Eine 360-Grad-Perspektive auf Frankfurt und die Region

Erste Spuren des Brexits in Frankfurt entdecken? Oder ein Stadtspaziergang der musikalischen Merkwürdigkeiten von Mozart bis The Doors? Die Main-Metropole mit den Augen eines ehemaligen Obdachlosen betrachten? Oder beim Irish Roadbowling den Frankfurter Stadtwald erkunden? Gossip und Liebesgeschichten, indische Orte, Graffiti und Streetart, Spionage und Geheimbünde oder die beliebtesten Wasserhäuschen in Frankfurt kennenlernen?

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des mittlerweile über 250 unterschiedliche Stadtevents umfassenden Rundumblicks auf Frankfurt, den das Magazin Journal Frankfurt in Zusammenarbeit mit dem renommierten Stadtführer Christian Setzepfandt seit 2009 anbietet. Im Zentrum des Programms steht die Frage: Wir reisen in fremde Länder und ferne Städte, aber was wissen wir eigentlich über die eigene Heimatstadt am Main? Ziel des umfassenden Programms ist es daher, den Frankfurtern einen neuen Blick auf Ihre Stadt zu ermöglichen, dabei in unbekannte aber reizvolle Orte und Lebenswelten, Traditionen und Geschichten der Stadt einzutauchen und hinter die Kulissen von Kulturbetrieben, Unternehmen, bekannten Gebäuden und Frankfurter Institutionen zu blicken. Touristen und neu Zugezogenen dagegen wollen die Veranstalter den Facettenreichtum Frankfurts jenseits der lange überholten Vorurteile von lebloser Pendlerstadt, Rotlichtmilieu und Kriminalität näherbringen und für die Teilnehmer hautnah erlebbar machen, indem sie Stadtteile, Historisches, Unerwartetes, Kurioses, Gruseliges, Faszinierendes, Romantisches und verborgene Schätze entdecken.

Neben der Vielzahl origineller Stadtführungen in den Kategorien Architektur und besondere Gebäude, geheime Orte, Parks und Natur, Kinder, Familien und Senioren, Kultur, Kunst und Stadtgeschichte, Party und Rotlicht sowie Straßen und Stadtteile, umfasst das Programm unterschiedliche Workshops zum Thema Frankfurt und darüber hinaus. Das Angebot reicht von den eher klassischen Kursen zu Fotografie in Frankfurt, Sporttechniken erlernen und Kochen von heimischen Spezialitäten bis hin zu ausgefallenen Workshops zu den Themen Apfelwein, Flugzeugpilot im Flugsimulator, Trickfilmanimation oder Seifenblasen selber machen für Erwachsene.

Aber das Angebot des Journal Frankfurts ist nicht auf die Main-Metropole begrenzt, sondern lädt ein, das gesamte Frankfurter Umland zu erkunden: Angefangen bei den Offenbacher Führungen zu den Themen Wetter, industrieller Wandel, Offenbacher Hafen oder Migration in Offenbach zwischen Träumen und Existenzängsten, über eine Sektprobe an der Bergstraße, ein Treffen mit einem Kasseler Stadtimker bis hin zu Workshops zur kreativen Odenwälder Landhausküche oder einer kulinarischen Genusstour durch die Wetterau.

Die frühe Planung der Teilnahme an den Stadtevents lohnt sich. Einige besonders außergewöhnliche Führungen und Workshops finden nur wenige Male im Jahr statt. Die Preisspanne reicht von kostenlosen Events bis zu 89 Euro Teilnahmegebühr; die Preise bewegen sich in der Regel aber im Rahmen von 20 Euro pro Person. Ein wachsender Teil der Stadtevents wird auch in englischer Sprache angeboten. Das gesamte Angebot des Journal Frankfurts finden Sie hier.

Bunte Lichter und Klänge gegen die Winterdunkelheit

Im Winter leiden Parks und Gärten klassischerweise unter Besucherschwund; selbst beliebten Parks wie dem Frankfurter Palmengarten geht es da nicht anders. Auch um diesem Trend zu trotzen, aber vor allem um die winterliche Abenddämmerung in bunte Lichter zu tauchen und das Gelände des Palmengartens in eine leuchtende Zauberlandschaft zu verwandeln, zeigt der Palmengarten vom 9. Dezember bis zum 21. Januar die Ausstellung „Winterlichter“.

