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Der Standort spielt für junge FinTechs eine sehr wichtige Rolle

Wir haben Dr. Jochen Biedermann, Senior Advisor bei Frankfurt Main Finance und FinTech-Experte, gefragt: „Was zeichnet die Region Frankfurt Rhein-Main als FinTech-Standort aus?“ Im Interview gibt Dr. Biedermann spannende Einblicke in die Gründerwelt im Rhein-Main-Gebiet.

Was beeindruckt Sie am meisten, wenn Sie mit jungen FinTech-Gründern sprechen?

Mich beeindruckt am meisten das Gespür der Gründer für neue Ideen und Chancen in der Finanzindustrie sowie der Mut, diese zu realisieren – trotz vieler Entbehrungen und Widerstände. Häufig erleben Gründer einen Wettkampf mit ungleichen Waffen, vergleichbar der Geschichte von David gegen Goliath: hier der Gründer, der seine Ersparnisse und Erfahrungen einbringt und oft jahrelang Tag und Nacht mit Gleichgesinnten ohne festes Gehalt an seinem Projekt arbeitet und auf der anderen Seite das Großunternehmen mit Millionen an Kunden und Umsätzen.

In den letzten Jahren ist dieses Bild allerdings facettenreicher geworden: Erfolgreiche Davids haben sich mit den Goliaths bestens arrangiert und etablierte Finanzdienstleister als Partner oder Kunden gewonnen. Weniger erfolgreiche FinTechs scheitern oftmals an der nächsten Finanzierungsrunde, denn die Geldgeber sind aus gutem Grund sehr wählerisch geworden – in Deutschland wie fast überall auf der Welt ist die die Goldgräberstimmung der ersten FinTech-Jahre vorbei und wir sehen, dass nach und nach die Realität Einzug hält.

Was sind die First Steps eines Gründers, der sich dazu entschließt, sein Unternehmen am Finanzplatz Frankfurt anzusiedeln? An welche Anlaufstellen kann sich ein Gründer in Frankfurt wenden?

Die Standortwahl spielt für aufstrebende FinTechs eine sehr wichtige Rolle. Zugang zu Talent ist vielleicht der wichtigste Faktor. Im Fokus stehen dabei Fragen wie: Wo finde ich Gleichgesinnte, z.B. einen Chief Technology Officer? oder Wo finde ich kostengünstige und erfahrene Entwickler? Hier ist das Rhein-Main-Gebiet mit seiner breiten Hochschullandschaft mit Studienangeboten in den Bereichen Finanzen, Informatik bis hin zu Management und Unternehmertum sehr gut aufgestellt. Dazu kommt ein reiches Reservoir an Managern und Mitarbeitern der klassischen Finanzbranche, die bereit sind die Seiten zu wechseln und etwas Neues aufzubauen.

In der Regel bleiben Gründer aber erst einmal dem Heimatort treu und starten aus ihrem vertrauten Umfeld heraus, insbesondere auch um die Kosten in der Anfangsphase niedrig zu halten. Später geht es dann um Zugang zu Fördermitteln und den Austausch mit Gleichgesinnten in attraktiven FinTech-Zentren. In Frankfurt haben Gründer allein innerhalb der Stadtgrenzen schon jetzt eine Auswahl an neun unterschiedlichen FinTech-Zentren. Neben dem 2016 gestarteten TechQuartier bieten z.B. auch WeWork, Mindspace, The Spot, VABN und natürlich die Angebote der Banken und der Deutschen Börse (hier finden Sie eine Übersicht) Unterstützung. Und nicht zuletzt ist die Nähe zu den potentiellen Kunden ein relevanter Aspekt. Aus diesem Grund siedeln sich viele B2B-FinTechs am Finanzplatz Frankfurt an oder sind zumindest mit einem Büro im Rhein-Main-Gebiet vertreten. Sie suchen den Kontakt zu den Banken und der Börse, um diese davon zu überzeugen, ihre FinTech-Lösungen mit in das Kundenangebot aufzunehmen.

Gelten diese Erfahrungen auch für internationale FinTechs?

