Auf dem Kontinent liegt Frankfurt ganz vorne

Der Finanzplatz Frankfurt hat die Führungsrolle unter den Finanzmetropolen in Kontinentaleuropa übernommen. Zu diesem Ergebnis kommen die Helaba-Volkswirte in ihrer Jubiläumsstudie „Finanzplatz Frankfurt bewegt sich weiter“. Frankfurt punktet mit dem Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB), der herausragenden IT-Infrastruktur, den vergleichsweise günstigen Mieten und Lebenshaltungskosten sowie guter Verkehrsinfrastruktur und liegt jetzt auf dem Kontinent ganz vorne.

Besonders in zwei zentralen Feldern ist der Finanzplatz Frankfurt gut aufgestellt: In der finanzbezogenen Lehre und Forschung hat sich Frankfurt substanziell weiterentwickelt und an internationalem Ansehen gewonnen. Mit der sich ergänzenden Kombination aus Frankfurter Goethe-Universität und Frankfurt School of Finance and Management wird ein attraktives, hochwertiges Spektrum der Lehre und Forschung geboten. Zudem gewinnt Frankfurt durch sein breites Netzwerk an intellektueller Infrastruktur. Bei den Trends in der Finanzbranche ist die Digitalisierung das dominierende Thema. Der technologische Wandel des Bankwesens wird wesentlich von Fintechs sowie Internetkonzernen angeschoben. Hierbei schneidet die Rhein-Main-Neckar-Region als Deutschlands dynamischste FinTech-Region gut ab. Damit Frankfurt seine Position langfristig festigen und ausbauen kann, gilt es insbesondere, Frankfurts Position als deutscher bzw. kontinentaleuropäischer Fintech-Hub auszubauen sowie die Innovationskraft des Finanzplatzes weiter zu stärken.

Zur aktuellen Beurteilung der Finanzplätze Frankfurt, Paris und London haben die Helaba-Volkswirte fünf Kernkriterien herangezogen, die für die nachhaltig erfolgreiche Positionierung eines internationalen Finanzplatzes unverzichtbar sind. Diese sind: Banken, Börsen, finanzbezogene Lehre und Forschung, Trends in der Finanzbranche sowie standortspezifische Qualitäten.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

 

Britisches EU-Referendum: „Wichtigste Weichenstellung seit Jahrzehnten“

Die Briten stehen beim EU-Referendum aus Sicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble vor der wichtigsten Weichenstellung seit Jahrzehnten. Dies betonte der Politiker während seiner Rede beim Frankfurt Finance Summit. Er plädiere für einen Verbleib der Briten in der EU, weitere Zugeständnisse würde es aber nicht geben. Sollte sich die britische Bevölkerung für den Austritt entscheiden, beginne unmittelbar die Exit-Phase. Darüber hinaus stellte er klar, dass sich die Bundespolitik im Falle eines Zusammenschlusses der Deutschen Börse mit der London Stock Exchance (LSE) nicht für einen Sitz der fusionierten Gesellschaft in Deutschland einsetzen werde. Dies gelte auch für den Fall eines Austritts Großbritanniens aus der EU.

Den gesamten Beitrag von Wolfgang Schäuble sehen Sie im Video.

ARD Wirtschaftsmagazin plusminus zur aktuellen Brexit Debatte

Eines der derzeit meistdiskutieren Themen ist die Volksabstimmung in Großbritannien über einen möglichen EU-Austritt. Welche Folgen dies für den Finanzplatz Frankfurt mit sich bringen würde, war Thema des ARD Wirtschaftsmagazins plusminus. Unter dem Titel: „Goodbye Großbritannien? – Wo die Deutschen vom Brexit profitieren“, zeigte die ARD verschiedene Aspekte rund um das Thema Brexit auf.

Der Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V., Hubertus Väth, macht in der Sendung deutlich: „Wir wünschen uns den Brexit nicht, er wäre schlecht für Deutschland, Europa und Großbritannien. Sollte er kommen, handelt es sich um eine klare Chance für den Finanzplatz Frankfurt“.

