Frankfurt FinTech

Frankfurt FinTech Report #3

Die Frankfurter Ortsgruppe von Startup Grind veranstaltete am 13. Oktober 2016 ihr achtes Event am Finanzplatz. Startup Grind ist eine globale Community, deren lokale Gruppen monatliche Events in Zusammenarbeit mit erfolgreichen lokalen Gründern und Erfindern veranstalten, um auf diese Weise Lessons Learned auf dem Weg zur Gründung eines erfolgreichen Startups zu teilen. Im Oktober stand vor diesem Hintergrund ein Kamingespräch mit Ivonne Arlod, COO und Head of Funding von Peermatch, eines Frankfurter FinTech Startups und Frankfurt Main Finance Mitglieds auf der Agenda. 20 Jahre lang war Ivonne Arold als Managerin im Bereich Kapital- und Finanzmärkte für internationale Investmentbanken tätig. Trotz ihres Erfolgs im traditionellen Bankensektor entschied sie sich für einen Wechsel in die FinTech-Szene und wechselte 2015 zu Peermatch. Während des Kamingesprächs, das vom Frankfurter Startup Grind Direktor Dr. Osman Sacarcelik moderiert wurde, beschrieb sie die Unterschiede zwischen der FinTech-Szene einerseits und dem Arbeitsleben in den großen Banken andererseits. In diesem Zusammenhang berichtete Arnolds, dass sie die Formalität und den Glamour der großen Banken nicht vermisse, sondern die Balance genieße, die sie in der Startup-Szene gefunden habe.

Peertmatch ist eine App für Immobiliendarlehen. Über die Plattform investieren Anleger direkt in Darlehen und erhalten risikogerechte Renditen; dahinter steht immer der Wert einer Immobilie. Darlehensnehmer profitieren von niedrigen Kapitalmarktzinsen. Ursprünglich war die Plattform für institutionelle Investoren und kommerzielle Kreditnehmer konzipiert, doch im Oktober 2016 wurden ebenso Produkte für private Investoren und Kreditnehmer etabliert. Peermatch versucht mit seinem Geschäftsmodell den digital affinen Sektor des Kreditgeschäfts anzusprechen, deren Mitglieder eine Onlineabwicklung ihrer Geschäfte präferieren und/oder mit den konventionellen Institutionen unzufrieden sind. Arold führte aus, dass Peermatch darauf abziele, diese Kunden durch die Erleichterungen und wettbewerbsfähigen Zinssätzen der Plattform für sich zu gewinnen.

Das Startup-Unternehmen versucht so viele Prozesse wie möglich im Rahmen der App abzuwickeln. Die Peermatch eigene Cryptographic Chat Search Engine stellt Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer sicher. Obwohl Kreditwürdigkeit traditionell ermittelt wird, besteht die erste Interaktion der Kunden mit einem Computerprogramm, bevor sie schnell an den zuständigen Peermatch-Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Auf der kommerziellen Seite erklärt Arold, dass diese Kunden normalerweise eine Reihe an Partnern bräuchten, um ihr Finanzierungsmodell zu vervollständigen: eine Bank für den Kredit und andere Partner für Fremdkapital. Das System vom Peematch dagegen ist so entworfen, dass Kreditnehmer die verschiedenen Investoren aus einer Hand beziehen können. Arold erklärt, dass der Kreditnehmer nur die erforderlichen Kreditpapiere ausfüllen müsse und alles Weitere durch Peermatch organisiert werde. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen die Investoren aus deutschen Versicherungen, Unternehmen und Pensionsfunds, die sichere Investitionsmöglichkeiten mit guten Zinssätzen suchen. Family Offices und Investmentfunds aus dem Vereinigten Königreich dagegen haben riskantere Kreditteile finanziert. In diesem Zusammenhang machte Arold deutlich, dass Peermatch sich von Asset Backed Securities darin unterscheide, dass Investoren Risiken in Bezug auf individuelle Kredite eingehen, die nicht in Tranchen oder Pakete gebündelt sind.

