EY-Start-Up Academy bahnt erfolgreiche Finanzierungsrunde für Frankfurter Start-Up an

  • Konsortium aus High-Tech Gründerfonds und Kapitalgebern des Business Angels FrankfurtRheinMain e.V. investiert mehr als 775.000 Euro in energy
  • Kontakt für Finanzierungsrunde bei EY Start-up Academy geknüpft
  • Hessischer Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir: Region Frankfurt/Rhein-Main hat deutschlandweit höchstes Wachstum an FinTech-Unternehmen

Das Frankfurter Jungunternehmen node.energy, ein Anbieter digitaler Lösungen für das Management sogenannter Microgrids (Vernetzung lokaler Stromquellen und -nutzer), sichert sich 775.000 Euro Wachstumskapital. Dies gaben die Investoren, bestehend aus dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) und Kapitalgebern des Business Angels FrankfurtRheinMain e.V., gestern bekannt. Der Kontakt zwischen den Investoren und node.energy wurde im Rahmen der EY Start-up Academy, einem dreimonatigen Programm für Tech- und FinTech-Start-ups, hergestellt. Die Abschlussveranstaltung der EY Start-up Academy, die in Kooperation mit der Deutschen Börse und dem TechQuartier (TQ) durchgeführt wird, fand am Dienstag im TQ im Westen der Mainmetropole nahe der Frankfurter Messe statt.

Frankfurt etabliert sich als Start-up Tech-Hub

Dass node.energy im Rahmen der EY Start-up Academy erfolgreich Beteiligungskapital in dieser Höhe einsammeln konnte, zeige, dass der Standort Frankfurt sich als Start-up-Hub für Tech-Unternehmen etabliert, so Christopher Schmitz, Partner bei EY und Kurator der Initiative. Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, der das TechQuartier mitinitiiert hat und politisch unterstützt, nannte das Gründungszentrum anlässlich des einjährigen Bestehens „einen Ort, an dem man sich vernetzt“. Die Region Frankfurt/Rhein-Main weise zum Beispiel deutschlandweit das höchste Wachstum an FinTech-Unternehmen auf. node.energy ist ein Start-up der Gründer Matthias Karger (35) und Lars Manuel Rinn (30), das sich auf die kaufmännische Optimierung von lokalen Energiekonzepten spezialisiert. Das Unternehmen richtet sich an Wohnungsgesellschaften sowie an Industrie- und Gewerbekunden. „Dass node.energy sowohl unsere Business Angels als auch den HTGF überzeugen konnte, ist ein schöner Beleg für die Qualität der Start-ups am Standort Frankfurt. Im konkreten Fall treffen eine praxisgerechte Innovation und ein erfahrenes Gründerteam zusammen. Dass es sich um ein Produkt für die bessere und effizientere Energienutzung handelt, freut uns besonders, da wir diesem Sektor verstärkte Aufmerksamkeit widmen“, sagt Dr. Burkhard Bonsels, Vorstandsmitglied bei den Business Angels FrankfurtRheinMain e.V., der sich an der Finanzierungsrunde auch persönlich beteiligt. Das frische Kapital soll in die Erweiterung des Teams sowie in die Weiterentwicklung der Plattform und Finanzierung des Markteintritts in Deutschland fließen.

Kontakte zu rund 40 Investoren hergestellt

An der EY Start-up Academy haben sieben ausgewählte Start-ups – Asteria, Creditlinks, EVANA AG, F ECTIVE AG, MES & DAK, StudySmarter und node.energy – teilgenommen. Sie haben in den vergangenen Wochen auf rund 30 Veranstaltungen unterschiedliche Investoren, Vertreter von Banken sowie Start-up-Experten getroffen. Auf der Abendveranstaltung gaben die sieben Unternehmen eine Abschlusspräsentation und wurden feierlich mit dem EY Start-up Academy Award gewürdigt. „Dieses Qualitätssiegel soll den Teilnehmern auf ihrem weiteren Wachstumsweg und im Kontakt mit Kapitalgebern, Behörden sowie Steuer- und Rechtsberatern helfen“, kommentiert Christopher Schmitz. „Wir haben im Rahmen der EY Start-up Academy sehr wertvolle Kontakte geknüpft und sowohl unsere Business Planung als auch unseren Investoren-Pitch signifikant verbessert“, erläutert Tilo Kraus, Co-Founder von CreditLinks, exemplarisch für die teilnehmenden Gründer. Insgesamt wurden Kontakte zu rund 40 Investoren im Rahmen der Workshops und Einzelgespräche hergestellt – einige der Teilnehmer befinden sich in Verhandlungen und Due Diligence-Phasen für weitere potenzielle Seed-Finanzierungsrunden.