Grundgedanke des Projektes ist es, Lichteffekte und Bilder, Videos und Dias auf Bäume, Pflanzen, und Wiesen sowie Figuren und Wasseroberflächen zu projizieren und diese Installationen mit Musik zu untermalen. Die besinnliche Stimmung des beleuchteten Parks kann dabei als Gegensatz zur geschäftigen, belebten Stadtatmosphäre verstanden werden. Eines der Highlights ist das imposante Eingangshaus des Palmengartens, dessen Kuppel durch die Beleuchtung wie eine geschüttelte Schneekugel erscheint. Ein anderes ist eine bunte, lebensgroße Pferdeherde, die dem winterlichen Palmengarten ein magisches Erscheinungsbild verleiht.

Künstler Wolfgang Flammersfeld entwickelte das Konzept, musikalische Lichteffekte in Parks als Kontrast zur frühen winterlichen Abenddämmerung, quasi im Alleingang und musste anfangs nicht wenig Gegenwind überwinden. 2006 konnte Flammersfeld die Ausstellung dann erstmals im Dortmunder Westfalenpark realisieren, wo sie in diesem Jahr bereits zum zwölften Mal ihre Tore öffnete. Daraufhin wurden seine Installationen neben dem Frankfurter Palmengarten, der die Winterlichter schon zum sechsten Mal zeigt, auch in Mannheim, Erfurt und Bonn umgesetzt. Im Palmengarten kletterten die Besucherzahlen von 1.500 im ersten Jahr auf mehr als 32.000 Besucher im Jahr 2016. Dabei hat sich die Ausstellung bisher in jedem Jahr vergrößert und mit mehr Installationen gelockt.

Die insgesamt 17. Installationen aus 700 Lampen (696 davon LED-Lampen), vier Video-Installationen und fünf Dia-Projektionen können jeden Tag, außer an Heiligabend und Silvester, zwischen 17 und 21 Uhr bewundert werden; der Rundgang durch die gesamte Ausstellung dauert eine gute Stunde. Nach dem Besuch der Ausstellung laden das Café Winterlichter und das Café Siesmayer zum Aufwärmen, Glühweintrinken und zu einem Snack ein.

Weltweit erste Einzelausstellung der „Queen of Less“

Jil Sander gehört zu den einflussreichsten zeitgenössischen Modedesignern. Die schlichte und zeitlose Eleganz ihrer Entwürfe, gepaart mit den hochwertigen Materialien und raffinierten Schnitten brachte ihr den Titel „Queen of Less“ ein. Schließlich sind es die Zurückhaltung und die Klarheit, die Jil Sanders Mode spektakulär machen. Eine Ausstellung des Frankfurter Museums für Angewandte Kunst (MAK) mit dem Titel „Jil Sander. Präsens“ widmet sich jetzt der Ästhetik der Designerin in ihrer Mode sowie darüber hinaus und vermittelt diese dem Besucher durch multimediale Elemente.

Bis ins kleinste Detail hat die Modedesignerin selbst, in enger Zusammenarbeit mit dem Museum und vor allem mit Museumsdirektor Matthias Wagner K, die weltweit erste Einzelausstellung zu ihrem vielseitigen Gesamtwerk in einem Museum mitentworfen und umgesetzt.

Auf drei Etagen und über 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche, fast der gesamten Museumsfläche des MAK, wird der Besucher nicht chronologisch durch Leben und Schaffen der Modedesignerin geführt, sondern thematisch. Die Ausstellung ist kein Rückblick auf die Karriere Sanders und die Geschichte des Unternehmens, keine Retrospektive ihrer Kollektionen – Zeitangaben fehlen völlig an den Exponaten und unterstreichen somit die Zeitlosigkeit von Sanders Entwürfen. Der Besucher erkundet vielmehr das Gesamtwerk der Künstlerin und durchläuft dabei Räume zu den Themen Modekollektionen, Accessoires, Kosmetik, Modefotografie und Kampagnen, aber auch zu Architektur und Gartenkunst. Ein Laufsteg, Sanders Atelier sowie ein Flagshipstore wurden für die Ausstellung nachgebildet.

Sanders Wahl für die erste Ausstellung zu ihrem Werk fiel nicht ohne Grund auf das MAK. Das Gebäude von Richard Meier spiegelt durch seine geradlinige und transparente Architektur das Klare und Reduzierte von Sanders Mode wider und bildet einen idealen Rahmen für die Ausstellung. Wegen der Architektur des MAK und wegen des überzeugenden Konzepts von Museumsdirektor Matthias Wagner K kam die Ausstellung zuerst nach Frankfurt und ging nicht nach London, New York oder in eine klassische Modemetropole.