Bei internationalen FinTechs aus, die in den deutschen Markt wollen (oft aus dem EU-Ausland kommend) oder einen ersten Standort in der EU suchen, sieht es oft anders aus. Hier spielt nicht nur die Willkommenskultur, sondern auch das regulatorische Umfeld eine große Rolle. Brauche ich Lizenzen und Genehmigungen für mein Unternehmen? Wenn ja, wie geht die zuständige Aufsichtsbehörde mit mir um? Fühle ich mich am Standort gut aufgehoben? Im Rahmen meiner Kontakte zu internationalen FinTechs gebe ich gerne Auskunft und vermittle Kontakte, insbesondere zu den verschiedenen Förderern am Standort wie z.B. die Wirtschaftsförderung und die Frankfurt Rhein Main GmbH, die eine erstklassige Arbeit leisten und gerne helfen.

Eine sehr wichtige Rolle spielen die verschiedenen Acceleratoren und Incubatoren im Rhein-Main-Gebiet. Exemplarisch möchte ich den Accelerator Frankfurt nennen, dessen israelisch/finnisches Gründerteam Maria Pennanen und Ram Shoham schon vielen FinTechs geholfen hat, erfolgreich zu starten und Investoren sowie Kunden zu gewinnen. Ich bin selber beim Accelerator Frankfurt wie auch beim Plug and Play Tech Center in Frankfurt als Mentor aktiv – eine ehrenamtliche Arbeit, die mir immer wieder Freude macht.

Sie sprachen eingangs von der Metapher David gegen Goliath: Vor welchen Herausforderungen stehen junge Gründer am Finanzplatz Frankfurt? Ergeben sich hieraus auch Vorteile?

In Frankfurt hängt die Latte, je nach Geschäftsmodell, oft ein bisschen höher als woanders.

Zum einen hat die BaFin als Finanzaufsicht den Ruf, bei Themen wie z.B. dem Verbraucherschutz keine Kompromisse einzugehen. Insofern hat man dort folgerichtig dem Ruf nach sogenannten regulatorischen Sandkästen (Spielwiesen, auf denen man neue Geschäftsmodelle erst einmal unter Aufsicht ausprobieren darf, bevor man unter die volle Regulierung fällt) frühzeitig eine Absage erteilt. Umgekehrt hilft gerade dies den Gründern oft später, wenn sie international expandieren möchten. Ich habe bereits von mehreren Gründern gehört, dass die Gespräche mit ausländischen Aufsichtsbehörden deutlich leichter gefallen sind, wenn man mit der Erlaubnis der BaFin quasi ein „Gütesiegel“ vorzuweisen hatte.

Zum anderen herrscht eine hohe Konkurrenz am Standort, zum Beispiel um Talente wie Absolventen der regionalen Universitäten. Gerade bei IT-Spezialisten konkurriert man nicht nur mit anderen FinTechs, sondern auch mit Banken, Finanzdienstleistern und den vielen anderen Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. Das treibt die Gehälter nach oben – hier können junge Gründer leider nicht immer mithalten.

Auf der Seite der Lebenshaltungskosten ist Frankfurt dagegen recht attraktiv, nicht nur im Vergleich mit den großen internationalen Metropolen wie London, New York, Paris, Hongkong, Singapur oder gar dem Silicon Valley, sondern auch gegenüber anderen deutschen Standorten. Öffentlich geförderte Arbeitsplätze wie im TechQuartier sind dabei sicherlich hilfreich.

Gibt es den perfekten Standort für FinTechs?

Ich denke, so etwas wie den einen perfekten Standort für alle gibt es nicht. Dazu sind die Bedürfnisse der FinTechs zu unterschiedlich. Frankfurt punktet insbesondere mit der Nähe zu den Banken und Finanzdienstleistern als möglichen Kunden, der (fast) perfekten Lokation am zentralen Daten- und Verkehrsknotenpunkt in der Mitte Europas, dem regulatorischen Know-how, das die ansässigen nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden bieten, dem Mittelstand quasi vor der Haustür und einer aktiven FinTech-Szene mit vielen Treffen und Veranstaltungen.

Wie würden Sie das aktuelle Frankfurter FinTech-Ökosystem beschreiben und wie wichtig ist die Nähe zu den ‚großen‘ und etablierten Banken?

Das Ökosystem ist gut etabliert. Mit rund 110 FinTech-Unternehmen ist das Rhein-Main-Gebiet gut aufgestellt. Viele davon sind erfolgreich unterwegs, auch wenn wir mit 360T (2015 für 725 Mill. € von der Deutschen Börse erworben) und Concardis (in 2017 für mehr als 600 Mill. € von den Finanzinvestoren Bain Capital und Advent übernommen) nur zwei große „Exits“ hatten. Darüber hinaus haben wir an der Deutschen Börse bereits erfolgreiche FinTech-IPOs gesehen, wie den von Creditshelf im Sommer dieses Jahres.

