Hessen fördert aktiv den Ausbau eines FinTech-Zentrums in Frankfurt

Bereits im September 2016 soll das Frankfurter Fintech-Zentrum eröffnet werden, das kündigte Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen des Frankfurt Finance Summit an. Den Anstoß für dieses Zentrum hatte die hessische Landesregierung im vergangenen Dezember mit einer Ausschreibung gegeben. Ziel sei es, modernen Finanztechnologien in Frankfurt ein attraktives Umfeld zu bieten. FinTech-Neugründungen sollen begünstigt und etablierte FinTechs langfristig am Standort gehalten werden.

Den gesamten Beitrag von Tarek Al-Wazir sehen Sie im Video.

Study the Future: neue FinTech-Vertiefung im Bachelor an der Frankfurt School

Zum Wintersemester 2016/17 bietet die Frankfurt School of Finance & Management die neue Spezialisierung „Digital Innovation and FinTech“ in ihrem Bachelor-Studium in Business Administration an. Launch-Partner und maßgeblicher Initiator ist die FinTech Group AG; sie fördert 20 Studierende durch eine hälftige Übernahme der Studiengebühren. Zusätzlich können sie bei der FinTech Group im Rahmen des dualen Studiengangs als Trainees erste Berufserfahrung sammeln.

„Durch IT-gestützte Innovationen entstehen enorme Potenziale. Hier in Frankfurt geht es vor allem um FinTechs“, so Professor Dr. Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School. „Jetzt schaffen wir das erste Studienangebot, das junge Leute darauf vorbereitet, diese Chancen in Produkte und Services umzusetzen. Die FinTech Group hat sich als echter Sparringspartner bei der Entwicklung des Programms erwiesen. Die Kooperation wird vor allem den Studierenden zugutekommen.“

Frank Niehage, CEO der FinTech Group, ist wesentlicher Ideengeber für die neue Vertiefung. Er kommentiert: „Um die Digitalisierung in der Finanzbranche auch in Zukunft in Deutschland voranzubringen, benötigen wir engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter insbesondere am Standort Frankfurt. Nur mit ihnen können wir Marktchancen wahrnehmen und unser Wachstum realisieren. Wir freuen uns, mit der Frankfurt School einen exzellenten Partner gefunden zu haben, mit dem wir die Idee für das erste FinTech-Studienangebot schnell und dynamisch umsetzen können. Unser großes, gemeinsames Ziel ist es, den Studierenden vielversprechende Karriereperspektiven aufzuzeigen und andere Unternehmen einzuladen, sich an dem Thema zu beteiligen.“

Um die Studierenden zusätzlich zu motivieren, wird die FinTech Group AG den drei Jahrgangsbesten jeweils einen Arbeitsvertrag anbieten. Beim Bachelor Day am Samstag, dem 30. April 2016, stellte die Frankfurt School die neue Vertiefung vor. Auch die FinTech Group wurde mit einem Stand dabei.

Das Bachelor-Studium Business Administration mit der Vertiefung Digital Innovation and FinTech dauert sieben Semester. Es wird im 3-Tage-Modell angeboten. Während der Vorlesungszeit sind die Studierenden drei Tage in der Woche, auch samstags, an der Frankfurt School und drei weitere Tage im Unternehmen. Die Frankfurt School freut sich auf weitere Unternehmen aus allen Branchen, die Studierende in der Bachelor-Vertiefung Digital Innovation and Fintech als Praktikanten, Werkstudenten oder Trainees beschäftigen.

Erfolgreiche Absolventen erwerben den Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Das Studium beginnt am 29. August, Bewerbungsschluss ist in diesem Jahr der 30. Juni. Studierende müssen eine Hochschulzugangsberechtigung nachweisen und das Bewerbungsverfahren der Frankfurt School und der FinTech Group erfolgreich durchlaufen. Die Studiengebühren liegen bei 6.650 Euro pro Semester, von denen die FinTech Group die Hälfte übernimmt.

Frankfurt Finance Summit 2016: Herausforderung Digitalisierung

Der Countdown läuft! Am 12. Mai findet der sechste Frankfurt Finance Summit statt unter dem Motto „On the move – The Future of Finance“. Im Vorfeld der hochkarätigen Konferenz geben drei namhafte Sprecher einen Ausblick auf spannende Themen.

