1250 Jahre Eschborn: Eine Stadt und ihre Geschichten

In einer Urkunde des Klosters Lorsch an der Bergstraße aus dem Jahre 770 schenken zwei Brüder dem Kloster Teile ihres Besitzes in Eschborn. Dies ist die erste urkundliche Erwähnung Eschborns. Es handelte sich um Ackerland, 43 Leibeigene und einen Weinberg. Das zeigt, dass die Stadt bereits zu dieser Zeit eine florierende Siedlung war. Belege dafür sind auch bemerkenswerte archäologische Funde von der Bronzezeit über die Römer und Alamannen bis ins frühe Mittelalter.

1250 Jahre später ist Eschborn ein modernes Handels- und Dienstleistungszentrum in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main und in der Mitte Deutschlands. Die „Skyline“ des Gewerbegebietes Süd steht symbolisch für die Dynamik einer langen wechselvollen und erfolgreichen Geschichte.

Wer mehr über diese wechselvolle Geschichte der Stadt erfahren möchte, findet ein spannendes Videoportrait auf der Website der Stadt Eschborn, unter www.eschborn.de/1250-Jahre.


Perspektiven auf die Stadt

Anlässlich der 1250 Jahrfeier beauftragte die Stadt Eschborn die Frankfurter Filmemacherin Pola Sell, Interviews mit Bürgerinnen und Bürger über ihr Leben in Eschborn und ihre Perspektive auf die Stadt, zu erstellen.

Für die Interviewaufnahmen wurde Ende Juni an den Lieblingsorten der Menschen ein blaues Sofa aufgestellt. So befand sich das „Eschborner Sofa“ stets mitten im öffentlichen Raum: Mal auf dem Eschenplatz, mal im Skulpturenpark Niederhöchstadt oder sogar auf einer Pferdekoppel. Auf ihm erzählen Alteingesessene, Zugezogene, eine Kutschfahrerin, ein Stadtplaner, zwei Corona-Abiturienten, ein Pizzariabesitzer und zwei Tankstellenbetreiber von sich und was ihrer Meinung nach Eschborn ausmacht. Das Filmprojekt zeigt, wie vielfältig Eschborn ist und die Menschen, die in dieser Stadt wohnen.

Giovanni Russo_Foto c) Stephanie Kreutzer

Günter Kümmel_Foto c) Stephanie Kreutzer

Die Videos werden ab 15. August 2020 auf der Entdeckerkarte Eschborn veröffentlicht, unter: www.eschborn.de/entdeckerkarte.

Die Entdeckerkarte Eschborn ermöglicht es, die Stadt Eschborn, ihre Orte und Geschichte(n) digital zu entdecken. Ob Kunst im öffentlichen Raum, historische Gebäude, die Geschichte Eschborns oder Lieblingsorte – verschiedene Kategorien laden dazu ein, viel Neues in Altbekanntem zu entdecken.

Sie ermöglicht es alteingesessenen Bürgern, ihr Wissen und ihre Stadtgeschichte(n) oder Lieblingsorte zu teilen, sodass sie vor dem Vergessen bewahrt werden und nicht in Vergessenheit geraten. Neue Bürger erhalten die Möglichkeit, sich über die Stadt zu informieren.


Stadtjubiläum 1250 Jahre Eschborn mit eigenem Logo

Eigens zum Jubiläum hat der Kunst-Leistungskurs der Heinrich-von-Kleist-Schule in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gebrauchsgrafik ein eigenes Logo entwickelt. Eine kleine Jury, die aus Lehrern, Politikvertretern und der Kulturreferentin gebildet wurde, hat aus zehn Vorschlägen ihren Favoriten ausgewählt und sich für den Entwurf von Stella Svalina, Tom Barton und Leon Steinbach entschieden.

„Es war keine einfache Entscheidung. Alle Schülerinnen und Schüler haben kreative und originelle Ideen entwickelt und diese professionell präsentiert“, lobte Bürgermeister Adnan Shaikh, der seinerzeit als Schulleiter der Jury angehörte, die jungen Designer.

Das auserkorene Logo eignet sich durch die ansprechende Form, die an ein Wappen erinnert, sehr gut für die Verwendung für Werbe-Artikel. Es ist vielseitig einsetzbar, Schriftzüge können eingebunden und Farben verändert werden. Das Logo zeigt eine differenziert gestaltete Häusergruppe, die eine Verbindung zwischen dem alten Eschborner Ortskern und dem Gewerbegebiet herstellt. Durch eine Trennlinie unterteilt, die den Westerbach symbolisiert, ruht die Stadt auf den Wurzeln eines Baumes, der Esche.

 

Text und Bilder: © Stadt Eschborn und Stephanie Kreutzer