Insgesamt greift das Magazin einige der entscheidenden Kriterien auf, warum gerade der Finanzplatz Frankfurt gute Perspektiven bietet: Frankfurt ist nicht nur das deutsche Finanzzentrum, sondern ein echtes, europäisches – versinnbildlicht durch die Europäische Zentralbank. Aber auch durch andere entscheidende Institutionen, die ihren Sitz in Frankfurt haben, wie die Europäischen Versicherungsaufsicht (EIOPA) oder das European Systemic Risk Board. Neben den Institutionen, wurde es zudem das Thema Infrastruktur,  als wichtiges Entscheidungskriterium für den Standort hervorgehoben. Hier kann die Mainmetropole Frankfurt gleich mehrfach punkten. Die Finanzmetropole am Main steht für Stabilität, für Technologieführerschaft im Zahlungsverkehr, für zuverlässigen, voll integrierten Börsenhandel, für den Mittelpunkt des europäischen Anleihegeschäfts und nicht zuletzt für eine solide Geldpolitik. Frankfurt gilt als der globale Datenknotenpunkt. Mit 5,1 Terabyte pro Sekunde ist Frankfurt bestens gerüstet, wenn es um das Thema Datentransfer geht. Gerade in der Finanzbranche ein essentieller Standortvorteil. Denn Finanzinformationen müssen schnell und zuverlässig transportiert werden.

Zudem überzeugt Frankfurt bei weiteren wichtigen Faktoren, wie der verfügbaren Bürofläche, einem hervorragenden Dienstleistungsangebot, einer exzellenten Forschungsinfrastruktur oder auch einem der am besten ausgebauten Verkehrsnetze Europas. Kurzum Frankfurt ist gut aufgestellt.

Den gesamten Beitrag des ARD Magazins plusminus finden Sie hier.

Wegweiser für die Wirtschaft: Eschborn for Business

Die neue Ausgabe des Standortmagazins Eschborn for Business ist erschienen. Das jährlich publizierte, zweisprachige Magazin, das sich in erster Linie an die mehr als 30.000 Mitarbeiter in den über 4.000 Unternehmen am Standort richtet, informiert umfassend und aktuell über die wirtschaftlichen Entwicklungen in der Stadt.

Dabei werden in den Rubriken „Netzwerke“, „Wirtschaft“, „Infrastruktur“ und „Eschborn aktiv“ interessante Themen beleuchtet:

  • Titelthema: EschBORN for talents – wie der erfolgreiche Standort den beruflichen Nachwuchs fördert und junge Talente gewinnt. Im Rahmen der azubion-Erlebnistour, die am 4. Juni 2016 startet,  stellen sich namhafte Unternehmen vor.
  • Porträt des japanischen Unternehmens Yaskawa Electric, der Nummer eins im Bereich Automatisierung
  • Südkoreanische Unternehmen in Eschborn
  • Das neue hessische Finanzausgleichsgesetz
  • Einkaufsplaner abiszett
  • RTW-Bahnprojekt
  • Infrastruktur in Eschborn und Umgebung
  • Kunst in der Stadt

Spitzenstandort mit hoher Lebensqualität

Die Stadt Eschborn liegt in direkter Nachbarschaft zur Metropole Frankfurt und ist bestens angebunden an ein weit verzweigtes Autobahn- und Schienennetz sowie den Flughafen. Nicht zuletzt der vergleichsweise niedrige Gewerbesteuerhebesatz von 280 Prozent begünstigt das Wirtschaftswachstum und den Zuzug internationaler Unternehmen in den Gewerbegebieten. Hier entstehen hochwertige und architektonisch anspruchsvolle Büro-Immobilien, die größtenteils durch Hochgeschwindigkeits-Glasfaserkabel an das weltweite Datennetz angeschlossen sind. Trotz der großen Bedeutung der Gewerbegebiete haben Eschborn und Niederhöchstadt ihren Charakter als Wohnorte im Grünen bewahrt und bieten daher auch den Mitarbeitern der ansässigen Unternehmen ein attraktives Umfeld.
Als modernes Büro- und Handelszentrum verfügt Eschborn inzwischen über die höchste Zahl an Arbeitsplätzen im Kreis. Die meisten davon, rund 99 Prozent, sind in Dienstleistungsunternehmen zu  finden, denn die Schwerpunkte liegen in der Finanz-, IT-, Telekommunikations- und Consultingbranche; dazu kommen etwa 80 Hightech-Unternehmen. Fünf Gewerbegebiete rund um das Stadtzentrum eröffnen kleinen wie großen Unternehmen alle Möglichkeiten der Entwicklung.
Die Wirtschaftsförderung in Eschborn kann dank kurzer Wege schneller entscheiden und kundenfreundlich agieren wie reagieren. Hier werden nicht nur neue Ansiedlungen begleitet, sondern
auch viele Initiativen für eine effiziente Unternehmensbetreuung und Förderung umgesetzt. Eschborner Unternehmen und Unternehmer können in vielfältiger Hinsicht davon profitieren.

Laden Sie hier die Ausgabe 2016 von „Eschborn for Business“ herunter.

