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Pfeifen im Walde

Finanzvorstände strahlen trotz Coronakrise Zuversicht aus – Studie von Deloitte

Die Manager in großen deutschen Unternehmen rüsten sich für den Aufschwung. Trotz anhaltender Pandemieeffekte zeigen sich die FinanzvorstÌnde weiterhin optimistisch.

Nach dem jüngsten CFO Survey der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte erwarten zwei Drittel der befragten Unternehmen schon in diesem Jahr die Rückkehr zum Umsatzniveau von vor der Krise. Gleichzeitig wachse die Bereitschaft für Investitionen und Personalaufbau. Deloitte hat in der zweiten März-Hälfte 140 CFOs befragt.

Die Vorstände sehen die Konjunkturaussichten für Deutschland, USA und China im Aufwärtstrend, erklärt Deloitte die Ergebnisse.

,,Die von den CFOs wahrgenommene Unsicherheit im ökonomischen und finanziellen Umfeld sinkt auf ein Normalmaß‘‘, meint Alexander Börsch, Chefökonom von Deloitte: ,,Das ist ein deutliches Zeichen, dass die deutschen Finanzvorstände ein baldiges Ende der Krise erwarten.‘‘

Vor allem China sehen die Finanzvorstände auf einem steilen Wachstumspfad: Fast 90% beurteilten die wirtschaftliche Lage des Landes als gut, 80% erwarteten eine weitere Verbesserung auf Sicht von einem Jahr. Ein starkes Comeback erlebten die USA: Überwog im Herbst der Pessimismus für die amerikanische Konjunktur, so wird die Lage aktuell von über der Hälfte der CFOs als mindestens positiv bewertet, fast 90% erwarten eine Verbesserung auf Sicht von einem Jahr, geht aus dem CFO Survey hervor. Die Eurozone werde im Vergleich dazu pessimistisch bewertet, zumindest was Lage und Ausblick angehe.

Im Spektrum der Branchen zeigt sich in der Konsumgüterindustrie mit Blick auf die Geschäftsaussichten die beste Stimmung, gefolgt vom Maschinenbau. Generell versprühen exportorientierte Sektoren die stärkste Zuversicht. Die Bewertung der eigenen Geschäftsaussichten hat über alle Unternehmen im Vergleich zur Umfrage im Herbst vergangenen Jahres etwas abgenommen, bleibt aber nach Einschätzung von Deloitte im ,,rekordverdächtig hohen Bereich‘‘.

Die positive Grundhaltung der Manager geht einher mit wachsender Investitionsbereitschaft. Mehr als die Hälfte der Unternehmen stocken die Budgets auf, nur 15% wollen den Gürtel enger schnallen. Auch die Bereitschaft zur Aufstockung der Belegschaft nimmt zu. Allerdings gibt es hier erhebliche Unterschiede zwischen den Sektoren. Der Handel hat nach Angaben von Deloitte die höchste Neigung zum Personalaufbau, während im Maschinenbau eher Jobs gestrichen werden sollen - die Branche sei noch stärker vom Einbruch im ersten Halbjahr 2020 getroffen.

Quelle: Börsen-Zeitung, 9. April 2021, © Alle Rechte vorbehalten.

Image: Pixabay/geralt

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