Abgerundet wird das Gesamterlebnis „Jil Sander. Präsens“ von der Musik des Soundesigners Frédéric Sanchez, der schon die Musik zu Sanders Modeschauen lieferte, und dessen zurückhaltendem, elektronischem Sound. Die Ausstellung ist damit weit mehr als ein Rückblick auf Sanders Mode, sie ist multimediales Gesamterlebnis, ein Zusammenspiel von Architektur, Licht, Film, Musik, Text, Fotografie, Mode und Kunst, das die schlichte Eleganz der Designerin für den Besucher erlebbar macht.

„Jil Sander. Präsens“ kann noch bis zum 6. Mai 2018 im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst besucht werden.

 

Bildnachweis: Portrait Jil Sander, Marie Claire Germany, 1991 © Peter Lindbergh

Einzigartige Konzert-Projekte beim Deutschen Jazzfestival in Frankfurt

Das Deutsche Jazzfestival in Frankfurt besticht vor allem durch seine musikalische und kulturelle Vielfalt. Kein anderes deutsches Festival kann so viele einmalige, kulturübergreifende Auftritte vorweisen. Dem besonderen Profil des 1953 erstmalig veranstalteten Festivals entsprechend, umfasst das Programm sowohl namhafte deutsche als auch internationale Jazzmusiker, die in einzigartigen Bühnenbegegnungen und herausragenden Festival-Projekten gemeinsame Auftritte bestreiten.

Die umfassende Förderung der Veranstaltung ermöglicht es auch dem Jazz-Nachwuchs, einen festen Platz innerhalb des Festivalprogramms einzunehmen. Nachwuchsmusikern aus Hessen wird auf diesem Wege eine Plattform geboten. In der Vergangenheit konnten so bedeutende Jazz-Musiker ihre Karriere beim Deutschen Jazzfestival in Frankfurt beginnen. Zudem zeichnet sich das Festival durch einen Mix aus verschiedenen Stilrichtungen aus: eine musikalische Bandbreite von klassischen Einflüssen wie der Gospel-Tradition bis hin zu modernen Elemente wie Underground-Hip-Hop und Avantgarde-Jazz prägt die verschiedenen Konzerte.

Durch dieses Konzept der Vielfalt und der Begegnung zwischen Stars der Szene und Newcomern, nationalen und internationalen Künstlern, von traditionellen Einflüssen und modernen, experimentellen Elementen entstehen im Rahmen des Deutschen Jazzfestival außergewöhnliche Auftritte und einmalige Musikerlebnisse, die in dieser Art nur im Rahmen des Festivals zu erleben sind.

In diesem Jahr findet das Festival, organisiert vom Hessischen Rundfunk, in seiner 48. Ausgabe statt. Vom 25. bis zum 29. Oktober stehen mehr als ein Duzend Konzerte in der Alten-Oper, dem Musonturm sowie in den Räumlichkeiten des Hessischen Rundfunks auf dem Programm. Das Deutsche Jazzfestival wird zudem live in hr2-Kultur übertragen sowie zu einem späteren Zeitpunkt in hr2-Live Jazz ausgestrahlt.

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt – regionale Spezialitäten, internationale Weihnachtslieder und ein festliches Lichtermeer

Der Frankfurter Weihnachtsmarkt blickt auf eine lange Tradition zurück und zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten Deutschlands. Bis ins Jahr 1393 lässt sich nachweisen, dass an Weihnachten in Frankfurt Märkte stattfanden. Traditioneller Mittelpunkt des Marktes ist der Römerberg, der mit seinen historischen Fachwerkhäusern die Kulisse für einen der schönsten und größten Weihnachtsmärkte des Landes bietet. Die durchschnittlich drei Millionen Besucher können 2017 vom 27. November bis zum 22. Dezember die festliche Stimmung zwischen Innenstadt und Römerberg genießen.

In diesem Jahr steht der Weihnachtsmarkt unter dem Motto Musikstadt Frankfurt. Passend hierzu ist die diesjährige Weihnachtsmarkttasse mit dem Text eines Weihnachtliedes versehen – mit welchem können die Besucher ab dem Eröffnungstag herausfinden. Highlight der Eröffnungsfeier am 27. November wird der Auftritt von Schlagersängerin Michelle sein. Und bis zum 22. Dezember reicht das musikalische Angebot von der Darbietung internationaler Weihnachtslieder, dem Spiel der Turmbläser der Alten Nikolaikirche bis hin zum großen Stadtgeläut mit dem zeitgleichen Läuten von 50 Glocken.