Dr. Lutz R. Raettig, Chairman of the Executive Committee, Frankfurt Main Finance

„It’s a real game changer: We may be talking about tectonic moves or tectonic changes. We are all invited to discuss with prominent practitioners, with central bankers, with politicians, among all is our Finance Minister, Dr. Wolfgang Schäuble. So we are looking forward to go through a very interesting and exciting program with you.“

Carl-Ludwig Thiele, Member of the Executive Board, Deutsche Bundesbank

„Yet, we are at the beginning of a very interesting development. And right now, we are only just beginning to understand its impact on the financial system and the way we bank in the future.“

Roland Boekhout, Chairman of the Management Board, ING-DiBa AG

„Digitalization, the Internet of Everything and Industry 4.0 – they offer massive changes to all kind of industries, including financial services and banking in particular. Massive challenges to move along, but also massive opportunities to offer more convenience services to our customers.“

Frankfurt Finance Summit: Digitalisierung im Fokus

Das zweite Panel des Frankfurt Finance Summit „On the Move“ am 12. Mai 2016 befasst sich mit dem Schwerpunkt „Digitalisation – The Dawning of FinTechs“. Weiterlesen

Die deutsche Finanzindustrie steht mehrheitlich hinter der geplanten Fusion der London Stock Exchange mit der Deutschen Börse

FRANKFURT, 26. April 2016. Nach einer aktuellen Umfrage des Center for Financial Studies unter Finanzinstituten und Dienstleistungsunternehmen stehen 63% der befragten Unternehmen grundsätzlich hinter der geplanten Fusion der London Stock Exchange (LSE) und der Deutschen Börse. Allerdings befürworten 35% der Befragten die Fusion im Falle eines Brexit nur dann, wenn der Sitz der Holding in Frankfurt und damit in der Eurozone ist. Für 18% ist die Fusion ausschließlich dann positiv zu bewerten, wenn die Briten nicht aus der EU ausscheiden. Lediglich 9% unterstützen uneingeschränkt die geplante Fusion. Hingegen spricht sich ein Viertel der Befragten (25%) in jedem Fall gegen eine Fusion aus.

Finanzbranche erwartet negative Auswirkungen der Börsenfusion auf den Finanzplatz Frankfurt, falls der Hauptsitz London wird

Die Finanzbranche ist sich mehrheitlich darüber einig, dass eine Börsenfusion mit zukünftigem Hauptsitz London negative Auswirkungen auf den Finanzplatz Frankfurt haben würde. Im Falle eines Brexit werden die Auswirkungen auf den Finanzplatz Frankfurt von 64% negativ beurteilt, bei einem Verbleib der Briten in der EU von 57% der Befragten.

„Die industrielle Logik der Fusion überzeugt die Finanzindustrie, obwohl negative Auswirkungen auf den Finanzplatz Frankfurt bei einem Hauptsitz in London erwartet werden“, kommentiert Prof. Dr. Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, die Umfrageergebnisse.

Der Finanzplatz Frankfurt würde von einem Brexit profitieren, trotz negativer Erwartungen für die Wirtschaft der EU und Großbritanniens

Für den Fall, dass sich die Briten am 23. Juni mehrheitlich für den EU-Austritt entscheiden, werden negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Wachstum aller betroffenen Länder erwartet. Dabei geht der größte Teil der Befragten (82%) davon aus, dass die Briten stark betroffen sein werden. Hingegen werden negative Auswirkungen für die EU nur von der Hälfte der Befragten (48%) erwartet. Im Gegensatz dazu sehen 69% der Umfrageteilnehmer, dass der Finanzplatz Frankfurt als großer Profiteur aus einem Brexit hervorgehen wird.

Der Ausgang des Referendums ist laut in Großbritannien durchgeführten Meinungsumfragen völlig offen. Hierzulande erwartet die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (62%), dass sich die Briten für den Verbleib in der EU entscheiden werden.

Die Möglichkeit, dass ein Brexit weitere Austritte aus der EU nach sich ziehen könnte, hält gut die Hälfte der Befragten (51%) für unwahrscheinlich. 41% hingegen würden mit weiteren Austritten rechnen.

„Wir wünschen uns den Brexit nicht, er wäre schlecht für Deutschland, Europa und Großbritannien. Sollte er kommen, handelt es sich um eine klare Chance für den Finanzplatz Frankfurt, wie die Umfrage bestätigt“, kommentiert Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance e.V., die Umfrageergebnisse.

Die Ergebnisse basieren auf einer vierteljährlich vom Center for Financial Studies durchgeführten Managementbefragung unter rund 400 Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland.