Studenten des WHU Master in Finance über die Zukunft des Finanzwesens

Top Master Studenten von regionalen Business Schools waren zu Gast beim Frankfurt Finance Summit eingeladen. John Offermann und Xavier Hilderbrand, Studenten des Finance Masterstudiengangs an der WHU-Otto Beisheim School of Management, schildern hier ihre Eindrücke über das Event.

Die Welt der Finanzstudien ist voll von Theorien und Ideen. Rationale Wirtschaftsakteure, ökonometrische Methoden und verschiedene Preismodelle prägen dieses Universum. Eine Frage, die stetig in Business Schools widerhallt, ist, wie diese Ideen tatsächlich den Finanzsektor beeinflussen und dann wiederum die Realwirtschaft. Aufgrund dessen schätzen wir Studenten des Finance-Masterprogramms der WHU-Otto Beisheim School of Management die Möglichkeit, am Frankfurt Finance Summit 2016 teilzunehmen und zu sehen, wie sich die Finanztheorie in der Praxis auswirkt.

Während der vergangenen sechs Jahre hat der Frankfurt Finance Summit führende Stakeholder der europäischen Finanzindustrie zusammengebracht, um die gegenwärtigen Themen in den verschiedenen Bereichen der Branche zu diskutieren. Dieses Jahr lautete das Thema On the Move, wobei sich ein großer Teil um den Mega-Trend Digitalisierung drehte sowie um dessen zukünftige Rolle in der Umgestaltung des Finanzsektors. Der Summit wird jährlich von Frankfurt Main Finance organisiert, einer Initiative, die ins Leben gerufen wurde, um den Standort Frankfurt aktiv als einen der führenden Finanzplätze Europas zu fördern. Mitglieder der Organisation sind unter anderem das Land Hessen, die Stadt Frankfurt und andere prominente Finanzinstitute in Europa. Lebhafte und fesselnde Reden sowie Dialoge mit außergewöhnlichen Referenten wie Wolfgang Schäuble, Bundesminister der Finanzen, Carsten Kengeter, CEO der Deutschen Börse und Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, klärten das ausgewählte Publikum auf.

Das Publikum bestand aus einer inspirierenden Mischung von rund 200 Persönlichkeiten aus Politik, Regulierungsbehörden, führenden Finanzinstituten und FinTech Start-ups. Die Atmosphäre während der Veranstaltung war durchweg angenehm und es gab viele Möglichkeiten zu Vernetzung und Meinungsaustausch. Wir genossen die Möglichkeit, mit verschiedenen Vertretern von Banken, Versicherungen und ausländischen Botschaften zu sprechen und deren Meinungen zu aktuellen Problematiken zu hören, denen der Finanzmarkt zurzeit gegenübersteht.

Der Summit begann mit einer Einführung von Dr. Lutz Raettig, Vorsitzender von Frankfurt Main Finance, Wolfgang Marzin, Geschäftsführer der Messe Frankfurt und Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung. Aufbauend auf der Frankfurter Historie als Handelszentrum betonte jeder Sprecher die Qualitäten, die Frankfurt zu einem der einflussreichsten Finanzzentren machen. Institutionen, wie die europäische Zentralbank sowie strategische Investments des Landes Hessen in die Messe und in verschiedene FinTech-Inkubatoren wurden hervorgehoben.

Trotz der herzlichen Begrüßung sprach Tarek Al-Wazir eine deutliche Warnung an das Publikum aus: Der Finanzsektor versage derzeit bei der Unterstützung des Wachstums in der Realwirtschaft. Er forderte Finanzinstitute auf, ihren Service zu verbessern, um Unternehmen in ganz Europa zu unterstützen. Der Minister betonte auch, dass ein „Brexit“ nicht im strategischen Interesse von Frankfurt und Hessen ist, dass dieser trotzdem eine unvermeidliche Verschiebung der Finanzkraft von London nach Frankfurt bedeuten würde. Dies stellt eine immer wiederkehrende Ansicht von verschiedenen Rednern über den ganzen Tag verteilt dar.

Nach der Einführung kam Carsten Kengeter auf die Bühne. Am Vortag hat er als Vorsitzender seine erste Hauptversammlung absolviert und gab einen umfassenden Einblick in die laufende Fusion zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange. In einer Art Zugeständnis an seine Kritiker erreichte Kengeter die Emotionen des Publikums durch eine solide Business-Logik. Diese beruht auf den Vorteilen, die das Geschäft der Deutschen Börse, die deutsche Finanzwelt und die europäische Wirtschaft als Ganzes mit sich bringt. Für die Deutsche Börse beginnt damit ein neues Kapitel.