Über 200 Weihnachtsmarktbuden locken die Besucher mit Kitsch und Leckereien. Neben den Klassikern, gebrannte Mandeln, Glühwein und Bratwürstchen, erfreuen sich typische Frankfurter Weihnachtsspezialitäten wie Bethmännchen, warmer Apfelwein und Quetschmännchen besonderer Beliebtheit. Außerdem können traditionelle regionale Gerichte in ausgefallenen Interpretationen, wie beispielsweise Grüne Soße-Crêpes mit Ochsenbrust oder Handkäs-Fondue, probiert werden. Neben der kulinarischen Vielfalt erwarten den Besucher klassische Weihnachtsmarktartikel aus den Bereichen Dekoration und Volkskunst, aber auch modernes Kunsthandwerk und typische Frankfurter Waren wie Dippe und Steinguterzeugnisse. Auf dem angrenzenden Kunsthandwerksmarkt in den Römerhallen sowie der Paulskirche gibt es zudem die Möglichkeit, sich auf die Suche nach einem außergewöhnlichen Weihnachtsgeschenk zu machen.

An den Adventswochenenden wird, in vielen Sprachen sowie für Blinde und Sehbehinderte, die Weihnachtsmarktführung „Glühwein, Geschichten & Gebäck“ angeboten und die Frankfurter Weihnachtsmarkt-Spezialitäten vorgestellt. Auch Geschichten über das historische und moderne Frankfurt, den Weihnachtsmarkt und bekannte Frankfurter Persönlichkeiten sind Teil des Rundgangs, der mit einem Besuch der Dachgalerie der Alten Nikolaikirche und dem spektakulären Blick auf das Lichtermeer von Weihnachtsmarkt und Skyline gekrönt wird.

An der Frankfurter Hauptwache finden sich weitere Weihnachtsmarktstände, die das klassische Weihnachtsmarktgelände bis auf die Shoppingmeile Zeil erweitern und somit einen Übergang zum Weihnachtsbummel bilden. Auf dem Friedrich-Stolze-Platz findet zudem die sogenannte „Rosa Weihnacht“ statt, die von der Gay Community des Rhein-Main-Gebietes ausgerichtet wird und mit bunten Lichtern sowie ausgefallener Dekoration und Gestaltung eine besondere Atmosphäre schafft. Neben diesem zusammenhängenden Weihnachtsmarktgelände laden auch Frankfurt-Höchst und Sachsenhausen zum Besuch kleiner Stadtteilweihnachtsmärkte ein. Vor den Toren der Stadt findet sich außerdem eine Vielzahl romantischer Weihnachtsmärkte in Odenwald, Rheingau, Taunus und Wetterau.

 

Bildnachweis: www.frankfurt-tourismus.de

Europa-Kulturtage der EZB: Inspirierendes Spanien

Die Europa-Kulturtage der EZB haben Tradition. Seit 2003 werden gegen Ende des Jahres in den kulturellen Einrichtungen der Stadt Frankfurt am Main zahlreiche herausragende künstlerische Darbietungen aus den Bereichen Musik, Tanz und Theater präsentiert. Ebenfalls auf dem Programm stehen Vorträge über Kunst, Ausstellungen, Literaturveranstaltungen, Filme sowie Veranstaltungen für Kinder. Die EZB organisiert die KULTURTAGE zusammen mit der nationalen Zentralbank des jeweiligen Gastlands. Dabei wird sie von vielen Partnern unterstützt, denen die Förderung der europäischen Kunst und Kultur am Herzen liegt.

2017 steht Spanien im Mittelpunkt der gemeinsam von der Europäischen Zentralbank und der Banco de España ausgerichteten EUROPA-KULTURTAGE. Einwohner und Besucher der Stadt Frankfurt sowie der Rhein-Main-Region können sich im Rahmen dieser Veranstaltung von der inspirierenden Kultur dieses Landes in den Bann ziehen lassen. Den Auftakt bildet am 24. August das Europa Open Air auf der Weseler Werft mit dem hr-Sinfonieorchester.