Start-up-Ökosystem fördern

Die EY Start-up Academy wird im kommenden Jahr 2018 fortgesetzt, gegebenenfalls sogar auf weitere Gründermetropolen in Deutschland ausgeweitet. „Unser Ziel ist es, hochattraktive Rahmenbedingungen für Tech- und FinTech-Neugründungen mitzugestalten“, erklärt Christopher Schmitz. „Der Beitrag Frankfurts für das deutschlandweite Start-up-Ökosystem ist als enorm wichtig einzustufen“. FinTech-Experte Schmitz nennt vier Punkte, auf die sich die Kooperationspartner aus Privatwirtschaft, öffentlicher Hand und Bildung fokussieren sollten: Unternehmertum und Gründergeist zu fördern, Bürokratie abzubauen, an einem unternehmerfreundlichen Steuersystem mitzuwirken und eine bessere Verfügbarkeit von Wagniskapital zu gewährleisten.

FinTechRat: Empfehlungen zur digitalen Entwicklung

Der Parlamentarische Staatssekretär Jens Spahn hat vom FinTechRat eine Reihe von Handlungsempfehlungen entgegengenommen. Diese beinhalten Möglichkeiten, wie Deutschland seine Potentiale als FinTech-Standort weiter kräftigen und digitale Entwicklungen besser berücksichtigen kann. Nicht nur FinTech-Unternehmen, sondern auch Vertreter von Banken, Versicherungen und Wissenschaft haben zu dem Papier beigetragen.

Der FinTechRat ist ein ehrenamtliches Expertengremium. Er berät das Bundesministerium der Finanzen zu Fragen der digitalen Finanztechnologie, insbesondere zu (informations-) technologischen Entwicklungen, ihren Potentialen, Chancen und Risiken sowie zu den staatlichen Rahmenbedingungen für digitale Finanzinnovationen in Deutschland. Der FinTechRat setzt sich zusammen aus Vertretern der Wissenschaft, Finanzwirtschaft und Behörden mit einschlägigen Kenntnissen und Erfahrungen.

Die konstituierende Sitzung des FinTechRates fand statt am 22. März 2017 unter dem Vorsitz von Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen. In diesem Jahr haben bereits vier Sitzungen des FinTechRats stattgefunden.

Die Emp­feh­lun­gen wurden verfasst von den Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern im FinTechRat. Es handelt sich dabei um Vertreter aus FinTechs, Banken und Versicherungen sowie Wissenschaftlern, die zur Digitalisierung des Finanzsektors forschen. Die im FinTechRat vertretenen Behörden (BMF, Bundesbank, BaFin) haben nicht an den Empfehlungen mitgewirkt.

Die Handlungsempfehlungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie Deutschland seine Potentiale als FinTech-Standort weiter kräftigen und digitale Entwicklungen besser berücksichtigen kann; zum Beispiel im Bereich Infrastruktur, Zuwanderung oder auch durch die gezielte Pilotierung neuer Technologien. Das Bundesfinanzministerium wird insbesondere die Empfehlungen, die die eigene Zuständigkeit betreffen, sogfältig prüfen. Bei einigen Empfehlungen sind wir bereits tätig. So richtet die BaFin-Aufsicht künftig einen stärkeren Fokus auf die IT-Kompetenz in Geschäftsleitungen. Die IT der Banken wird immer wichtiger. Schwächen in der IT-Sicherheit können für Banken erhebliche Risiken darstellen. Diese IT-Risiken müssen auch Bankvorstände bewerten können. Dazu benötigen sie ein Mindestmaß an IT-Knowhow.

Reformvorschläge von Mitgliedern des FinTechRats

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

TechQuartier-Geschäftsführer Schäfer: „Wir sind eine auf Innovation gestützte Gemeinschaft“

Es ist die zentrale Anlaufstelle der FinTech- und Start-up-Community im größten Finanzzentrum Kontinentaleuropas – und es feiert sein einjähriges Jubiläum: das Frankfurter TechQuartier. Ein Gespräch mit Geschäftsführer Dr. Sebastian Schäfer über das FinTech-Ökosystem in Frankfurt. Im Interview spricht er über die erreichten Meilensteine und welche Ziele sich das TechQuartier für die Zukunft gesteckt hat. Außerdem spricht er über die Unsicherheit der FinTech-Szene bezüglich des Brexit.

Herr Dr. Schäfer, Sie blicken auf ein Jahr TechQuartier zurück. Welche Meilensteine wurden in dieser Zeit erreicht?

Zunächst einmal freuen wir uns über den Zuspruch aus der Gründerszene. Mit rund 80 Start-ups haben wir inzwischen ein volles Haus. Wir hatten bereits in den ersten Monaten die ersten 1.600 Quadratmeter mit rund 110 Arbeitsplätzen vermietet. Im Juni kam dann eine weitere Etage mit 114 Arbeitsplätzen dazu. Von Tag eins an haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie eine lebendige Community gestaltet sein muss. Denn es geht ja nicht nur um einen schönen Ort, an dem man arbeitet, sondern auch um Inspirationen, gegenseitiges Lernen und Netzwerken. Wir haben also Interessenten, Mitglieder und Unterstützer zusammen mit passenden Themen an einen Tisch gebracht – und dafür auch spannende Formate entwickelt, die sehr erfolgreich gestartet sind. Zum Beispiel Landing Pad, Papillon, Money meets Idea, oder die Start-up Academy.