Für die Finanzmärkte erleichtert ein fusioniertes Börsenunternehmen den Kapitalfluss zwischen London und Frankfurt, das weltweit größte Finanzzentrum der Welt und der führende Business Gateway für Europas größte Volkswirtschaft, Deutschland. Letztendlich profitiert die Realwirtschaft in Europa von einer effizienteren Kapitalallokation bei konsolidierten und nicht fragmentierten Börsen; eine natürliche Entwicklung der europäischen Kapitalmarktunion.

Anschließend wurde der Summit mit der ersten Podiumsdiskussion fortgesetzt – eine Debatte über die Finanzregulierung und ihre Zukunft in Europa. Die Teilnehmer des Panels repräsentierten Staaten, Regulatoren und führende Finanzinstitutionen. Es bestand Einigkeit über die meisten übergeordneten Punkte. Die Panelteilnehmer waren sich weitgehend einig darüber, dass Überregulierung die Branche gefährden könnte und in dem Zuge auch die Vorbereitung der Branche als Ganzes für künftige Erschütterungen, wie beispielsweise im Jahr 2008. Der Konsens brach ein wenig zusammen, als die Details thematisiert wurden; eine beträchtliche Mischung von Ansichten über die weiteren Entwicklungen der Basel Regulationen und den Effekt neuer Regulationen auf wichtige Finanzprodukte des Privatkundengeschäfts, wie Hypotheken.

Die Teilnehmer des Panels stimmten zu, dass künftige Bemühungen von Aufsichtsorganen sich auf die Umsetzung ordnungsgemäßen Verhaltens von Finanzprofis anstatt auf vergangene Probleme konzentrieren sollten. Gegen Ende der Diskussion zeigte Herr Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die drei zentralen Punkte, denen sich die Industrie stellen muss auf: niedrige Zinsen, FinTech und Regulierung.

Der zweite Teil des Summit 2016 wurde wiederaufgenommen, nachdem die Teilnehmer die Chance hatten, während eines hervorragenden Mittagessens die ersten Reden und Debatten zu diskutieren. Die zweite Hälfte drehte sich um das Thema FinTech Chancen. Günther Oettinger war der erste Sprecher zu dieser Thematik. Er wies darauf hin, dass die Digitalisierung einen enormen Einfluss darauf hat, wie Menschen und Unternehmen heute kommunizieren. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Europäische Kommission versucht, „gemeinsame Standards in einem kohärenten Markt“ zu fördern, um Technologie-Unternehmen zu ermöglichen, sich nahtlos in Europa zu bedienen.

Das darauffolgende Interview mit Gottfried Leibbrandt, CEO von SWIFT, als auch die zweite Podiumsdiskussion wurden von Caroline Hyde, Korrespondentin bei Bloomberg Television für European Business, moderiert. Die Diskussion handelte von FinTechs und der Frage, wie Unternehmertum in der Finanztechnologie die etablierten Banken und Versicherungen berührt. Der allgemeine Konsensus war, dass FinTechs zunehmend mehr traditionelle Akteure zwingen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, sie aber nicht obsolet machen. Die meisten sagten, dass FinTechs oft ihren größeren Kontrahenten helfen, Innovationen in ihren Unternehmen schneller zu integrieren.

Der nächste Hauptredner war der Finanzminister von Deutschland, Dr. Wolfgang Schäuble. In einer direkten und punktgenauen Rede konzentrierte sich der Minister auf die Folgen des „Brexit“-Referendums im Vereinigten Königreich. Ähnlich wie Herr Al-Wazir argumentierte Dr. Schäuble mit Nachdruck, dass jeder Gewinn für Frankfurt auf Kosten der breiteren europäischen Finanzbranche und Wirtschaft sein würde. Dr. Schäuble wies darauf hin, dass der Zugang zum europäischen Binnenmarkt seinen Preis hat und mit diesem Zugang auch Verantwortung verbunden sei. Weitere Themen in der Rede sowie in der Frage- und Antwort-Sitzung waren die aktuelle Politik der EZB, die relativen Erfolge der Finanzaufsicht seit der GFC und die Verdienste der Deutschen Börse.

Am Ende des Summit sprach Mr. Diwakar Gupta, Vorsitzender der Asian Development Bank, darüber, inwiefern FinTechs eine Hilfe für benachteiligte Menschen in Kenia und Indien aufgrund vorteilhafter Banking Services darstellen.

Durch die Verwendung von biometrischen Identifikationstechnologien und kostengünstigen Handys können mehr und mehr Menschen Zugang zum Finanzsystem bekommen. Es ist nun möglich, für Menschen in den ländlichen Gebieten der Entwicklungsländer Bankkonten zu eröffnen und Mobile-Banking-Zahlungen zu vernünftigen Preisen abzuwickeln.