Die Zukunft von FinTechs in Frankfurt

Peermatch trat kürzlich als erstes FinTech-Mitglied Frankfurt Main Finance bei. Diese neue Mitgliedschaft ist ein entscheidender Schritt in den Bemühungen des Vereins FinTechs bei der Entwicklung und Entfaltung in der Region zu unterstützen, die zurzeit knapp 60 FinTechs einen Sitz bietet. Auch Arold betonte deutlich die Bedeutung einer vielseitigen FinTech-Landschaft für den Finanzplatz Frankfurt. „Wir begrüßen jedes FinTech, das sich in Frankfurt ansiedelt. […] Es ist wichtig von anderen FinTechs umgeben zu sein mit denen Austausch stattfinden kann und Kooperationen eingegangen werden können. Jedes FinTech-Startup hat seinen eigenen Geschäftsbereich, aber in ein paar Jahren wird vielleicht die Zeit zur Kooperation kommen, da wir Teile entdecken, die zusammenpassen.“ Außerdem sind, gemäß Arold, Frankfurts Finanzcenter und Infrastruktur „prädestiniert der führende FinTech-Hub in Deutschland oder sogar Europa zu werden.“

Frankfurt FinTech Report #2

Bleiben Sie mithilfe des FinTech Report bei den neusten Entwicklungen der Frankfurter FinTech Szene auf dem Laufenden!

Beginn des FinTech-Bachelors von Frankfurt School und FinTech Group AG

Die ersten Studierenden haben den in Europa bislang einmaligen Studiengang „Digital Innovation and FinTech“ begonnen. Das Studienprogramm wurde von der Frankfurt School of Finance & Management und der FinTech Group AG ins Leben gerufen. Momentan absolvieren die Studierenden ein Modul bei der FinTech Group, welches der Orientierung dienen soll. Im Verlaufe dieses Studienabschnitts arbeiten die Studierenden mit einem Mentor, welcher ihnen bei den Einblicken in die verschiedenen Abteilungen und Projekte zur Seite steht. Auf diese Weise gewinnen die Studierenden verschiedene Perspektiven auf die vielseitige FinTech Landschaft und deren Anwendungen.

Neue Mitgliedschaft für FinTechs

Frankfurt Main Finance hat eine neue Mitgliedschaftskategorie für FinTechs eingeführt. Als Teil der andauernden Bestrebungen die FinTech-Szene am Finanzplatz Frankfurt zu fördern, verfolgt FMF die Absicht, durch die neue Mitgliedschaft vielversprechende Start-ups aus ganz Deutschland mit der etablierten Finanz-Community in Kontakt zu bringen. Das erste FinTech-Mitglied ist die Peermatch Management GmbH. Lesen Sie mehr zur neuen Mitgliedschaftskategorie hier.

Between the Towers

Am 4. Oktober 2016 fand die monatliche Veranstaltung von main incubator, Between the Towers, an der Goethe Universität statt. In diesem Monat lag der Fokus der Veranstaltung auf der Blockchain Technologie. Die Hauptrede des Abends, „Umgang mit disruptiven Technologien: Ein Blockchain Praxisbericht“, hielten Philipp Harrschar und Daniel Scheu von Zühlke Engineering, auf welche eine Panel-Diskussion zum selben Thema folgte, die von Sven Koschinowski von der KPMG, Sponsor der Veranstaltung, moderiert wurde und an der Frank Brigge von der Commerzbank, Burkhard Blechschmidt von Cognizant, Johann Horch von niiio, Dr. Matthias Terlau von Osborne Clarke und Philipp Harrscharr teilnahmen. Bevor Networking und Gespräche den Abend ausklingen ließen, durften dann Quantoz, Berries, Diversifaktor und Blockchain Helix pitchen. Between the Towers findet jeden ersten Dienstag im Monat statt und ist eine der beliebtesten und meist besuchten FinTech-Veranstaltungen in Frankfurt.

Frankfurt Main Finance führt FinTech-Mitgliedschaft ein

Auf der Mitgliederversammlung am 05. Oktober 2016 hat der Verein die Einführung einer neuen Mitgliedschaft für FinTech-Unternehmen beschlossen. Durch die Ergänzung der bestehenden Ordentlichen Mitgliedschaft und der Fördermitgliedschaft stehen jetzt drei Kategorien zur Verfügung. FinTech-Mitglieder können FinTech-Unternehmen aus ganz Deutschland sein, die bestimmte Kriterien erfüllen. So darf die maximale Anzahl der Mitarbeiter nicht höher sein als 50 und das Unternehmen nicht länger als 5 Jahre bestehen. FinTech-Mitglieder sind in den Mitgliederversammlungen nicht stimmberechtigt, können aber an den Versammlungen teilnehmen. Sie erhalten regelmäßig Informationen über die Arbeit des Vereins. Der Mitgliedsbeitrag für FinTech-Mitglieder beträgt in den ersten drei Jahren der Mitgliedschaft 500 Euro jährlich.