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten und Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

CFS-Index sinkt deutlich – Finanzinstitute haben Stimmungstief erreicht

Finanzbranche verzeichnet starken Rückgang der Umsatz- und Ertragszuwächse

FRANKFURT, 26. April 2016. Der CFS-Index, der dreimonatlich das Geschäftsklima der deutschen Finanzbranche abbildet, fällt im ersten Quartal 2016 deutlich um 4,2 Punkte auf 108,7 Punkte. Der Rückgang lässt sich insbesondere auf eine schwächere Entwicklung der Umsätze bzw. des Geschäftsvolumens sowie auf eine verminderte Ertragskraft bei den Finanzinstituten und Dienstleistern zurückführen. Diese Entwicklung bestätigt somit die Erwartungen der Unternehmen, welche bereits im vorangegangenen Quartal rückläufige Zuwächse prognostiziert haben. Speziell die Finanzinstitute befinden sich aktuell in einem Ertragsstimmungstief mit 97,9 Punkten, erwarten aber für das laufende Quartal, dass sich die Erträge wieder positiv entwickeln. Das Investitionsvolumen der Finanzinstitute hat sich im ersten Quartal erhöht, wobei die Anzahl der Mitarbeiter auf niedrigem Niveau stabil gehalten wird.

„Die Erwartungen der Finanzinstitute über die künftige Ertragsentwicklung im laufenden Jahr sind nach wie vor verhalten und verdeutlichen die Unsicherheiten am Kapitalmarkt“, kommentiert Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies, die Ergebnisse. Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance e.V., unterstreicht weiter: „Das steigende Investitionsvolumen und die stabilen Mitarbeiterzahlen der Finanzinstitute sind ein positives Signal für den Finanzplatz Frankfurt.“

Wie von der Finanzbranche im vorangegangenen Quartal erwartet wurde, haben sich die Umsätze bzw. das Geschäftsvolumen im ersten Quartal rückläufig entwickelt. Der entsprechende Sub-Index der Finanzbranche sinkt um 11,4 Punkte auf 110,5 Punkte. Somit liegen die Umsätze der Finanzinstitute mit 104,5 Punkten deutlich unter dem Niveau des ersten Quartals (-12,9 Punkte). Die Umsätze der Dienstleister liegen mit 116,5 Punkten 9,9 Punkte niedriger als im Vorquartal, und es wird mit anhaltend rückläufigen Zuwächsen für das laufende Quartal gerechnet. Die Finanzinstitute hingegen erwarten eine leicht positive Entwicklung.

Auch die Ertragszuwächse entwickeln sich im ersten Quartal, wie zuvor von den Befragten prognostiziert wurde, rückläufig. Speziell die Finanzinstitute befinden sich mit dem Rückgang des Sub-Index um 10,3 Punkte auf nun 97,9 Punkte in einem Ertragsstimmungstief, erwarten aber für das laufende Quartal wieder eine positive Entwicklung. Der Sub-Index der Dienstleister liegt mit 112,8 Punkten 8,5 Punkte unter dem Niveau des ersten Quartals. Es wird erwartet, dass ein leichter Abwärtstrend für das laufende Quartal anhält.

Finanzinstitute erhöhen Investitionsvolumen und halten die Mitarbeiteranzahl auf niedrigem Niveau stabil

Das Investitionsvolumen in Produkt- und Prozessinnovationen der Finanzinstitute wurde im ersten Quartal 2016 erhöht, und sie planen diese positive Entwicklung im laufenden Quartal fortzusetzen. Der entsprechende Sub-Index steigt um 3,9 Punkte auf 112,5 Punkte. Hingegen verzeichnen die Dienstleister einen leicht rückläufigen Zuwachs an Investitionen um 1,6 Punkte auf 113,6 Punkte. Es wird erwartet, dass sich dieser Rückgang verstärkt.

Die Finanzinstitute halten ihren Mitarbeiterstab nahezu unverändert stabil auf niedrigem Niveau. Der Sub-Index in dieser Gruppe sinkt um lediglich 1,0 Punkte auf 99,0 Punkte. Die Dienstleister stellen im ersten Quartal 2016 weniger neue Mitarbeiter ein als im Vorquartal. Der entsprechende Sub-Index sinkt um 4,2 Punkte auf 111 Punkte. Während bei den Finanzinstituten der Ausblick auf das laufende Quartal nahezu unverändert bleibt, rechnen die Dienstleister mit einem verstärkten Rückgang der Neueinstellungen im zweiten Quartal 2016.