Detaillierte Informationen zu den Veranstaltungen sind im Veranstaltungsmagazin zusammengefasst (Download).

 

Bildnachweis: Banco de Espana

 

Lichtinstallation zur Frankfurter Buchmesse

Lyon schenkt Frankfurt eine Lichtinstallation. Während der diesjährigen Buchmesse strahlt der Frankfurter Römer in den schillerndsten Farben. Rot, blau, gelb und grün setzt der Pariser Lichtkünstler Patrice Warrener vom 9.–14. Oktober 2017 die Rathausgiebel in Szene. Die Illumination ist ein Geschenk der französischen Partnerstadt anlässlich der Bücherschau, bei der Frankreich in diesem Jahr Gastland ist.Premiere ist am 9. Oktober um 20 Uhr, wenn die Oberbürgermeister Frankfurts und Lyons, Peter Feldmann und Georges Kénépékian, den Startknopf drücken. Danach leuchtet der Römer bis 14. Oktober jeden Abend von 19 bis 23 Uhr.

Der Lichtkünstler Patrice Warrener hat mittels des speziellen CHROMOLITHE© Systems in den letzten 15 Jahren mehr als 60 Lichtinstallationen in der ganzen Welt geschaffen. Regelmäßig sind seine Lichtkunstwerke bei den „Fêtes des Lumières“ in Lyon zu sehen. Dieses Lichterfest ist das weltweit älteste und bedeutendste Festival der Lichtkunst, das auf einer jahrhundertealten Tradition und dem technischen Know-how der Stadt Lyon beruht.Die Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt am Main und Lyon wurde am 15. Oktober 1960 gegründet und ist damit die älteste internationale Städteverschwisterung Frankfurts.

Infoflyer zum Download
Foto auf dem Flyer: ©Chromolithe Patrice Warrener

 

Frankfurt feiert Museen am Main

Zwei Millionen Menschen besuchen jährlich das Museumsuferfest in der Bankenstadt Frankfurt. Von 25. bis 27. August ist es wieder so weit.

Es gilt als eines der größten und spektakulärsten Kunst- und Kulturfestivals in Europa: das Frankfurter Museumsuferfest. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass jährlich circa zwei Millionen Menschen an den Main kommen, wenn an seinem nördlichen und südlichen Ufer vor der beeindruckenden Kulisse der Frankfurter Skyline die Türen der Museen bis spät in die Nacht geöffnet sind.

Ein facettenreiches Bühnenprogramm, zahlreiche Inszenierungen sowie kulinarische Spezialitäten aus der ganzen Welt ergänzen das Programm des dreitägigen Museumsuferfestes, das am 27. August um 22 Uhr mit einem Feuerwerk endet.

Hier können Sie das Programm für das Museumsuferfest 2017 online anschauen oder das Programmheft als pdf herunterladen.

Bildnachweis: visitfrankfurt  / Holger Ullmann

歓迎される – Willkommen

Frankfurt am Main wird der künftige EU-Standort der Finanzhäuser Mizuho Securities, Daiwa Securities, Sumitomo Mitsui Financial Group und Nomura werden. Doch aus welchen Gründen entscheiden sich ausländische Banken für Frankfurt? Und wo liegen die Chancen und Herausforderungen eines Umzugs? Ein Interview mit Dr. Oliver Wagner, Geschäftsführer des Verbands der Auslandsbanken in Deutschland e.V.

Warum kommen ausländische Banken nach Frankfurt?

Dr. Oliver Wagner: Es ist ein Bündel von Motiven, warum sich Banken für Frankfurt entscheiden. In regionaler Hinsicht sind dies nicht nur die zentrale Lage des Rhein Main-Gebiets quasi in der Mitte der Bundesrepublik, die guten Verkehrsanbindungen mit dem internationalen Flughafen und dem zentralen Hauptbahnhof mit guten ICE-Verbindungen sowie Autobahnen, sondern auch die vergleichsweise günstigen Büromieten und die umfassende IT-Infrastruktur. Hinzu kommen die Nähe zur Börse, die fast 200 im Raum Frankfurt vertretenen Banken – darunter auch circa 160 Auslandsbanken – mit ihren über 70.000 Mitarbeitern und Präsenz der Berater, Prüfer und Kanzleien. Standortunabhängig sind sicherlich die leistungsfähige, verlässliche und gesprächsoffene Aufsicht von BaFin und Bundesbank entscheidend, die auch Gespräche und in weiten Teilen Dokumentationen in englischer Sprache zulässt. Die Aufzählung ist bei weitem nicht abschließend, betont sei aber, dass es weder Steuergeschenke noch sonstige Vergünstigungen gab, wie wir es aus anderen Standorten gehört haben.