Erstes FinTech-Mitglied des Vereins ist die Peermatch Management GmbH, eine Tochtergesellschaft des Amsterdamer Finanztechnologie-Unternehmens Peermatch B.V., mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Grundidee hinter Peermatch ist, Immobilienfinanzierung so zu organisieren, dass jeder Marktteilnehmer ein Höchstmaß an Mobilität genießt und immer alles selbst in der Hand behält. Das Peermatch-Ökosystem ist so ausgestaltet, dass Immobilienfinanzierung unter den verschiedenen Rechtsrahmen im europäischen Markt möglich ist.

FinTechGermany Award

FinTech Matchmaking Veranstaltungen in Amsterdam und Frankfurt

Finanzdienstleistungen und Technologie-Unternehmen, bekannt als FinTech, machen von sich reden und sind zur Zeit der neueste Trend in der Finanzbranche. Auf der ganzen Welt verfolgen Start-ups das Ziel der Digitalisierung der Finanzindustrie, um diese effizienter und kundenorientiert zu machen.

FinTechs sind eine weltweite Angelegenheit, welche sich nicht an einem Platz allein abspielt. Die Digitalisierung ist ein globaler Prozess. Auch wenn Informationen mit Lichtgeschwindigkeit durch die Welt reisen, ist es die lokale Verbindung zu den Menschen, welche Werte schafft. Daher ist die Schaffung eines weltweiten Netzwerkes von FinTech-Zentren der einzige Weg, um wirklich das Wachstum von FinTechs zu beschleunigen und die Produkteinführungszeit für Start-ups und von großen Unternehmen zu reduzieren.

Die große Anzahl von FinTechs in den Niederlanden und in Deutschland bietet die perfekte Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen den FinTech Communities beider Länder zu steigern. Daher organisieren Frankfurt Main Finance e.V. und Holland FinTech zwei Veranstaltungen, eine am 4. November 2016 in Amsterdam und eine am 25. November 2016 in Frankfurt. FinTechs aus beiden Ländern sind dazu aufgerufen, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen, ihre Firmen vorzustellen und zu pitchen sowie die Chance zu ergreifen, potenzielle Kooperationspartner, Investoren und Freunde zu entdecken.

„Unsere FinTechs und ihre Innovationskraft sind entscheidend dafür, dass Frankfurt seine Position als führendes internationales Finanzzentrum hält. Es ist uns ein zentrales Anliegen, diese bei ihrer weltweiten Expansion durch die Nutzung unseres globalen Netzwerkes von Partnern zu unterstützen. Zusammen mit Holland FinTech wollen wir Amsterdam und Frankfurt näher zusammen bringen“, sagte Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V..

Die Veranstaltung in Frankfurt wird von der ING DiBa gesponsert.

Wenn Sie Interesse haben eine der Veranstaltungen zu besuchen, kontaktieren Sie uns. Weitere Informationen finden Sie unter Amsterdam und Frankfurt .

Kontakte:

Francesca Aliverti, Holland FinTech, francesca@hollandfintech.com

Dr. Jochen Biedermann, Frankfurt Main Finance, jochen.biedermann@fmfinance.de

Frankfurt FinTech Report #1

Die Frankfurter FinTech Szene pulsiert durch Events und neue Initiativen. Bleiben Sie auf dem Laufendem, indem sie Freitags unseren wöchentlichen Rückblick verfolgen.