Im Vergleich mit anderen Standorten sehe ich im Rhein-Main-Gebiet eher B2B-orientierte FinTech-Unternehmen. Deren Kunden sind neben dem klassischen Mittelständler, der eine Finanzierung sucht oder der seine Finanzprozesse optimieren möchte, oft die Banken. Typische deutsche Großbanken kooperieren oft mit einem Dutzend FinTech-Unternehmen, die ihnen umfassende Lösungen anbieten – von Kontowechsel, Videoident, Finanzplattformen, Konsumentenkredite und -prüfungen, Zahlungsverkehr, Schnittstellen/APIs bis hin zur Erfüllung der in der Regel sehr aufwendigen regulatorischen Anforderungen durch die sogenannten „RegTechs“. Oft, aber nicht immer, sind diese Banken auch an den passenden FinTechs investiert. Ein Chief Digital Officer einer Großbank sagte mir einmal sinngemäß: Wenn wir über eine FinTech-Lösung unser Kundenangebot verbessern können, dann kooperieren wir und kaufen die Services ein. Und wenn die Lösung so gut ist, dass wir sie nicht bei unseren Wettbewerbern sehen wollen, dann kaufen wir halt das ganze Unternehmen.

Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Wie wird sich der FinTech-Standort Frankfurt entwickeln?

Wir sehen seit einiger Zeit neue Technologien, die voraussichtlich die Finanzbranche oder zumindest Teile der Finanzindustrie im kommenden Jahrzehnt verändern werden. Dazu gehört zum einen die Blockchain- oder Distributed-Ledger-Technologie. Und natürlich die Nutzung von künstlicher Intelligenz. Auch die Themen Digitale Identität und IT-Sicherheit („Cybersecurity“) sind schon sehr wichtig und werden in den kommenden Jahren noch bedeutender werden.

Während wir beim Thema IT-Sicherheit durch den Cybersecurity-Hub in Darmstadt  in der Region hervorragend aufgestellt sind, kann man das von den drei anderen genannten Themen so noch nicht sagen. Es gibt zwar sehr erfolgsversprechende Ansätze, wie die Aktivitäten um das Blockchain Center der Frankfurt School of Finance and Management oder den Verein Artificial Intelligence in Financial Services e.V., aber diese werden möglicherweise nicht ausreichen, wenn andere Länder Fördermittel in mehrfacher Milliardenhöhe für diese Bereiche bereitstellen.

Auch beim Thema Nachhaltigkeit in der Finanzindustrie sehe ich sehr positive Ansätze. Das Thema hat sich generell – dank der wichtigen Beiträge der Deutschen Börse und des Landes Hessen –  aus Frankfurt heraus zu einem deutschen Hub entwickelt.
Aber auch die FinTechs tragen dazu bei. Als Koordinator der SDG FinTech-Initiative (SDG = Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen) bekomme ich aus erster Hand mit, was FinTech-Gründer hier alles bewirken können und wie deren Innovationen beispielsweise auf dem afrikanischen Kontinent angenommen werden. Hier haben wir echte „Perlen“ in Frankfurt, die aber oft noch zu wenig bekannt sind. Und Nachhaltigkeit geht uns alle an.

 

 

Dr. Jochen Biedermann berät seit vielen Jahren die Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance e.V. beim Thema FinTech sowie beim Aufbau und der Entwicklung von Partnerschaften mit anderen führenden internationalen Finanzplätzen. Dr. Biedermann ist weiterhin Geschäftsführer des Weltverbandes der Finanzplätze World Alliance of International Financial Centers, fungiert als FinTech-Koordinator des EU Financial Centre Roundtables, ist Mitglied des FinTech Advisory Councils des Astana International Financial Centres (AIFC), CEO von Blockchain Asia Ltd. in Hongkong sowie Mentor beim Accelerator Frankfurt und dem Plug and Play Tech Center. Dr. Biedermann ist promovierter Mathematiker mit einem Abschluss der Universität Cottbus sowie einem Diplom in Mathematik/Informatik der Universität Göttingen.