Mit der Erfahrung, die Sie gesammelt haben – wo sehen Sie weiteres Potenzial für das TechQuartier, wo die Stärken?

Man kann sich immer weiter verbessern. Unser Anspruch ist, ein global sichtbarer Hub zu werden. Dazu zählt auch ein stärkeres Engagement auf der Risikokapitalseite und die konsequente Vermarktung unserer Erfolgsgeschichten am Standort Frankfurt. Unsere Stärke ist ganz klar, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

Der Brexit beschäftigt die Finanzbranche. Ist das auch ein Thema bei FinTechs?

Natürlich sprechen wir in der Szene über den Brexit und mögliche Folgen. Wir merken, dass die Unsicherheit groß ist. Da momentan niemand genau weiß, wie es weitergeht, sind in erster Linie indirekte Effekte spürbar. Wenn zum Beispiel ein FinTech aus Asien nach Europa kommen möchte, wäre die Standortwahl früher sicher auf London gefallen. Jetzt ist Frankfurt eine Option, über die man nachdenkt. Wir merken das zum Beispiel daran, dass sich für unser letztes LandingPad, bei dem wir die Möglichkeit bieten, den FinTech-Hub Frankfurt kennenzulernen, FinTechs aus über 20 Ländern beworben haben. Dieses Interesse eröffnet Frankfurt und der Region die Chance, sich dank gezielter Maßnahmen zum „Powerhouse“ der Innovation zu entwickeln.

Wenn Sie nach vorne schauen: Welche Ziele hat sich das TechQuartier für die Zukunft gesteckt?

Unsere Ziele sind klar definiert: Mehr Start-ups, mehr Partnerschaften, mehr Erfolgsgeschichten. Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass Frankfurts Gründerszene internationale Strahlkraft entfaltet.

Vielen Dank für das Gespräch.

Branchenveranstaltung FINTECHMATTERS in Wien

Das Thema FinTech wird am Finanzplatz Frankfurt hoch gehandelt und setzt Energie frei. Wichtig für den Standort Frankfurt ist es, seine Vorteile im Vergleich zu anderen sichtbar und bekannt zu machen. Jochen Biedermann von Frankfurt Main Finance e.V. nutzte daher die Gelegenheit, am 23. November am FinTech-Treffen FINTECHMATTERS im Tech Gate Vienna teilzunehmen und das Frankfurter FinTech-Ökosystem als attraktiven Standort vorzustellen, an dem auch österreichische und osteuropäische Startups herzlich Willkommen sind, die Vorteile des größten Finanzplatzes in Kontinentaleuropa zu nutzen.

FINTECHMATTERS ist die führende FinTech-Veranstaltung in Wien und findet zweimal jährlich statt. Neben Österreich und Frankfurt haben auch Estland, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, die Schweiz und Hamburg ihre Ökosysteme bzw. Acceleratoren vorgestellt.

Ziel der Veranstaltung war es, Innovatoren, Unternehmen, Investoren und Meinungsführer für internationale Zusammenarbeit und Geschäftsintegration zu begeistern.

Bei der zweiten Auflage von FINTECHMATTERS in Wien ging es in erster Linie um aktuelle Trends und Nischen, aber auch um möglicherweise existierende oder entstehende Blasen im FinTech Bereich. Auf der Agenda standen Themen wie die Digital Banking-Revolution, Artificial Intelligence, ICOs, Blockchain, Big Data, Payment-Lösungen, Cyber Security und Regulatorien. Experten aus mehr als zehn europäischen FinTech-Hubs waren dazu geladen.

Auch der Accelerator Frankfurt sowie die FinTech Group waren vertreten und haben für Frankfurt geworben. Spontan haben zwei österreichische und ein tschechisches FinTech-Unternehmen ihr Interesse bekundet, über Frankfurt im deutschen Markt aktiv zu werden.

Mit Vertretern der Wirtschaftsagentur Wien wurde darüber hinaus über gemeinsame FinTech-Matchmaking-Veranstaltungen im kommenden Jahr in Wien und Frankfurt am Main gesprochen.

 

FinTechs in Deutschland

Deutschlands FinTechs gelingt es zunehmend, zu einem aus eigener Kraft wachsenden dynamischen und diversifizierten Cluster zu werden. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der aktuellen Studie „Germany FinTech Landscape“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die zusammen mit Frankfurt Main Finance die deutsche FinTech-Branche untersucht hat.

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der FinTech-Unternehmen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 295 (2016: 280). Der Kapitalzufluss lag im ersten Halbjahr bereits bei 307 Millionen Euro, im Gesamtjahr 2016 hatten die FinTech-Unternehmen in Deutschland 400 Millionen Euro eingesammelt. Die Anzahl der Abschlüsse legte ebenso zu wie die durchschnittliche Größe der Deals, die leicht von 7 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro anstieg.