Was sind die größten Herausforderungen für ein Unternehmen, das im Zuge des Brexit nun den EU-Standort verlagert?

Wagner: Das kann man nicht so pauschal beantworten, da dies sehr davon abhängt, auf welcher Struktur man aufbauen kann. Banken, die bisher nicht in Deutschland tätig waren, müssen nicht nur eine entsprechende Erlaubnis der Aufsicht beantragen, was den Erfahrungen nach rund ein Jahr dauern kann. Dies gilt auch für solche Häuser, die bisher mit Hilfe des EU-Passes tätig waren. Auch diese brauchen eine neue Erlaubnis und werden insbesondere im Marktfolgebereich Mitarbeiter und Infrastrukturen aufbauen. Werden zudem neue Geschäftsbereiche wie beispielsweise das Broker-Dealer-Geschäft neu etabliert, sind umfangreiche Investitionen notwendig. Die große Frage ist, wie man weiterhin die bestehenden Strukturen nutzen kann, eventuell auch im Wege des Outsourcing. Generell gilt, es werden sich viele aufsichtsrechtliche und steuerliche Fragen stellen.

Und worin bestehen die größten Chancen?

Wagner: Zunächst einmal glaube ich, dass der Brexit weder für die Europäische Union noch das Vereinigte Königreich eine positive Entwicklung ist. In Zeiten der Globalisierung und vernetzter Märkte sind zersplitterte und fragmentierte Märkte für fast alle Beteiligten mit Kostenbelastungen und erheblichem zusätzlichem Aufwand verbunden. Will man diesem disruptiven Ereignis doch etwas Positives abgewinnen, wird es vielleicht die Chance sein, dass ein Unternehmen sich neu ordnen und das Bisherige auf den Prüfstand stellen kann.
Worauf sollte bei den Brexit-Verhandlungen aus Sicht der Finanzbranche unbedingt geachtet werden?
Es sollten auf jeden Fall Übergangsfristen vereinbart werden. Es ist absehbar, dass in den kommenden Monaten bis Ende März 2019 nicht alles so geregelt werden kann, dass am 20. März 2019 ein rechtssicherer und reibungsloser Übergang erfolgen kann. Diese Rechtssicherheit für Produkte und Dienstleistungen ist erforderlich, nicht zuletzt im Sinne der Finanzstabilität.

Wer siedelt sich am Finanzplatz Frankfurt an?

„Japanische Banken haben sehr früh vor den Folgen des Brexit gewarnt und zählen nun zu den ersten, die reagieren“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance. „Als nächstes erwarten wir die Entscheidungen der amerikanischen und europäischen Banken und sind auch hier zuversichtlich.“ Wer die Finanzhäuser sind, die nach Frankfurt kommen, zeigt ein Überblick ausgewählter Kennzahlen im Vergleich zum Deutsche Bank Konzern.

 

Frankfurt wächst: in die Höhe

Frankfurt hat viel zu bieten: Neben Apfelwein und Handkäs‘ vor allem die einzige Skyline Deutschlands, die im internationalen Vergleich besteht. Und die Stadt wächst weiter nach oben.

Die Stadt am Main richtet sich im Zuge des Austritts der Briten aus der Europäischen Union (EU) auf Wachstum ein. Pro Jahr könnten zwischen 15.000 und 20.000 Menschen nach Frankfurt kommen. Tatsächlich haben sich inzwischen die ersten Banken entschieden, dorthin ihre Europa-Zentrale zu verlegen. Denn Banken außerhalb Europas benötigen einen sogenannten EU-Pass, damit sie Geschäfte innerhalb der EU tätigen können. Besitzen sie eine Lizenz in Großbritannien, können sie nach einem Brexit in keinem EU-Land mehr ihre Geschäfte ausüben.

Folglich sind sowohl Büroflächen als auch Wohnraum gefragt. In den kommenden Jahren sollen 20 neue Hochhäuser entstehen. Rund 300.000 Quadratmeter Bürofläche sind in der Planung. Dabei sollen die neuen Gebäude nicht nur durch ihre Höhe, sondern auch durch architektonischen Charme überzeugen. Ein Überblick.

Eine interaktive Karte finden Sie hier!