Accelerator Frankfurt

Die erste Gruppe Start-ups hat ihr viermonatiges Programm bei Accelerator Frankfurt begonnen, einem unabhängiger Accelerator, der Startups durch die Vermittlung von Partnern, Kunden und Investoren zur Investitionsbereitschaft verhilft. Die erste Welle an Startups bestand aus acht Startups: Alyne (RegTech, Compliance als Dienstleistung), Beeeye (Kreditprüfung mithilfe lernfähiger Computer), Cindicis (kontextabhängige Informationsplattform), Fenror7 (Cybersecurity für Unternehmen) Pronteo (Peer-To-Peer FoodTech), Schnellspesen (FinTech, automatisiertes Kostenmanagement), Secured Touched (Cybersecurity für mobile Geräte) and Wroomer (efinance Plattform für Gebrauchtwagen). Das Kick-off Event des Programms kommentierend, betonte Ram Shoham, Gründer von Accelerator Frankfurt: „Das Programm wäre ohne unsere strategischen Partner Atobe, Beiten Burkhardt, d-fine und die firma nicht möglich, welche den Startups die nötigen Services bieten, um ihre Lernkurve zu beschleunigen und ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen.“
Frankfurt Main Finance möchte den acht Start-ups, welche unter 150 Bewerbern ausgewählt wurden, gratulieren. Außerdem spielen Start-Up Accelerators eine entscheidende Rolle im sich stetig erweiternden Frankfurter FinTech Ökosystem. FMF unterstützt bereits seit langem Initiativen, Accelerators in die Rhein-Main-Region zu holen und wird dieses Ziel auch weiterhin verfolgen. Accelerator Frankfurt bringt Expertise und Mentoren aus Deutschalnd, Israel und Skandinavien miteinander in Verbindung und kann vor diesem Hintergrund als ausgezeichnetes Beispiel für private Initiative und internationaler Zusammenarbeit betrachtet werden. Erfolgreiche Start-ups sind ein wichtiger Impuls für die lokale Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und lockt Investitionen in die Region an.

Women in FinTech

Am Montagabend fand das von Frankfurt Main Finance ausgerichtete und von Marguerite Arnold initiierte Kick-off-Treffen zur geplanten Veranstaltungsreihe „Women in FinTech“ statt, in dem vor allem die inhaltliche Gestaltung zukünftiger Treffen im Mittelpunkt stand. Im Hinblick auf die zentrale Frage, wie der Anteil von Frauen, nicht nur als Gründerinnen, sondern im gesamten FinTech-Sektor, erhöht werden kann, wurden als grundlegende Stichworte Finanzierungsmöglichkeiten, gesetzliche Rahmenbedingungen Informationsverbreitung, Netzwerkbildung, aber auch die Sichtbarkeit von Frauchen in der FinTech-Branche sowie finanzielle Bildung identifiziert. Dementsprechend sollen zukünftige Women-in-FinTech-Abende anhand dieser Schlagworte strukturiert werden, wobei man sich darauf einigte, sich beim nächsten Treffen am 25. Oktober mit der gesetzlichen Grundlage zur Start-up Gründung zu beschäftigen. Große Einigkeit war unter den Teilnehmern auch in der generellen Überzeugung zu finden, dass Frauen als Nutzerinnen von Finanztechnologie auch an deren Entwicklung beteiligt sein sollten sowie dass ein größerer Anteil an Frauen für die FinTech-Branche von großem Nutzen sein würde, da deren alternative Perspektiven und Sichtweisen der Entwicklung von FinTechs neue Wege ermöglichten.

Start-Up Grind

Am Donnerstag, den 22. September 2016, veranstalte das Frankfurt Startup Grind Team sein siebtes Event, welches im 48sten Stock des PWC Gebäudes im Frankfurter Westend stattfand. Auf diese Weise wurden die Gespräche der dynamischen Frankfurter FinTech Gemeinschaft vor dem offiziellen Programm des Abens, von einem atemberaubenden Ausblick umgeben. Sprecher des Abends waren Hartmut Giesen, verantwortlich für die strategische Entwicklung des Sutor Startup-Platform und Andreas Wiethölter, CMO und Geschäftsführer von Deposit Solutions, einem Hamburger FinTech, welches 2014 ZINSPILOT als B2C Produkt etablierte. Ein Video des Abends kann auf der Facebook-Seite des Start-Up Grind Frankfurt abgerufen werden.

Kommende Frankfurt FinTech Events:

Global Fintech Hubs Federation

FMF Gründungsmitglied der Global FinTech Hubs Federation

Frankfurt Main Finance e.V. freut sich außerordentlich, Gründungsmitglied der Global FinTech Hubs Federation zu sein. Die Initiative, getragen von Mitgliedern wie Innovate Finance und Innotribe ist ein unabhängiges und umfassendes globales Netzwerk enstehender und sich etablierender FinTech Hubs, welches dabei hilft, Innovation in der weltweiten Finanzdienstleistungsbranche zu fördern. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., erklärte hierzu: „Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance, Frankfurt als globales Ziel für FinTechs zu positionieren. Wir freuen uns darauf, eng mit UK´s Innovate Finance und SWIFT´s Innotribe zusammenzuarbeiten. Beide Partner sind Paradebeispiele für Initiativen, die an der Förderung von FinTechs rund um den Globus arbeiten. Gerade den FinTechs kommt eine zunehmend wichtige Rolle in der Finanzindustrie zu, sie sind daher von größter Bedeutung für die Weiterentwicklung des Finanzplatzes Frankfurt.“