Schließlich wollen wir Frankfurt Main Finance für die tolle Gelegenheit danken, ein Teil des Frankfurt Finance Summit 2016 gewesen zu sein. Die Diskussionen waren ungeheuer inspirierend und wir haben die Chance genossen zuzuhören und mit so vielen brillanten Referenten und Teilnehmern zu sprechen. Wir empfehlen den Frankfurt Main Finance Summit jedem, der die Möglichkeit hat, ein Teil davon zu sein. Sie werden nicht enttäuscht sein!

6. Finanzplatz-Frühstück: FMF und Deutsche Bank zur Entwicklung Indiens

Indien gilt als das Aufsteiger- und Chancenland in der weltweiten Entwicklung. Nicht nur aufgrund seiner Bevölkerung, sondern auch wirtschaftlich nimmt das Land eine rasante Entwicklung – von Indien kann ein wichtiges Signal an die gesamte Weltwirtschaft ausgehen.

Auf Einladung der Deutschen Bank AG und der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. trafen sich heute geladene Gäste im Herzen von Frankfurt zum sechsten FinanzplatzFrühstück. Die Vorsitzende der State Bank of India, Frau Arundhati Bhattacharya, begeisterte mit einem gelungenen Vortrag unter der Überschrift: Indien – viele kleine Schritte hin zu großen Reformen. Nach einer Begrüßung durch Jürgen Fitschen, dem Co-Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bank AG und Hubertus Väth, dem Geschäftsführer der Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V., gab Frau Bhattacharya gekonnt einen Überblick über das spannende Schwellenland Indien.

Ganz besonders deutlich veranschaulichte Frau Bhattacharya zentrale Punkte, welche für die weitere Entwicklung des Landes von wegweisender Bedeutung sind. Vor allem die Bereiche Bildung, Ausbildung und Entwicklung sind für sie wesentliche Faktoren für die weitere Entwicklung Indiens. Weiter erläuterte sie, dass gerade jetzt dringend notwendige Reformen angegangen werden, die für die schnell wachsende Bevölkerung und Wirtschaft des Landes benötigt werden. Mit Frau Bhattacharya konnte eine außergewöhnliche Gastrednerin gewonnen werden, welcher es gelang, mit viel Sachverstand in kürzester Zeit einen fundierten Überblick zur aktuellen Entwicklung in Indien zu geben. Frau Bhattacharya ist die erste weibliche Vorsitzende der 207 Jahre alten State Bank of India und damit eine der mächtigsten Frauen der Welt.

FinTechs verändern Finanzbranche

„FinTechs werden die Banken nicht vernichten, aber sie werden ihre Erscheinungsform verändern“, sagte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, während des Frankfurt Finance Summit. Aufgabe der Regulierer sei es, die jungen Unternehmen nicht zu behindern, sondern Raum für Innovationen zu schaffen. „Die Zeit ist reif für einen neuen Dialog über digitale Transformation“, so der Politiker.

Den gesamten Beitrag von Günther Oettinger sehen Sie im Video.

Frankfurt Finance Summit 2016: Herausforderung Digitalisierung

Am 12. Mai 2016 trafen sich bereits zum sechsten Mal die Topvertreter aus Politik und Finanzbranche zum Frankfurt Finance Summit 2016. Der diesjährige Gipfel stand unter dem Titel: „On the Move – The Future of Finance“. Thematisch ging es in diesem Jahr um die Zukunft des Finanzwesens und die Auswirkungen der Digitalisierung auf Industrie und Regulierungsbehörden. Über 200 Teilnehmer besuchten die Konferenz im Kap Europa, dem ersten Kongresszentrum der Welt, welches ein Platin-Zertifikat von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. erhalten hat.