Die zukünftige internationale Bedeutung des Finanzplatzes Deutschland wird rückläufig eingeschätzt. Der entsprechende Wert sinkt um 3,8 Punkte auf 116,1 Punkte. Dieser Rückgang liegt in der Einschätzung der Finanzinstitute begründet. Der entsprechende Index-Wert dieser Gruppe liegt mit 113,5 Punkten 7,2 Punkte unter dem Niveau des vorangegangen Quartals. Die Beurteilung der Dienstleister bleibt mit -0,4 Punkten nahezu unverändert bei 118,6 Punkten.

Allgemeine Methodik der Indexberechnung

Der CFS-Index basiert auf einer vierteljährlich durchgeführten Managementbefragung unter rund 400 Unternehmen des Finanzstandortes Deutschland. Der Index fasst qualitative Angaben zu den Unternehmenskennzahlen „Umsätze bzw. Geschäftsvolumen“, „Ertragssituation“, „Mitarbeiteranzahl“ und „Investitionen“ bezüglich des gerade vergangenenen Quartals („Performance“) und des aktuellen Quartals („Prognose“) zusammen. Konstruktionsbedingt beträgt der maximale Indexwert 150, der minimale 50; ein Wert von 100 signalisiert eine neutrale Stimmungslage. Bei der Umfrage handelt es sich um eine Panel-gestützte Erhebung bei Unternehmen und Institutionen der Finanzindustrie. Die Panelteilnehmer werden in die Sektoren „Finanzinstitute“ und „Dienstleister“ am Finanzplatz unterteilt, wobei die zweite Gruppe sehr weit gefasst ist.

Kurzprofil CFS

Das Center for Financial Studies (CFS) betreibt unabhängige und international orientierte Forschung in allen wesentlichen Themenfeldern der Finanzmärkte, Finanzinstitutionen und Monetären Ökonomie: von Finanzstabilität und Bankenregulierung über Wertpapierhandel und -bewertung auf Finanzmärkten, Portfolioentscheidungen von Haushalten sowie Recht und Ökonomie von Finanzorganisationen bis hin zu Geldpolitik und Ökonomie von Finanzmärkten. Das CFS leistet, unter Verwendung relevanter Erkenntnisse aus seinen Forschungsbereichen, einen Beitrag zu politischen Debatten und Analysen. Es greift für seine Forschungsprojekte und Politikberatung auf ein Netzwerk aus Wissenschaftlern und Persönlichkeiten aus Finanzindustrie und Zentralbanken in- und außerhalb Europas zurück.

Frankfurt Finance Summit: Hochkarätig besetztes Panel

Am 12. Mai 2016 findet der sechste Frankfurt Finance Summit statt. Nach einer spannenden Conversation befasst sich das erste Panel mit folgenden Themen: Weiterlesen

FinTechGermany Award

Jahrbuch 2016: Hessen fördert FinTechs

Welchen Beitrag leistet das Land Hessen, ein lebendiges FinTech-Ökosystem in der Region zu schaffen? Dazu äußert sich Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im neuen Jahrbuch von Frankfurt Main Finance.

Die Digitalisierung erfasst zunehmend auch den Finanzsektor und stellt insbesondere Banken, Börsen und Versicherungen in immer kürzer werdenden Zeiträumen vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig verändern sich durch die neuen technologischen Möglichkeiten auch die Bedürfnisse und das Verhalten von Kunden grundlegend. Damit muss die Finanzbranche Schritt halten und in neue Produkte, Prozesse, Technologien sowie Sicherheit investieren. Eine große Anzahl junger Finanztechnologie-Unternehmen, FinTechs, hat sich gebildet. Sie können in der nächsten Dekade bis zu 60 Prozent des Gewinns traditioneller Banken im Privatkundengeschäft sowie 40 Prozent ihres Umsatzes übernehmen.

Diesen Veränderungen stellen sich sowohl der Finanzplatz Frankfurt als auch die Hessische Landesregierung. Sie wollen dazu beitragen, dass sich der Finanzplatz zu einem international führenden FinTech-Hub weiterentwickelt.