1. Deutsche-Bank-Areal (2021/2022)

Vier gläserne Türme mit begrünten Terrassen auf dem Sockel sollen bis 2022 an dem Ort am Roßmarkt entstehen, den die Deutschen Bank seit Jahrzenten als Händlerzentrum nutzt. Die alten Gebäude ersetzt ein funktional gemischtes Quartier mit vier Hochhäusern: ein 228 Meter hoher Hotel- und Büroturm, zwei 120 und 173 Meter hohe Wohntürme und ein 100 Meter hoher Büroturm. In einem Architekturwettbewerb hatte sich das niederländische Büro UN Studio mit diesem Entwurf gegen 14 Konkurrenten durchgesetzt. Die ersten Türme sollen bereits 2021 fertig sein. Der Bauherr Groß & Partner startet noch in diesem Jahr mit dem Abriss.

2. Henninger Turm (2017/2018)

Fast fertig ist eines der beliebtesten Frankfurter Wahrzeichen, das sich architektonisch neu erfunden hat: Der Henninger Turm zählt zu den Gewinnern der internationalen Iconic Awards 2015 und wurde in der Kategorie „Architecture / Domestic“ als Beispiel für „visionäre Architektur“ ausgezeichnet. Das neue Wohnhochhaus ist mit 140 Metern höher als der 1961 errichtete Turm, der eine Höhe von etwa 120 Metern aufwies. Der auffällige, fassförmige, obere Turmteil bleibt erhalten. Dort gibt es ein Restaurant mit Rundumblick sowie im 38. Stock eine Aussichtsplattform. In einem Sockelgebäude neben dem Henninger Turm entstehen zusätzliche Gastronomie- und Einkaufsmöglichkeiten.

3. Tower 90 (2018)

Im Europaviertel, gegenüber dem „Grand Tower“ soll bis 2018 ein Hochhaus mit hängenden Gärten auf dem ehemaligen Telenorma-Areal in die Höhe ragen. „Tower 90“ lautet die Bezeichnung des 90 Meter hohen Turms mit 28 Geschossen, in denen um die 212 Eigentumswohnungen entstehen. Auf dem 13.700 m² großen Gelände soll es zudem einen 60 Meter hohen Hotelturm und einen großen Supermarkt geben.

4. Grand Tower (2019)

Mit 172 Metern das höchste Wohnhochhaus Deutschlands soll bald schon in unmittelbarer Nähe zum Skyline Plaza zu finden sein. Auf 47 Stockwerken sind 401 Eigentumswohnungen geplant. Auch Penthouse-Wohnungen mit bis zu 270 Quadratmetern werden in dem Tower an der Kreuzung Europa-Allee und Osloer Straße zu finden sein. Der luxuriöse Charakter des Turms wird durch verschiedene Serviceleistungen unterstrichen. Ende 2017 soll der Rohbau fertig sein, der Einzug kann ab Mitte 2019 stattfinden. Die Untergeschosse mit gläsernen Waben am Einkaufszentrum „Skyline Plaza“ sind bereits gebaut.

5. Porsche Design Tower (2018)

Das erste europäische Wohnhochhaus der Luxus- und Lifestyle-Marke Porsche Design soll im Neubaugebiet auf dem ehemaligen Güterbahnhof (Emser Brücke im Europaviertel) entstehen. Ungefähr 100 Meter soll es hoch werden und bis Ende 2018 vollmöblierte Suiten und Penthouse-Wohnungen im Porsche Design aufweisen. Sehenswert wird es jedoch nicht nur von innen sein: Die außergewöhnlich Fassade soll Loggien zeigen, die wie aufgezogene Schubladen herausragen.

6. Cascada – Rising Residences (2018)

Die Bauarbeiten am 60 Meter hohen Cascada – Rising Residences im Europaviertel haben bereits begonnen. Der Sockelbau des Wohnhochhauses soll C-förmig gebaut werden und einen zentralen Garten umrahmen. Wie bei den anderen neuen Wohnhochhaus-Projekten sind auch hier eine Mischung aus unterschiedlichen Wohnungsgrößen und -typen vorgesehen. Bereits ab 2018 werden die Wohnungen bezugsfertig sein.