Auch wenn die absoluten Wachstumsraten leicht abflachen, zeigt sich weiter eine durchgängig positive Dynamik bei allen wesentlichen Kennzahlen. Das zeige, dass sich die FinTech-Landschaft in Deutschland weiterhin auf einem erfreulichen Pfad befinde, sagt Jan-Erik Behrens, Mit-Autor und Partner bei EY: „Die Entwicklung, die wir hierzulande beobachten, läuft auf ein weiteres Rekordjahr zu und zeigt eindrucksvoll die Innovationskraft des Standorts Deutschland mit unterschiedlichen regionalen Stärken.“

FinTech-Standort Deutschland auf Wachstumskurs

Deutschlands Sektor der jungen Technologie-Unternehmen im Bereich Finanzdienstleistungen (FinTech) gelingt es zunehmend, zu einem aus eigener Kraft wachsenden dynamischen und diversifizierten Cluster zu werden. Dies ist ein wesentliches Ergebnis der aktuellen Studie „Germany FinTech Landscape“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY, die zusammen mit Frankfurt Main Finance die deutsche FinTech-Branche untersucht hat und Möglichkeiten für deren weitere Förderung aufzeigt. Klar erkennbar ist laut Studie der Trend der Finanzinstitute, verstärkt auf die Herausforderung durch Produkte und Dienstleistungen der FinTech-Unternehmen zu reagieren. Die Mehrzahl der zehn größten Banken investieren heute in und/oder kooperieren mit FinTechs. Des Weiteren zeigt sich, dass die Geschäftsmodelle der FinTechs reifer werden und diese z.B. durch Kooperationen untereinander in die nächste Entwicklungsphase gehen, um ihre Marktposition nachhaltig zu stärken.

Im ersten Halbjahr stieg die Zahl der FinTech-Unternehmen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 295 (2016: 280). Der Kapitalzufluss lag im ersten Halbjahr bereits bei 307 Millionen Euro, im Gesamtjahr 2016 hatten die FinTech-Unternehmen in Deutschland 400 Millionen Euro eingesammelt. Die Anzahl der Abschlüsse legte ebenso zu wie die durchschnittliche Größe der Deals, die leicht von 7 Millionen Euro auf 7,3 Millionen Euro anstieg.

Auch wenn die absoluten Wachstumsraten leicht abflachen, zeigt sich weiter eine durchgängig positive Dynamik bei allen wesentlichen Kennzahlen. Das zeige, dass sich die FinTech-Landschaft in Deutschland weiterhin auf einem erfreulichen Pfad befinde, sagt Jan-Erik Behrens, Mit-Autor und Partner bei EY: „Die Entwicklung, die wir hierzulande beobachten, läuft auf ein weiteres Rekordjahr zu und zeigt eindrucksvoll die Innovationskraft des Standorts Deutschland mit unterschiedlichen regionalen Stärken.“

FinTech-Branche verschiebt Fokus und Geschäftsmodelle gewinnen an Reife

Die deutschen FinTechs rücken immer stärker an die Kernfunktionen der Finanzdienstleister heran. Das gilt etwa für Bezahlsysteme über Internet oder mobile Geräte (Payments), Kredite (Lending), aber auch Angebote für die Immobilienwirtschaft (PropTech), die Versicherungsbranche (InsurTech) und der Vermögensanlage (InvesTech) und elektronische Marktplätze (Financial eMarketplaces & Aggregators). Etwa 67 Prozent der neuen FinTechs kommen aus diesen Kernsegmenten, 33 Prozent sind Gründungen im Bereich Enabling FinTechs, zu dem Finanz- und Prozesssteuerungssoftware (Processes & Technology), Finanzdatenanalyse und Regulierungsmanagementservices (RegTech) zählt.

Die Studie zeigt eine Verschiebung der FinTech Aktivitäten. Segmente die in den letzten Jahren das Wachstum stark getrieben hatten, waren InvesTech, Financing & Funding und InsurTech. Im ersten Halbjahr 2017 hingegen ist eine sehr hohe Aktivität im Bereich PropTech zu verzeichnen, was nicht zuletzt auch dem starken Immobilienmarkt in Deutschland geschuldet sein dürfte, wie die Studie vermutet.

Berlin und Rhein-Main-Neckar sind die führenden FinTech-Standorte in Deutschland

Vor allem die Regionen Berlin und Rhein-Main-Neckar bauen innerhalb Deutschlands ihren Status als FinTech-Hotspots aus: Berlin verzeichnet aktuell 80 FinTech-Unternehmen, in der Region Rhein-Main-Neckar sind 72 Unternehmen aktiv. Mit einigem Abstand folgt München, die dritte der führenden FinTech-Standorte innerhalb Deutschlands. In der bayrischen Hauptstadt haben 45 FinTechs ihren Sitz.