Dazu bietet die Metropolregion Frankfurt ideale Voraussetzungen. Keine andere Region Deutschlands oder Europas bietet eine ähnliche geografische Verknüpfung von Informations- und Kommunikationstechnologie mit Finanzdienstleistungen. So gibt es renommierte und international anerkannte wirtschaftswissenschaftliche Fakultäten wie die Goethe-Universität und die Frankfurt School of Finance & Management sowie herausragende Adressen für IT.

Dabei ist der Finanzplatz weit mehr als ein potenzieller Geldgeber und Wachstumsförderer der FinTechs. Vielmehr trifft deren Innovationskraft auf die Finanzkraft und das Know-how des wichtigsten Finanzplatzes der Eurozone und Kontinentaleuropas.

Alle Standortvorteile bieten gerade für neue Finanztechnologien enorme Chancen, die bereits heute umfassend genutzt werden. Denn im Unterschied zu den typischen Gründerstädten waren es in Frankfurt bisher weniger Start-up-Unternehmen, sondern vielfach etablierte Finanz- oder IT-Dienstleister, die innovative Finanztechnologien entwickelt haben.

Im Interesse der Fortentwicklung des Finanzplatzes Frankfurt muss und will die Hessische Landesregierung noch stärker dazu beitragen, den Start-up-Bereich und die Gründerszene zu fördern, um auch die Talente aus Hochschulen sowie die hochkompetenten Mitarbeiter der Finanzindustrie mit eigener Geschäftsidee zu halten. Dank der Vielzahl hochengagierter Akteure hat sich das Ökosystem in den letzten Jahren erheblich entwickelt.

Das Land Hessen kann wesentlich dazu beitragen, die Vielzahl bestehender Aktivitäten zu koordinieren und zu bündeln, um das sich dynamisch entwickelnde FinTech-Ökosystem weiter voranzubringen. In den bisherigen Gesprächen hat sich ein Punkt besonders herauskristallisiert: Die Einrichtung und Etablierung eines zentralen Ortes, der FinTechs unter anderem günstigen und attraktiven Büroraum, Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch sowie Zugang zu Beratung und Investoren bietet. Darüber hinaus fördert das Land durch zinsvergünstigte Darlehen, Gründerfonds, Beteiligungen und Bürgschaften. Auch der Aufbau und Betrieb eines FinTech-Clusters werden unterstützt.

Insgesamt soll ein lebendiges Ökosystem entstehen, das verschiedene von Finanzplatzakteuren betriebene Start-up-Zentren beinhaltet, die unterschiedliche Ausrichtungen und Profile vorweisen und sich gegenseitig Anregung geben können. Zudem wird das Land seinen Anteil dazu leisten, die vorhandenen Stärken und Vorteile, die die Region bereits schon heute bietet, auf nationaler und internationaler Ebene besser zu vermarkten.

Frankfurt bei Arbeitnehmern besonders beliebt

Immer mehr Menschen pendeln zum Arbeiten nach Hessen und insbesondere nach Frankfurt. Die Zahl der Berufs-Pendler stieg im Vorjahresvergleich um mehr als 9000 auf 344 667 Menschen (Stichtag: 30.6.2015), wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) bekanntgab. Demnach kommen 14,3 Prozent der in Hessen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland. Viele zieht es nach Frankfurt: 350 400 Menschen kommen täglich zur Arbeit in die Mainmetropole, davon 256 204 aus anderen hessischen Regionen.

Vor allem für die Bewohner der umliegenden Städte und Gemeinden spielt Frankfurt als Arbeitsort eine wichtige Rolle. So arbeiten in den Kommunen Bad Vilbel, Kelsterbach, Offenbach, Mörfelden-Walldorf, Maintal, Eschborn und Neu-Isenburg mehr als die Hälfte aller Auspendler im direkt angrenzenden Frankfurt; in vielen Kommunen – etwa aus dem Vordertaunus – beträgt der Anteil der „Frankfurt-Pendler“ immer noch vierzig Prozent und mehr.

Frankfurt Finance Summit: On the Move

Der sechste „Frankfurt Finance Summit“ findet statt am Donnerstag, 12. Mai 2016. Unter dem Motto „On the Move – The Future of Finance“ diskutieren namhafte Finanzexperten, darunter Dr. Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen und Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Themen der Panels sind:

  • Redefining Banking – Regulatory and Economic Challenges
  • Digitalisation – The Dawning of FinTechs
  • Tectonic shift – Where will finance move to?

Die Konferenz findet statt im „Kap Europa“, Messe Frankfurt. Konferenzsprache ist Englisch.
Das Programm finden Sie hier.