Frankfurt Main Finance ist kein Unbekannter, wenn es um die Förderung von FinTechs geht. Als Initiator des Dialogforums FinTech Frankfurt Rhein-Main arbeitet der Verein an der stetigen Entwicklung des FinTech Ökosystems in der Region. Ein Ziel des Dialogforums wird mit der Eröffnung des neuen FinTech Hubs in Frankfurt, des Tech Quartier, im Oktober erreicht. Mit der Unterstützung einer Vielzahl von Initiativen in der gesamten Region konnte Frankfurt Main Finance zudem den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmern, Wissenschaftlern, Behörden, Politiker und Finanzinstitutionen fördern und damit die weitere Entwicklung des Finanzplatzes Frankfurt als Ziel für FinTechs und Innovation stärken. Zudem konnte im Mai 2016 mit dem Flagshipevent „Frankfurt Finance Summit“ ein ganz besonderes Augenmerk auf die Themen Digitalisierung und FinTech gelenkt werden. Unter dem Titel On the Move – the Future of Finance  diskutierten Bänker, Politiker, Mitglieder der Regulierungsbehörden und Vertreter der Wirtschaft über die aktuellen Trends zur Digitalisierung und deren Folgen für die Industrie.

Ausbau internationaler Netzwerke über die Global FinTech Hubs Federation

Da sich der FinTech Sektor global entwickelt ist es entscheidend, eine  internationale Gemeinschaft zu schaffen. Die Global FinTech Hubs Federation bringt FinTech Hubs zusammen und bietet eine neutrale, grenzübergreifende Plattform, um eine bessere Zusammenarbeit, Engagement und Wissensaustausch innerhalb dieser wachsenden globalen Gemeinschaft zu fördern. Darüber hinaus ist Frankfurt Main Finance bestrebt, die Beziehungen zu anderen FinTechs und Finanzzentren der Welt zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das internationale Netzwerk hat den Auftrag, die Zusammenarbeit zwischen FinTech Zentren zu unterstützen und steht für einen produktiven Dialog über die Bedürfnisse junger FinTech Unternehmen in einem globalen Umfeld. „Wir unterstützen aktiv deutsche FinTech Unternehmen dabei, international zu expandieren. Über unser globales Netzwerk helfen wir ihnen, leichter Fachleute, Kunden oder Investoren in unseren Partner-Hubs zu finden. Darüber hinaus heißen wir internationale FinTech Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main, dem führenden Finanzzentrum der Eurozone willkommen und  bieten ihnen eine erstklassige Infrastruktur sowie einen einfachen Zugang zu Kapital, Fachwisssen und regulatorischem Know-how. Über die Global FinTech Hubs Federation werden wir unser Netzwerk erweitern und sind sehr gespannt auf den Austausch von Wissen und die Kooperation mit anderen führenden FinTech Hubs und Gemeinschaften“, so Dr. Jochen Biedermann, Senior Advisor von Frankfurt Main Finance.

FinTechs in der Region Frankfurt Rhein-Main

In den vergangenen Jahren hat sich die Region Frankfurt Rhein-Main zu einem dynamischen Zentrum bei der Entwicklung von FinTechs entwickelt. Folgt man einer EY Studie von 2016, ist die Zahl der FinTech Unternehmen in der Region von 2015 bis Anfang 2016 um 22 %, auf 56 angestiegen. Die Studie verdeutlicht zudem das gewaltige Wachstum bei den Investitionen in deutsche FinTech Unternehmen, welches 2015 bei 1,2 Milliarden € lag. Zusätzlich ist der Finanzplatz Frankfurt die Heimat von zahlreichen FinTech Zentren, wie beispielsweise dem im Aufbau befindlichen Tech Quartier, dem Main Incubator, dem FinTech Headquarter, dem Deutsche Börse Venture Network’s FinTech Hub, dem Accelerator Frankfurt und dem Goethe University’s Unibator.