Der Rhein-Main-Neckar-Region, angeführt von Frankfurt, bescheinigt die Studie deutliche Fortschritte auf dem Weg, sich als führender Zielort für die Ansiedlung von FinTechs zu etablieren. Die besonderen Stärken der Region Rhein-Main-Neckar sieht die Studie im Bereich Veranstaltungen & Netzwerke sowie im Bereich Infrastruktur. Zahlreiche Inkubatoren, Acceleratoren, Investorentreffen und Vernetzungsinitiativen wurden ins Leben gerufen und mit Erfolg gestartet. Beim Image und Finanzierungsmöglichkeiten hat die Region allerdings noch Steigerungspotenzial. „Internationale Investoren konzentrieren sich noch weiter auf London oder Berlin“, stellt Behrens fest. „Deshalb muss die FinTech-Community an ihrer internationalen Sichtbarkeit arbeiten, um auch Investoren aus dem Ausland anzuziehen.“

Zu den Trends, die die Entwicklung der FinTechs in Zukunft beeinflussen werden, verweist die Studie darauf, dass der Brexit – Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union (EU) – die Attraktivität der deutschen FinTech-Zentren steigern dürfte. Wie etliche Finanzinstitute, die sich bereits für die Verlagerung von Geschäftseinheiten von London in die EU, vor allem auch nach Frankfurt, entschieden haben, dürften auch FinTech-Unternehmen folgen.

„Die hohe Anziehungskraft Frankfurts für Banken macht die Region für FinTechs nun noch interessanter“, sagt Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance. „Der führende Finanzplatz der EU hat die Chance, eine Sogwirkung auf FinTechs ausüben und führender Standort für die jungen, innovativen und agilen Unternehmen zu werden. Es gilt, die Attraktivität des Standorts für FinTechs weiter auszubauen. Frankfurt und die Rhein-Main-Neckar-Region stehen in einem weltweiten Wettbewerb, und London bleibt absehbar die Benchmark in Europa, an der uns Gründer messen werden. Vor allem bei der Offenheit für die Zusammenarbeit mit Gründern, der sozialen Akzeptanz eines Scheiterns und des folgenden Neuanfangs sowie bei der steuerlichen Behandlung von Verlusten aus Risikokapital, müssen wir noch besser werden.“

Finanzinstitute sind zunehmend aktiv im Bereich FinTech

Die wachsende Präsenz von FinTechs im Finanzsektor hat Banken und andere Finanzinstitute dazu veranlasst, verschiedene Initiativen ins Leben zu Rufen und somit auf die FinTech-Herausforderung zu reagieren. So haben neun der zehn größten Banken Deutschlands Kooperationen mit FinTech-Unternehmen begonnen, einige haben selbst in FinTechs investiert wie z. B. die Commerzbank über ihre Investment Vehikel Commerz Ventures und Mainincubator oder die Deutsche Börse über db1 Ventures. „Die Banken beobachten die FinTech-Unternehmen und ihre Lösungen sehr genau – sie kooperieren mit den Startups und investieren zum Teil selber. Bei der Entwicklung eigener innovativer Lösungen bzw. Produkte haben sie aber noch Nachholbedarf“, beobachtet Christopher Schmitz, Mit-Autor und Partner bei EY. „Die aktuellen Initiativen der Banken sind noch vereinzelte und wenig koordinierte Antworten auf die FinTech-Herausforderung. Ein umfangreiches Leistungsangebot auf einer digitalen Plattform, wo sowohl eigene Produkte als auch die von externen Dienstleistern angeboten werden, wäre eine angemessene Antwort auf die FinTechs – Banken arbeiten daran, aber von für Kunden greifbare Mehrwerten ist bislang wenig zu sehen.“ Solche digitalen Ökosysteme könnten auch in Kooperation mit FinTechs entstehen – die Reisebank aus der DZ BANK Gruppe tritt mit ihrem Bankomo Smartphone Banking-Produkt an, ein derartiges Ökosystem zu etablieren.

FinTechs kooperieren mit FinTechs

Während Finanzinstitute noch an einer angemessenen Reaktion auf die FinTech-Herausforderung arbeiten, expandiert eine zunehmende Zahl von FinTechs außerhalb ihres Kernmarktsegments, beobachtet Schmitz. Sie setzen dabei zunehmend auf Partnerschaften mit anderen FinTechs. Es ist auch bemerkenswert, dass die reiferen FinTechs versuchen bereits ihre eigenen Ökosysteme rund um das Kernproduktportfolio aufzubauen. Gut zu erkennen ist dies an Beispielen wie N26, die ihr Leistungsspektrum schnell durch Kooperationen mit anderen FinTechs ausgebaut haben. Die PSD2, die den Zugang für Dritte zu Zahlungskonten ab 2018 etabliert, sowie die zu erwartende weitere Öffnung im Rahmen der „Open Banking“ Bestrebungen bereitet der digitalen Plattformökonomie im Finanzdienstleistungsbereich den Weg. Daher wird sich der Wettbewerb mit etablierten Finanzinstituten intensivieren, erwartet Schmitz: „Finanzinstitute sollten jetzt sich dem Wettbewerbsumfeld angemessene Strategien überlegen und ihre digitalen Ökosysteme mit erkennbaren Kundenmehrwerten in Kooperation mit innovativen Spielern etablieren“.