Finanzplatz Frankfurt, Fincite, FinTech, Ralf Heim

„The Next Best Step“- Interview mit Ralf Heim, Co-CEO von Fincite

Wie sieht die Geldanlage der Zukunft aus? Ralf Heim, FinTech Pionier und Co-CEO bei Fincite, spricht im Interview über die Arbeit des Frankfurter B2B FinTechs und wirft einen Blick in die digitale Zukunft des Asset Managements. Weiterlesen

FinTechGermany Award ehrt führende FinTech-Unternehmen mit der Golden Garage 2018

Zum vierten Mal wurde am Donnerstagabend, dem 14. Juni 2018, bei dem FinTechGermany Award die „Golden Garage“ verliehen. Mit dem führenden investorenseitigen Gründerpreis zeichneten die Börsen-Zeitung, Business Angels FrankfurtRheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence herausragende FinTech-, InsurTech- und PropTech-Unternehmen in sechs verschiedenen Kategorien aus.

In der Kategorie „Seed-/Early Stage“ konnte Awamo die Jury überzeugen, Optiopay in der Kategorie „Late Stage“. Als bestes FinTech in der „Growth Stage“ wurde N26 ausgezeichnet, Revolut als „Bestes ausländisches FinTech auf dem deutschen Markt“. Zudem ging der Sonderpreis für das beste „PropTech“ an Exporo. Element Insurance wurde in der Sonderkategorie „Insurtech“ gewürdigt. Die Longlist, die sich aus Bewerbungen und Nominierungen der Jury zusammensetzt, umfasste mehr als 150 Unternehmen.

„FinTechs sind für den Finanzstandort Frankfurt von enormer Bedeutung, damit die Region auch langfristig attraktiv und ökonomisch leistungsfähig bleibt“, sagt Dr. Lutz Raettig, Sprecher des Präsidiums von Frankfurt Main Finance.

„Wir freuen uns, den Startups durch den FinTechGermany Award eine Plattform bieten zu können und schrittweise die Finanzierungskette von Seed-Stage bis Pre-IPO am Standort im Gesamten zu fördern“, so Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels Frankfurt RheinMain.

„Die Veranstaltung hat sich mittlerweile am Finanzplatz Frankfurts etabliert und hat sich zu einer wichtigen Plattform für den Austausch von Investoren mit der FinTech-Szene entwickelt“, sagt Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung. „Die deutsche FinTech-Industrie wächst weiter. Wir befinden uns noch in der Frühphase der Digitalisierung des Finanzbereichs“, sagt Michael Mellinghoff, Managing Director bei TechFluence sowie Senior Advisor und Mentor beim FinTech Forum, das bereits seit 2013 regelmäßig in Frankfurt stattfindet.

Das Augenmerk der Jury lag insbesondere auf Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit der Unternehmen. Sie bewertete das Geschäftskonzept, Wettbewerbsvorteile, Positionierung, Finanzplan und das Management. Seed-/Early-Stage umfasst FinTechs, die bislang keine oder erste Umsätze vorweisen. Für die Kategorie „Late Stage“ konnten sich Unternehmen mit einem kumulierten Umsatz im mindestens sechsstelligen Bereich bewerben. Ein deutlich sieben – oder mehrstelliger Umsatz sowie internationale Expansion war Voraussetzung für eine Würdigung in der Kategorie „Growth Stage“. Die Sonderpreise zeichnen bedeutende Branchensektoren innerhalb FinTech aus, die zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zudem wird der beste ausländische Marktteilnehmer gewürdigt.

Frankfurt Startup Ecosystem Report

Frankfurt: Vom Startup zum Scaleup Ökosystem

Der Schlüssel zum Erfolg liegt bei Universitäten und Unternehmen

Ein neuer umfassender Bericht über das Frankfurter Gründer-Ökosystem hat ergeben, dass der Schlüssel zu einem verstärkten Gründer-Spirit bei den Hochschulen und Unternehmen der Region liegt und zeitnah wachstumsstarke, arbeitsplatzschaffende Scaleups generiert werden könnten. Weiterlesen

Global Startup Ecosystem Report: Frankfurter Startup-Ökosystem erobert Top 10

Der Global Startup Ecosystem Report 2018 beinhaltet Einblicke von über 10.000 Gründern und zeigt auf, was es braucht, um ein dynamisches Startup-Ökosystem aufzubauen. Frankfurt gehört nach 2017 zum zweiten Mal zu den führenden 45 Städten für welche detaillierte Daten erfasst wurden. Das Frankfurter Startup Ökosystem erhielt weltweit besondere Anerkennung für die Schaffung eines FinTech-Clusters und wird mehrfach als zukünftiger Knotenpunkt der neuen Tech Ära präsentiert.