7. Die Marieninsel (2019)

Im Herzen des Frankfurter Bankenviertels, direkt gegenüber von den Zwillingstürmen der Deutschen Bank entsteht die sogenannte Marieninsel mit zwei neuen Bürohochhäusern. Der 155 Meter hohe Marienturm mit etwa 44.900 Quadratmetern Mietfläche soll Anfang 2019 bezogen werden können. Das 40 Meter hohe Marienforum mit 11.700 Quadratmetern Fläche soll bereits 2018 fertiggestellt sein soll. Das Innere der Gebäude wird von der mailändischen Designerin Patricia Urquiola geplant. Der Marienplatz soll durch gastronomische Angebote und Einzelhandelsflächen überzeugen.

8. Omniturm (2018)

Leben, wie in New York: Der neue „Omniturm“ im Bankenviertel soll Wohnen, Hotel, Gastronomie, Gewerbe, Büros und öffentliche Flächen unter einem Dach vereinen. Der 183 Meter hohe, gläserne Wolkenkratzer ist als „innovatives Mischnutzungsobjekt“ geplant. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

9. One Forty West (2020/2021)

In der Nähe der Messe, wo vor wenigen Jahren ein ehemaliger Universitäts-Turm in einer spektakulären Aktion kontrolliert gesprengt wurde, entsteht der 140 Meter hohe „One Forty West“. In die ersten 15 von 40 Etagen zieht ein Hotel, drei Etagen sind für Service-Appartements reserviert, und in den oberen Stockwerken sollen bis zu 300 Wohnungen entstehen. Das Richtfest ist für das ersten Quartal 2019 geplant.

10. Axis

Schon Ende 2017 bezugsfähig sollen zwei weitere neue Wohntürme an der Europa-Allee 165 sein: Im 60 Meter hohen „Axis“ wohnen bereits die ersten Eigentümer. In der Fertigstellung befindet sich das ebenfalls 60 Meter hohe „Praedium“. In den 19 Stockwerken des Gebäudes haben 242 Eigentumswohnungen, acht Läden, ein Restaurant und ein Büro Platz.

11. Drei Schwestern

Wohnen in der Innenstadt: Das sollen die Hochhäuser „Drei Schwestern“ direkt am Einkaufszentrum „MyZeil“ ab Mitte 2020 ermöglichen. Die geplante Höhe der drei Wohntürme beträgt 44, 60 und 85 Meter. Sie sollen bis zu 500 kleine Wohnungen sowie mietbare, gemeinsame Speiseräume für größere Feiern umfassen. Zudem soll das Projekt noch einen neuen Namen bekommen.

12. Winx (2017)

Mitte des Jahres soll am sogenannten Maintor-Areal am Frankfurter Schauspiel der Rohbau des Büroturms „Winx“ fertig sein. Der 110 Meter hohe Turm wird auf 42.000 Quadratmetern Büros und Gastronomie beherbergen. Er liegt in erster Reihe direkt am Main und wird einen sagenhaft-schönen Ausblick auf Stadt und Fluss bieten.

13. One (2021)

Bis 2021 sollen die 49 Geschosse des Hotel- und Büroturms „One“ fertiggestellt sein. Der 190 Meter hohe Turm, der in der Nähe der Hochhäuser Tower 185, Pollux und Castor vor dem Eingang des Kongresszentrums Kap Europa in die Höhe wächst, wird mit Hotel- und Büroflächen gemischt genutzt werden.

14. Blue Horizon (2018)

Mit „Blue Horizon“ entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) bis Ende 2018 ein neuer Wohnturm. Das alte 19-geschossige Bürogebäude wird entkernt und dann als Wohnhochhaus mit 118 Wohnungen über eine Fläche von 9.000 Quadratmetern neu etabliert. Im Erdgeschoss sollen vier Gewerbeeinheiten entstehen. Die Fassade wird in einer einer Natursandsteinoptik gestaltet.

15. Westend Ensemble (2018)

Im Westend, direkt gegenüber der Messe gelegen, entstehen in der denkmalgeschützten ehemaligen Oberpostdirektion bis 2018 repräsentative Eigentumswohnungen. Das Gebäude wird vollständig entkernt und mit viel Liebe zu Detail saniert. Das neben dem historischen Teil der ehemaligen Oberpostdirektion gelegene Senckenberg Carré wird komplett zurückgebaut und durch einen Neubau mit Mietwohnungen ersetzt. Komplettiert wird das Westend-Ensemble durch ein elegantes Hochhaus mit Blick über die Frankfurter Skyline.

Aktuelles zum Thema bietet der Skyline-Atlas.

Bildnachweis: Groß & Partner