Die komplette Studie können Sie hier herunterladen.

Das Rhein-Main Gebiet entwickelt sich zur florierenden Startup-Region

Am 27. September 2017 beginnt die erste Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main. An zwei Tagen zeigen über 100 Startups, Acceleratoren, Inkubatoren, Innovation Labs und CoWorking-Anbieter ihr Unternehmen. In den Städten Darmstadt, Frankfurt am Main, Mainz, Offenbach und Wiesbaden können Interessierte hinter die Kulissen schauen und an diversen Programmpunkten teilnehmen. Zum Beispiel zeigen dabei die jungen Gründer mit welcher Idee sie am Markt erfolgreich sind. Drei Stationen gibt es in Mainz, jeweils fünf in Darmstadt und Wiesbaden, und über 40 Gastgeber in Frankfurt. Der Ostpol Gründercampus bündelt in Offenbach vier Programmpunkte. Damit gibt die Startup SAFARI erstmalig einen umfassenden Überblick über Produkte und Unternehmen, die in der Region entwickelt wurden und zum Teil schon weltweit erfolgreich sind.

Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main feiert Premiere

Die Startup SAFARI ist eine Premiere für die Region. Die Teilnehmer haben die Möglichkeit an beiden Tagen in allen fünf Städten an den Programmpunkten teilzunehmen. Die Teilnehmer können sich ihren eigenen Ablaufplan zusammenstellen. So können sie Themenschwerpunkte setzen und zum Beispiel gezielt Startups und Unternehmen aus den Branchen FinTech, InsureTech, PropTech, LifeScience, Big Data, Logistics, Mobility, Virtual Reality, neue Medien und viele mehr, besuchen. Mehrere Community-Events in Frankfurt fördern auf der Startup SAFARI den Austausch und die Vernetzung zwischen den Teilnehmern und vertretenen Unternehmern.

Ziel der ersten Startup SAFARI

Mit der ersten Startup SAFARI gibt es zum ersten Mal die Chance über 80 erfolgreiche Gründer persönlich kennenzulernen. Carolin Wagner, Kuratorin der Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main beschreibt das Ziel so: “Es ist schier unvorstellbar, wie viele verschiedene Ideen in der Region
geboren wurden und wie lebhaft die Szene ist. Das fängt bei FinTech an und geht über künstliche Intelligenz und reicht bis in die Gesundheitswirtschaft. Kaum jemandem ist bekannt, welche einzigartigen Ideen aus der Region kommen. Zu oft wird auf andere große Städte geschaut, ohne zu sehen, was wir hier in der Region schon hervorgebracht haben.” Die Startup SAFARI schafft an zwei Tagen eine Bühne für innovative Jungunternehmern aus der Region. Gleichzeitig haben sich schon über 600 Teilnehmer für die Safari angemeldet. “Das Interesse an der SAFARI ist riesig”, sagt Carolin Wagner, die das Programm zusammengestellt hat.

Rhein-Main Region bei Startups und Gründern beliebt

Der Organisator der Startup SAFARI Rhein-Main, Daniel Putsche, beschreibt die Region als prosperierend. Bei der Vorbereitung der Veranstaltung klang immer wieder an, wie beliebt die Region für Gründer ist. “Die Frankfurt/Rhein-Main Startup-Szene ist rasant gewachsen. Bisher gab es allerdings wenig Überblick was die Branchen und jungen Unternehmen anbelangt. Die Startup SAFARI setzt genau da an und ermöglicht nun allen Interessierten erstmalig einen umfassenden Einblick in das Ökosystem. Mit allen relevanten Playern wie zum Beispiel Co-Working Spaces, Innovation Labs und natürlich Startups selbst.” Putsche hat selbst vor vier Jahren die Firma Candylabs gegründet. Candylabs begleitet Unternehmen und Konzerne durch Innovationsprozesse.

Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat erkannt, wie wichtig es ist, dass das Rhein-Main Gebiet und insbesondere Frankfurt als Startup-Region wahrgenommen wird. Die Bedeutung der ersten Startup SAFARI beschreibt das Stadtoberhaupt so: „Frankfurt entwickelt sich als beliebter Startup- und Gründerstandort. Die Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main ist eine herausragende Veranstaltung von motivierten jungen Gründern, die genauso – wie viele – überzeugt von Frankfurt und der Region als Standort sind! Ich begrüße das Engagement, die Begeisterung und die Leidenschaft aus der Szene sehr.”