Von besonderem Interesse während des Frankfurt Finance Summit 2016 waren junge Finanztechnologieunternehmen, kurz FinTechs. Neben anderen Themen waren die regulatorischen Implikationen der Digitalisierung zentrale Punkte auf dem ersten Panel des Tages. Auf dem zweiten Panel des Tages Digitalization – the Dawning of FinTechs, welches von der Bloomberg TV-Moderatorin Caroline Hyde gehosted wurde, ging es sehr dezidiert um das Thema FinTechs. Ebenfalls um Digitalisierung ging es im Gespräch zwischen Prof. Dr. Andreas Pfingsten und Diwakar Gupta. Diese stellten vor allem die Digitalisierung in den Fokus, da diese bei dem sich rasant entwickelnden Thema Financial Inclusion eine große Rolle spielt. Gerade die Bedeutung für die sich entwickelnden Märkte Asiens, in welchen Millionen von Menschen immer noch keinen Zugang zu den Institutionen des Finanzwesens haben und in denen der Zugang zu Bargeld fehlt, ist nicht zu unterschätzen.
In seiner Eröffnungsrede des Frankfurt Finance Summit hob Tarek Al-Wazir, der hessische Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, die Bedeutung eines FinTech-Zentrums für die hessische Landesregierung hervor. Ziel sei es, FinTechs in Frankfurt ein attraktives Umfeld zu bieten. FinTech-Neugründungen sollen begünstigt und etablierte FinTechs langfristig am Standort gehalten werden. Minister Al-Wazir nutzte den Frankfurt Finance Summit 2016, um die aktuellen Pläne für den geplanten FinTech-Hub in Frankfurt zu skizzieren.

The Future of Finance
Im Hinblick auf die Zukunft des Finanzsektors diskutierte Carsten Kengeter, der CEO der Deutsche Börse Group, seine Ansichten in einem Gespräch mit Prof. Dr. Uwe Stegemann, dem Direktor von McKinsey & Company. Neben Themen wie einem möglichen Brexit oder den Fusionsplänen zwischen der Deutschen Börse und der London Stock Exchange lag es Herrn Kengeter besonders am Herzen, über die enorme Bedeutung des Themas FinTech und der Unterstützung von FinTechs durch seine Organisation zu sprechen. Dabei verwies er auf das von der Deutschen Börse eingerichtete Venture Network, das kürzlich in Frankfurt gegründete FinTech-Hub und das damit einhergehende Engagement. Gemeinsam mit Initiativen wie dem Dialogforum FinTech Frankfurt Rhein-Main: „Mit unserem FinTech-Hub als Teil der hessischen FinTech-Initiative wollen wir jungen Unternehmen im Finanzsektor Starthilfe geben. Damit tragen wir zur Entstehung und Entwicklung einer FinTech-Szene am Finanzplatz Frankfurt bei. Frankfurt soll Deutschlands führendes FinTech-Zentrum werden.“

Zudem machte das Vorstandsmitglied der Deutschen Börse, Hauke Stars, deutlich, dass die Deutsche Börse selbst 1990 als FinTech-Unternehmen begann, als sie die Digitalisierung auf das Börsenparkett brachte. Das Panel Redefining Banking – Regulatory and Economic Challenges konnte mit einigen der europäischen Topnamen aus den Bereichen Regulierung und Aufsicht punkten. Hier wurden besonders die Rolle der Kapitalmarktunion für das Wachstum der europäischen Wirtschaft und die Rolle der Regulatoren im Bereich der Digitalisierung in den Fokus gestellt. Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), machte deutlich, dass die BaFin die gleichen Regularien für FinTechs und etablierte Banken etabliere, um für faire Bedingungen zu sorgen. Gabriel Bernardino, Vorsitzender der European Insurance and Occupational Pensions Authority, erläuterte, dass es essentiell sei, Firmen sowohl die Möglichkeit für Innovationen zu geben, als auch Grenzen zum Schutz der Verbraucher zu ziehen.

Sylvie Matherat, Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank, Innovation Labs, sagte mit Blick auf zukünftige Entwicklungen in der Finanzindustrie: „Die Digitalisierung hat fundamentale Auswirkungen auf die Finanzindustrie und die Geschäftsmodelle von Banken. Die Deutsche Bank arbeitet unter anderem durch ihre Innovation Labs erfolgreich mit FinTech-Unternehmen zusammen. Wir sehen technologische Innovationen als eine Chance, unseren Kunden zukünftigen Mehrwert zu bieten. Angesichts der zunehmenden Bedeutung von FinTech-Unternehmen ist es jedoch wichtig, sie angemessen zu regulieren. Die Aufsichtsbehörden müssen dabei die richtige Balance zwischen der Förderung von Innovationen und der Sicherheit für Kunden und das Finanzsystem finden.“

In der ersten Grundsatzrede der Veranstaltung erläuterte Günther Oettinger, EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung und die europäische Strategie bei der Schaffung eines Digital Single Market. Er stellte grundlegend und eindrucksvoll heraus, wie zentral der Schutz der persönlichen Daten von Konsumenten und Investoren ist. Zudem zeigte Kommissar Oettinger eindrucksvoll auf, dass gerade jetzt die Zeit für einen offenen Dialog zur Digitalen Transformation gekommen sei und er ging ebenfalls auf Details des für Ende 2016 geplanten Aktionsplans und die Ergebnisse aus Diskussionen zwischen führenden Vertretern aus Politik und Wirtschaft in ganz Europa ein.

