisen des Realismus, Impressionismus, Pointilismus, Cloisonismus oder Symbolismus.

Ältere Gemälde zeichnen sich häufig durch flächige Kompositionen aus, bei der die einzelnen Farbzonen streng voneinander getrennt sind – viele der besonders bekannten Motive dagegen durch kurz gesetzte und unverbundene Pinselstriche. Die Ausstellung ermöglicht, aus der Nähe zu studieren, wie diese Bilder von einem übergeordneten Rhythmus durchpulst zu sein scheinen.

50 zentrale Gemälde und Zeichnungen van Goghs – viele aus Museen in Deutschland oder einstmals in deutschen Sammlungen. Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

Zerrbild vom Künstler am Rand des Wahnsinns

Van Gogh zeichnet sich durch eine strukturierte und regelhafte Malweise aus. Es ist deshalb ein Zerrbild, dass man ihn weithin als verkanntes Künstlergenie am Rande des Wahnsinns betrachtet. Mit der Wirklichkeit, die in der Schau deutlich wird, hat das wenig zu tun.

Schon im Jahr 1901 erste Ausstellung in Deutschland

Für van Goghs weltweite Anerkennung wurde Deutschland zu einem entscheidenden Wegbereiter. Die Schwägerin des Künstlers, Johanna von Gogh-Bonger, initiierte 1901 eine erste Ausstellung in Berlin, der bis zum Ersten Weltkrieg fast 120 Ausstellungen in Deutschland folgten, in denen Gemälde von van Gogh zu sehen waren.

So wurde der Maler einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland bekannt. Es festigte sich das Bild eines Vorreiters der modernen Malerei. Rund 150 Werke gelangten damals in private und öffentliche Sammlungen in Deutschland, nur auf Frankreich und die Niederlande entfielen mehr Werke. Die Hinweise zur Provenienz machen deutlich, wie viele Gemälde in der Ausstellung seit mehr als einem Jahrhundert in Deutschland sind oder zumindest für einige Jahre deutsche Eigentümer hatten.

Stilpluralismus van Goghs: Segelboote am Strand von Les Saintes-Maries-de-la-Mer 1888 – Augstine Roulin 1889 – Selbstporträt 1887 – Weiden bei Sonnenuntergang 1888.
© Van Gogh Museum, Amsterdam; © Stedelijk Museum, Amsterdam; © The Art Institute of Chicago; © Kröller-Müller Museum, Otterlo.

Von Dr. Gachet gibt es nur noch den Originalrahmen

Das weltberühmte Bild des Arztes Dr. Gachet hat jedoch eine tragische Vergangenheit: Binnen kurzer Zeit zählte es zu den Glanzstücken des Städel Museums, seit es 1911 angekauft worden war. 1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten das Gemälde und verkauften es. 1990 wurde es für die Rekordsumme von 82,5 Mio. US-Dollar versteigert. Wo es heute ist, ist nur Eingeweihten des Kunstmarktes bekannt. Im Städel verblieb lediglich der Originalrahmen, durch den viele Besucher für ein Foto durchblicken – der Tragweite und Tragik des Verlustes hoffentlich bewusst.

Für deutsche Künstler Befreiungsschlag und Offenbarung

Für viele deutsche Maler der Jahrhundertwende – Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rotluff, Max Pechstein, August Macke oder Gabriele Münter – wurde die Malweise van Goghs zu einem Befreiungsschlag und zur Offenbarung. Ihre Faszination von dem niederländischen Maler war teilweise so ausgeprägt, dass Emil Nolde seinen Mitstreitern riet, ihre Künstlervereinigung nicht „Brücke“, sondern Van Goghiana“ zu nennen. Ihre Werke erweitern eindrücklich den Horizont der Ausstellung.

Ein starkes Zeichen für die Offenheit Frankfurts

Wie wichtig van Gogh für das Städel war und ist, betont die Vorsitzende des Städelschen Museums-Vereins e.V., Sylvia von Metzler: „Als der Städelsche Museums-Verein 1908 erste Werke Vincent van Goghs für das Städel Museum erwarb, war dies eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung. Ohne die progressiven Sammlerpersönlichkeiten in der Stadt, die Bürgerschaft und vor allem die den Frankfurtern eigene Offenheit gegenüber neuen künstlerischen Strömungen wäre das Städel nicht das, was es heute ist.“

 

Mehr zur Ausstellung finden Sie unter auf der Website des Städel Museums (www.staedelmuseum.de)

 

Titelbild: Foto: Städel Museum – Norbert Miguletz

 

Von: Wolfgang Gerhardt.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt

Duftende Lebkuchen und glitzernde Lichter: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt zieht Besucher aus aller Welt an

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück und zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Bis ins Jahr 1393 lässt sich nachweisen, dass an Weihnachten in Frankfurt Märkte stattfanden. Traditioneller Mittelpunkt des Marktes ist der Römerberg, der mit seinen historischen Fachwerkhäusern die Kulisse für einen der schönsten und größten Weihnachtsmärkte des Landes bietet. Die durchschnittlich drei Millionen Besucher können 2019 vom 25. November bis zum 22. Dezember die festliche Stimmung zwischen Innenstadt und Römerberg genießen.