FMF beim Symposium Globalization of FinTech in Korea

Auf Einladung des Global FinTech Research Institute in Seoul und in Anwesenheit von führenden koreanischen Politikern hat Dr. Biedermann eine Keynote beim Annual Symposium Globalization of FinTech in Korea gehalten. In seinem Vortrag hat er die Standortinitiative Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main, deren Ergebnisse sowie die Lokation des neuen FinTech-Zentrums vorgestellt und die weiteren Schritte zur Vertiefung der bestehenden Kooperation mit Korea im Bereich FinTech motiviert. Zusätzlich hat er einige koreanische FinTech-Unternehmen besucht und Werbung für ein Engagement in Frankfurt gemacht. Mit Finotek ist bereits eines dieser FinTech-Unternehmen im Frankfurt Rhein-Main aktiv und wird ab August einen Vertreter vor Ort haben. In einer weiteren Keynote hat er über die internationalen Entwicklungen in den Bereichen FinTech und Blockchain beim koreanischen Computer-Kongress in Jeju-City referiert.

 

Der nächste Frankfurt-Besuch einer koreanischen FinTech-Delegation wird für Ende Oktober erwartet.

 

 

BaFin unterstützt aktiv Unternehmensgründer und FinTechs

Als Kombination aus den Worten „Financial Services“ und „Technology“ versteht man unter FinTechs junge Unternehmen, die mit Hilfe technologiebasierter Systeme spezialisierte und besonders kundenorientierte Finanzdienstleistungen anbieten. Dabei gibt es verschiedene Geschäftsmodelle, die je nach Ausgestaltung eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfordern. Die aktuell häufigsten Modelle sowie aufsichtsrechtlichen Hinweise sind:

Weiterlesen

Accenture Studie zu wachsenden Fintech-Investitionen

Jüngste Ergebnisse der Studie des Dienstleistungsunternehmens Accenture zeigen ein rasantes Wachstum des Investitionsvolumens in der FinTech-Branche. Venture Capitalists, Private Equity Gesellschaften, Corporates und zahlreiche andere Investoren haben enorme Summen in globale FinTech Start-ups investiert.
„Die Innovationsdynamik der Fintech-Szene reicht inzwischen weit über die traditionellen Finanzzentren der Welt hinaus“, offenbart Friederike Stradtmann, Senior Manager bei Accenture Strategy im Bereich Financial Services und Expertin für digitale Geschäftsmodelle. Aus der Studie geht hervor, dass Investitionen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar gestiegen sind. Der Anteil der Investitionen in Europa und Asien hat sich hierbei mit 62 Prozent fast verdoppelt. Die Accenture Analyse belegt, die wesentlichen Treiber dieses Wachstums sind Amerika, Asien und Europa. Während die Investitionen 2015 in China um 445 Prozent und damit auf 1,97 Milliarden US-Dollar gestiegen sind, folgt Indien mit 1,65 Milliarden US-Dollar Wachstum. In Deutschland legte das Investitionsvolumen um 840 Prozent auf  770 Millionen US-Dollar zu.
Obwohl es aktuell mehr disruptive als kooperative Fintech Start-ups gibt, zeigt die Analyse einen steigenden Trend zu Kooperationen zwischen Finanzinstituten und Fintechs. Während sich disruptive FinTechs als Konkurrenz zu anderen bezeichnen, bieten kooperative FinTechs innovative Lösungen für existierende Unternehmen an. Der Anteil kooperativer Fintechtransaktionen stieg von 38 Prozent im Jahr 2010 auf 44 Prozent in 2015.
In die FinTech Branche fallen alle Unternehmen, die in dem Zeitraum 2010 bis zum ersten Quartal 2016 Technologien in den Bereichen Banking, Corporate Finance, Kapitalmärkte, Finanzdatenanalyse, Zahlungsverkehr und Personal Finance Management bereitstellen.

Die Studie steht auf der Website des Unternehmens zum Download zur Verfügung.

FinTechs verändern Finanzbranche

„FinTechs werden die Banken nicht vernichten, aber sie werden ihre Erscheinungsform verändern“, sagte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, während des Frankfurt Finance Summit. Aufgabe der Regulierer sei es, die jungen Unternehmen nicht zu behindern, sondern Raum für Innovationen zu schaffen. „Die Zeit ist reif für einen neuen Dialog über digitale Transformation“, so der Politiker.

Den gesamten Beitrag von Günther Oettinger sehen Sie im Video.