The Dawning of FinTechs
Das zweite Gespräch und das zweite Panel der Veranstaltung standen unter dem Titel Digitalization – the Dawning of FinTechs und wurden großartig von Caroline Hyde von Bloomberg Television moderiert. Frau Hyde führte ein spannendes und sehr informatives Gespräch mit Gottfried Leibbrandt, dem CEO von SWIFT, in welchem die Bedeutung der Cybersicherheit und die Bedeutung der Digitalisierung bei der Schaffung neuer Schwachstellen diskutiert wurden. Herr Leibbrandt stellte heraus, dass Banken mit FinTechs kooperieren sollten und deren Technologie ihnen und den Konsumenten nutzen werde.
Auf dem Panel wurde dieses Gespräch fortgeführt und diskutiert, inwieweit FinTechs Veränderungen im Bereich der Backoffice-Funktionen der Banken, für die Endverbraucher und Konsumenten herbeiführen. Gerade beim Thema Blockchain hob Hauke Stars von der Deutschen Börse das enorme Veränderungspotenzial für die Finanzindustrie hervor. Sie erläuterte, dass gerade im B2B-Bereich und nicht im Konsumentenbereich die größten Veränderungen zu erwarten seien, vor allem im Hinblick auf die Kosten der Banken im Bereich des Backoffice und bei den Infrastrukturkosten. Denn gerade in diesen Bereichen biete der Einsatz neuer Technologien einen bedeutenden Effizienzgewinn. Roland Boekhout, der Vorstandsvorsitzende der ING-DiBa AG, machte vor allem die Anstrengungen deutlich, mit welchen seine Organisation die Zusammenarbeit mit FinTechs vorantreibe und hob das Ziel hervor, die führende digitale Bank Deutschlands zu werden. Zudem werde intern die Entwicklung der digitalen Dienstleistungen vorangetrieben und ein Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit FinTechs gelegt, da sie neue Technologien entwickeln und kundenrelevant sind.

Eine ganz besondere Ehre in diesem Jahr war es, dass der deutsche Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble, mit dem Thema: Tectonic Shift – Where will finance move to? eine entscheidende Grundsatzrede hielt. In dieser herausragenden Rede griff Dr. Schäuble auch einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU auf. Vor allem machte er die Vorteile eines Verbleibs Großbritanniens innerhalb der Europäischen Union deutlich: “Great Britain’s relationship with Europe should not be defined by splendid isolation, but by splendid integration.” Weiter erläuterte er die überragende Bedeutung Europas für die Zukunft des Finanzwesens insgesamt. Zudem lobte er die Regulatoren, indem er auf die Erfolge hinwies, Risiken zu minimieren. Darüber hinaus stellte der deutsche Finanzminister heraus, wie wichtig es ist, die Bankenunion zu stärken. Auch für Herrn Dr. Schäuble war die Digitalisierung das zentrale Thema. Schließlich brachte er zu den Themen Digitalisierung und Innovation zum Ausdruck, wie wichtig es ist, dass alle Branchen innovativ sind, um passende Business-Modelle für die neue Welt zu finden. Im Anschluss an seine Rede hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, Herrn Dr. Schäuble einige Fragen zu stellen.

Vor dem krönenden Abschluss der Konferenz durch das Schlusswort von Wolfgang Hartmann, Chairman of the Executive Committee, Frankfurt Institute for Risk Management and Regulation (FIRM), kam in der letzten Conversation des Tages ein spannendes Thema zum Tragen: die Financial Inclusion.

Hier diskutierten Prof. Dr. Andreas Pfingsten, Director Finance Center Münster, Universität Münster, und Diwakar Gupta, Vice President der Asian Development Bank (ADB), über die finanzielle Eingliederung, einen weiten Bereich, welcher sowohl gesellschaftlich als auch politisch höchst spannend ist. Herr Gupta erklärte die Herausforderungen der finanziellen Eingliederung in den Bereichen, in denen ein Drittel der Bevölkerung in Armut lebt. Ganz oben auf der Liste sind Menschen, die nur begrenzten Zugang zu Finanzdienstleistungen haben und die, die sie zum ersten Mal verwenden. Er stellte die These auf, dass die Regierungen eine zentrale Rolle dabei spielen, Crafting-Technologie zu unterstützen sowie bei der Förderung und der finanziellen Eingliederung zu helfen. Die Erfolgsgeschichten von Mobile-Banking-Netzwerken in Afrika beweise die Notwendigkeit für den Ausbau der FinTechs und die Unterstützung dieser Ziele.