In den fünf Städten gibt es 60 unterschiedliche Programmpunkte. Über 80 Startups, zehn CoWorking-Spaces, acht unternehmensinterne Innovation Labs und Initiativen, sechs Acceleratoren, und drei Inkubatoren stellen sich vor. Bislang haben sich zur Safari über 600 Teilnehmer registriert, die Vorträge, Präsentationen und Pitches in den unterschiedlichen Orten besuchen. Während der zwei Tage sind über 26 Stunden Programm dicht durchgetaktet.

Möglich wurde die Startup SAFARI durch das finanzielle Engagement der Sponsoren PwC, DB Systel, Industriepark Höchst, Merck, die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain, Aurelis, eprimo, EY, Provadis Hochschule, The Office Frankfurt, und die Wirtschaftsförderung Frankfurt. Zudem haben adaptive Balancing Power, Climate-KIC, Hogan Lovells, Infraserv Höchst, Innovectis, Sanofi, Science4life und Technologieland Hessen die Startup SAFARI finanziell unterstützt.

Weitere Informationen zur Startup SAFARI Frankfurt/Rhein-Main finden Sie hier.

 

Studie beziffert Jobwachstum in Frankfurt durch Brexit

Wie hoch ist das gesamte, durch den Brexit ausgelöste Jobwachstum in Frankfurt und Umgebung? Diese und weitere Fragen diskutierten Journalisten mit Vertretern der WHU, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und Frankfurt Main Finance. Anlass war die Veröffentlichung der Studie „Winning Frankfurt: Brexit Bankers Bring More Welfare To Frankfurt Than Just Their Jobs“.

Insgesamt 13 Journalisten kamen in den Räumlichkeiten von Frankfurt Main Finance zusammen, wo Professor Lutz Johanning und Moritz C. Noll vom Lehrstuhl für Empirische Kapitalmarktforschung der WHU – Otto Beisheim School of Management, Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt sowie Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance am 24. August die aktuelle Studie „Winning Frankfurt: Brexit Bankers Bring More Welfare To Frankfurt Than Just Their Jobs“ vorstellten.

Bereits im Vorfeld war klar, dass der Brexit zu Verlagerungen von Arbeitsplätzen in der Finanzbranche von London nach Frankfurt führen würde. Gut begründete Schätzungen gingen von rund zehn Tausend Jobs innerhalb der nächsten vier Jahre aus. Doch das gesamte, durch den Brexit ausgelöste Jobwachstum ist viel höher, so das Ergebnis der Studie. Der Fokus der Untersuchung lag auf den Multiplikatoreffekten und damit auf der Frage, welches Wachstum für andere Branchen ein Plus an Bankarbeitsplätzen nach sich zieht. Das Ergebnis zeigt, dass dieser Effekt – je nach Betrachtungsraum – 2,1 bis 8,8 Mal so hoch liegt. Geht man von zehn Tausend neuen Bankstellen aus, können folglich in den folgenden vier Jahren in der Rhein-Main-Region im optimistischen Fall bis zu 88 Tausend neue Stellen entstehen.

Winning Frankfurt: Brexit Bankers’ Welfare Effect Beyond Bringing Their Jobs [Herunterladen]

Die EY Start-up Academy: Ein Crash-Kurs für Start-ups im Herzen Frankfurts

EY hat in Kooperation mit der Deutschen Börse und dem TechQuartier in Frankfurt die EY Start-up Academy gegründet. Mit der Academy möchte EY Tech- oder FinTech Start-ups in ihrer Gründungsphase unterstützen und einen Beitrag zum Wachstum des Start-up-Ökosystems leisten.

In einem 12-wöchigen Crashkurs mit über 30 Veranstaltungen – zwei bis drei pro Woche – erhalten die Unternehmensgründer wichtige Informationen rund um die Gestaltung von Finanzierungsrunden,  sowie zu finanziellen, rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen – eben all das, was für ihr weiteres Wachstum wichtig ist. Dabei stehen den Start-ups nicht nur EY Fachexperten zur Verfügung, sondern auch Investoren, Unternehmen, Banken und erfahrenere Gründer. Am Ende des 12-wöchigen Programms wird das beste Start-up mit dem EY Start-up Academy Award ausgezeichnet.

Das Programm richtet sich an Start-ups in der Gründungsphase, die bereits einen Proof of Concept oder ein Minimum Viable Product besitzen, sich bootstrapped finanziert oder einen Business Angel für sich gewonnen haben und jetzt einen Investor für ihr weiteres Wachstum suchen. Während der zwölf-wöchigen Dauer des Programms stellt das Tech Quartier den teilnehmenden Start-ups jeweils zwei Arbeitsplätze zur Verfügung. Damit können die Start-ups sich auch in das dynamische Ökosystem des TechQuartiers einklinken.

Der Bewerbungsprozess ist bereits gestartet, Deadline ist der 4. August 2017. Mitte September geht es dann richtig los!