Highlight der Eröffnungsfeier am 25. November auf dem Römerberg wird ein Live-Konzert mit Weihnachtsliedern, präsentiert von Dana Winner, sein. Und bis zum 22. Dezember reicht das musikalische Angebot von der Darbietung internationaler Weihnachtslieder auf der Bühne am Römerberg, dem Spiel der Turmbläser der Alten Nikolaikirche bis hin zum großen Stadtgeläut mit dem zeitgleichen Läuten von 50 Glocken.

Die diesjährige Glühweintasse ist eine Hommage an die Frankfurt am Main als Stadt der Theater und Bühnen. Die dunkelgrüne Tasse ziert eine Skizze der Alten Oper, stellvertretend für die vielen Bühnen und Theater der Stadt. Stilisierte Weihnachtsmänner mimen Schauspieler und bekannte Theaterrollen im Scheinwerferlicht. Im glühweinroten Innendekor findet sich ein Faust-Zitat.

Frankfurt Christmas Market - © #visitfrankfurt, Holger Ullmann

Frankfurt Christmas Market – © #visitfrankfurt, Holger Ullmann

Von Apfelwein bis Zimtstern

Über 200 Weihnachtsmarktbuden locken die Besucher mit weihnachtlichen Geschenken, Kitsch und Leckereien. Neben den Klassikern, gebrannte Mandeln, Glühwein und Bratwürstchen, erfreuen sich typische Frankfurter Weihnachtsspezialitäten wie Bethmännchen, warmer Apfelwein und Quetschmännchen besonderer Beliebtheit.

Neben der kulinarischen Vielfalt erwarten den Besucher klassische Weihnachtsmarktartikel aus den Bereichen Dekoration und Volkskunst, aber auch modernes Kunsthandwerk und typische Frankfurter Waren wie Dippe und Steinguterzeugnisse. Auf dem angrenzenden Kunsthandwerksmarkt in den Römerhallen sowie der Paulskirche gibt es zudem die Möglichkeit, sich auf die Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk zu machen. Der Kunstmarkt in den Römerhallen beginnt am 6. Dezember. Für alle diejenigen, die sich schon ein paar Tage zuvor auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken begeben wollen, öffnet der Kunstmarkt in der Paulskirche schon am 26. November. Auch vor den Toren der Stadt findet sich außerdem eine Vielzahl romantischer Weihnachtsmärkte in Odenwald, Rheingau, Taunus und Wetterau.

Weihnachtsmarktführungen

Am 15. Dezember wird für Blinde und Sehbehinderte die Weihnachtsmarktführung „Glühwein, Geschichten & Gebäck“ angeboten und die Frankfurter Weihnachtsmarkt-Spezialitäten vorgestellt. Begleitet vom Duft gebrannter Mandeln lernen Blinde und Sehbehinderte bei diesem Rundgang den Frankfurter Weihnachtsmarkt kennen und erfahren dabei allerlei Geschichten über das historische und moderne Frankfurt sowie Frankfurter Persönlichkeiten.

Zudem bietet das Frankfurter Tourismusbüro einen eineinhalb stündigen Rundgang über den Frankfurter Weihnachtsmarkt an. Die Highlights sind Karussellfahrten, Glühwein, eine Bethmännchen- Kostprobe und der Besuch der Dachgalerie der Alten Nikolaikirche.

Ein weiteres Highlight stellt ein geführter Adventsspazierganz durch die verwinkelten Gassen der neuen Frankfurter Altstadt dar. Die Besucher erwartet eine spannende Mischung aus Neubauten und Rekonstruktionen.

Rosa Weihnacht

An der Frankfurter Hauptwache finden sich weitere Weihnachtsmarktstände, die das klassische Weihnachtsmarktgelände bis auf die Shoppingmeile Zeil erweitern und somit einen Übergang zum Weihnachtsbummel bilden. Auf dem Friedrich-Stolze-Platz findet zudem die sogenannte „Rosa Weihnacht“ statt, die von der Gay Community des Rhein-Main-Gebietes ausgerichtet wird und mit bunten Lichtern sowie ausgefallener Dekoration und Gestaltung eine besondere Atmosphäre schafft.

Alle Informationen rund um die Anreise, Veranstaltungsanmeldungen, den Frankfurter Weihnachtsbaum oder die Glühweintassen hat das Frankfurter Tourismusbüro für Besucher hier zusammengestellt.

 

Bildnachweis: © #visitfrankfurt, Holger Ullmann, www.frankfurt-tourismus.de