In seinem sechsten Jahr war der Frankfurt Finance Summit erneut ein voller Erfolg. Nicht nur durch die mediale Resonanz, die ausgezeichneten Referenten und Diskussionsteilnehmer, sondern auch durch die hochkarätigen Teilnehmer. Zusätzlich konnte die Konferenz über einen Livestream verfolgt werden, den mehr als tausend Menschen nutzten.

Die kompletten Aufnahmen des diesjährigen Frankfurt Finance Summit 2016 finden Sie auf der folgenden YouTube Playlist:

Hessen fördert aktiv den Ausbau eines FinTech-Zentrums in Frankfurt

Bereits im September 2016 soll das Frankfurter Fintech-Zentrum eröffnet werden, das kündigte Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Rahmen des Frankfurt Finance Summit an. Den Anstoß für dieses Zentrum hatte die hessische Landesregierung im vergangenen Dezember mit einer Ausschreibung gegeben. Ziel sei es, modernen Finanztechnologien in Frankfurt ein attraktives Umfeld zu bieten. FinTech-Neugründungen sollen begünstigt und etablierte FinTechs langfristig am Standort gehalten werden.

Den gesamten Beitrag von Tarek Al-Wazir sehen Sie im Video.

Study the Future: neue FinTech-Vertiefung im Bachelor an der Frankfurt School

Zum Wintersemester 2016/17 bietet die Frankfurt School of Finance & Management die neue Spezialisierung „Digital Innovation and FinTech“ in ihrem Bachelor-Studium in Business Administration an. Launch-Partner und maßgeblicher Initiator ist die FinTech Group AG; sie fördert 20 Studierende durch eine hälftige Übernahme der Studiengebühren. Zusätzlich können sie bei der FinTech Group im Rahmen des dualen Studiengangs als Trainees erste Berufserfahrung sammeln.

„Durch IT-gestützte Innovationen entstehen enorme Potenziale. Hier in Frankfurt geht es vor allem um FinTechs“, so Professor Dr. Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School. „Jetzt schaffen wir das erste Studienangebot, das junge Leute darauf vorbereitet, diese Chancen in Produkte und Services umzusetzen. Die FinTech Group hat sich als echter Sparringspartner bei der Entwicklung des Programms erwiesen. Die Kooperation wird vor allem den Studierenden zugutekommen.“

Frank Niehage, CEO der FinTech Group, ist wesentlicher Ideengeber für die neue Vertiefung. Er kommentiert: „Um die Digitalisierung in der Finanzbranche auch in Zukunft in Deutschland voranzubringen, benötigen wir engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiter insbesondere am Standort Frankfurt. Nur mit ihnen können wir Marktchancen wahrnehmen und unser Wachstum realisieren. Wir freuen uns, mit der Frankfurt School einen exzellenten Partner gefunden zu haben, mit dem wir die Idee für das erste FinTech-Studienangebot schnell und dynamisch umsetzen können. Unser großes, gemeinsames Ziel ist es, den Studierenden vielversprechende Karriereperspektiven aufzuzeigen und andere Unternehmen einzuladen, sich an dem Thema zu beteiligen.“

Um die Studierenden zusätzlich zu motivieren, wird die FinTech Group AG den drei Jahrgangsbesten jeweils einen Arbeitsvertrag anbieten. Beim Bachelor Day am Samstag, dem 30. April 2016, stellte die Frankfurt School die neue Vertiefung vor. Auch die FinTech Group wurde mit einem Stand dabei.

Das Bachelor-Studium Business Administration mit der Vertiefung Digital Innovation and FinTech dauert sieben Semester. Es wird im 3-Tage-Modell angeboten. Während der Vorlesungszeit sind die Studierenden drei Tage in der Woche, auch samstags, an der Frankfurt School und drei weitere Tage im Unternehmen. Die Frankfurt School freut sich auf weitere Unternehmen aus allen Branchen, die Studierende in der Bachelor-Vertiefung Digital Innovation and Fintech als Praktikanten, Werkstudenten oder Trainees beschäftigen.

Erfolgreiche Absolventen erwerben den Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.). Das Studium beginnt am 29. August, Bewerbungsschluss ist in diesem Jahr der 30. Juni. Studierende müssen eine Hochschulzugangsberechtigung nachweisen und das Bewerbungsverfahren der Frankfurt School und der FinTech Group erfolgreich durchlaufen. Die Studiengebühren liegen bei 6.650 Euro pro Semester, von denen die FinTech Group die Hälfte übernimmt.