Für mehr Informationen gehen Sie auf www.start-up-initiative.ey.com/academy oder www.techquartier.com/programs/ey-startup-academy

Accelerator Frankfurt – zweiter Demo Day ein voller Erfolg

Start-ups aus aller Welt haben am 13. Juli in Frankfurt ihr Unternehmenskonzept vor Investoren und potenziellen Kunden präsentiert. Der Demo Day war der Höhepunkt eines viermonatigen Accelerator-Programms, in dem insgesamt acht Jungunternehmen einen straffen Trainingsplan durchlaufen haben.

Accelerator – in der Start-up-Szene ist das längst ein gängiger Begriff. Dahinter verbergen sich zumeist Institutionen, die junge Entrepreneure unterstützen und durch intensives Coaching deren Entwicklungsprozess stark beschleunigen wollen. „Mut alleine genügt nicht, es braucht auch ein hundertprozentiges Engagement“, erklärt Ram Shoham, Gründer des Accelerator Frankfurt. Folglich ist das Programm, das Gründern hier geboten wird, enorm anspruchsvoll. Von Recht- und Steuerfragen über Finanzierung, Kommunikation und digitales Marketing bis hin zur Strategieplanung – in mehr als 200 Beratungsstunden werden aussichtsreiche Geschäftsideen so ausgearbeitet, dass sie reif sind zur Präsentation vor Investoren und potenziellen Kunden. Wofür Start-ups normalerweise etwa zwei Jahre brauchen, kann hier in nur vier Monaten geschafft werden.


Internationale Start-ups präsentieren ihr Konzept vor Investoren und potenziellen Kunden

Den jungen Unternehmern wird hierbei einiges abverlangt. Wer den Bewerbungsprozess erfolgreich absolviert hat, kommt nach Frankfurt. Gemeinsam arbeiten alle in einem Open-Space-Büro, sie treffen Mentoren mit viel Erfahrung in den Bereichen Industrie, Start-up, Finanzierung, bekommen einen Lead-Mentor, entwickeln in akribischer Arbeit ihr Konzept. Schließlich will am Ende jedes Unternehmen beim Demo Day punkten.

In Frankfurt ging am 13. Juli das zweite Accelerator-Programm in die finale Runde. Sieben der insgesamt acht Start-ups, Adjesty (Adtech, Israel), Aeroplan (Insurtech, Israel), AsiaFundManagers  (Fintech,Germany), EcoKraft (Fintech, Germany), Norma (Cybersecurity, Korea), Smart Mile Solutions (Smart Cities, Netherlands) and Travel to Live (Traveltech, Canada/Sweden), haben ihren Pitch erfolgreich gemeistert. Daneben präsentierten sich drei Start-ups aus den VABN, einem Frankfurter Gemeinschaftsbüro für Gründer. Die vielen internationalen Start-ups beim Demo Day unterstreichen, dass Frankfurt ein attraktiver Standort für aufstrebende Gründer aus aller Welt ist. Groß war auch das Interesse auf Teilnehmerseite: Rund 200 waren dabei – darunter viele Investoren auch aus dem Ausland, beispielsweise Venture-Capital-Geber aus Israel, sowie Vertreter des hessischen Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftsförderung.


Mehr Infos zum Accelerator Day

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Darüber freut sich der Accelerator-Founder Shoham, der gemeinsam mit Co-Founder Maria Pennanen mit großem Enthusiasmus für dieses Programm arbeitet. Er hat durch die Veranstaltung geführt, zusammen mit Prof. Elmar Schütz, dem Leiter des VABN und Co-Veranstalter. Großes Interesse unter den Teilnehmern fand auch die Keynote von Björn Weigel, dem Autor von „The Innovation Illusion“.

Das nächste Accelerator-Programm startet am 25. September 2017. Hier finden Interessenten alle Informationen zum Bewerbungsprozess.

Bildnachweis: Jochen Biedermann, Accelerator Frankfurt

FinTech Money Map: Frankfurt holt bei FinTechs auf

In Frankfurt haben sich heute mehr als doppelt so viele Start-ups angesiedelt, wie im Jahr 2014. Damit kann die Bankenstadt am Main deutschlandweit das größte Wachstum aufweisen.

Obwohl jahrelang fast alle FinTechs Berlin als Standort vorgezogen haben, holt Frankfurt inzwischen auf, wie das Portal Internet World Business berichtet. Den Grund hierfür sehen Experten im verstärkten Engagement und der Unterstützung für die Start-up-Unternehmen. „Frankfurt investiert sehr viel, nicht nur staatlich, sondern vor allem auch privat“, sagt zum Beispiel Remigiusz Smolinski, Innovationsexperte bei der Commerzbank-Tochter Comdirect. Peter Barkow, dessen Beratungsfirma die Datenbank FinTech Money Map erstellt, fügt hinzu: „Die Bankenbranche war lange sehr träge.“ Dies sei der Grund, warum jahrelang fast alle FinTechs nach Berlin gegangen seien. „Das Ökosystem hat sich in Frankfurt erst kürzlich gebildet.“

Als zentrale Anlaufstelle und Knotenpunkt für die FinTech-Szene gilt inzwischen das landesgestützte TechQuartier.