„Frankfurt Rhein-Main verbindet die wichtigste Verkehrsdrehscheibe Deutschlands, den bedeutendsten Finanzplatz in Kontinentaleuropa und den größte Internetknoten der Welt mit den richtigen Talenten, weltweit anerkannter Forschung & Lehre und jahrzehntelanger Erfahrung etablierter Unternehmen. Wir freuen uns sehr, dass die intensiven Bemühungen der Region zur Stärkung des FinTech-Standortes so schnell Früchte tragen. Mit dem vom TechQuartier entwickelten Masterplan für die FinTech- und Startup Region Frankfurt Rhein-Main gehen wir nun gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einen Schritt weiter. Die insgesamt 20 im Masterplan definierten Maßnahmen zur Förderung von Ideen, Unternehmen und Innovationen von morgen sind der richtige Schritt, um die positive Entwicklung der Region weiter zu befördern und unsere Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.”  Tarek Al-Wazir, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Einer der Schlüssel zum Erfolg Frankfurts ist laut den Autoren des Berichts die klare Fokussierung auf FinTech. “Frankfurt hat die höchste (zusammen mit einem anderen Ökosystem) Konzentration an Startups in einem bestimmten Teilsektor in den fast 100 Ökosystemen weltweit”, heißt es in dem Bericht. Außerdem flossen gleichzeitig zwischen 2012 und 2017 mehr als 50% der lokalen VC-Investitionen in FinTech-Startups.

„Frankfurt hat eine relativ hohe Anzahl von Startups im B2B-Bereich. Für die FinTech-Branche ergibt sich daraus eine Nähe zu Aufsichtsbehörden und Banken, welche oft in Partnerschaften resultiert. Das Frankfurter Ökosystem bietet beste Voraussetzungen für den Start und das Wachstum eines FinTech-Unternehmens u.a. dank Zugang zu erfahrenen Mitarbeitern und Investoren. Wir sehen FinTechs als Partner zur Innovation unseres Unternehmens und nicht als Wettbewerber”, sagt Swen Moellmann, Head of Digital Strategy & Innovation bei ING-DiBa.

Diese große Konzentration von Finanzexpertise, Banken und FinTech-Startups und die enge Zusammenarbeit der Startups untereinander, führt zu Platz 7 weltweit im Indikator „sense of community“.

„In den letzten zwei Jahren hat sich die Startup Szene in Frankfurt und der Rhein-Main Region rasant entwickelt. Ein wesentlicher Faktor hierfür ist das hervorragende Zusammenspiel der Akteure am Finanzplatz Frankfurt. Das werden wir fortsetzen und so das Potential der Region noch besser nutzen“ sagt Thomas Groß, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Helaba.

Global Startup Ecosystem Report. Quelle: TechQuartier Frankfurt

Quelle: TechQuartier Frankfurt

Während der Global Startup Ecosystem Report einen Überblick gibt, wie Frankfurt im Vergleich zu anderen Ökosystemen weltweit abschneidet, ist zusätzlich eine ausführlichere Studie in Arbeit. Diese wird sich insbesondere auf wachstumsstarke Startups (oder Scaleups) konzentrieren und Frankfurt mit anderen führenden Ökosystemen in Asien und Nordamerika vergleichen. Die Ergebnisse dieser Studie werden im Rahmen einer Pressekonferenz im TechQuartier am 12. Juni 2018 vorgestellt.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Global Startup Ecosystem Report wird das TechQuartier mit der Plattform TechObserver online gehen, um den Erfolgsbeispielen der Region eine Bühne zu bieten. Die Website wird Daten zu Startups, Talenten, Finanzierungsmöglichkeiten und anderen Erfolgsfaktoren des Ökosystems visualisieren, Erfolgsgeschichten präsentieren und lokale Akteure und Initiativen vorstellen. Die Initiative wird vom Hessischen Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung unterstützt.

 

Quellen: Pressemeldung TechQuartier und Wirtschaftsförderung Frankfurt

Den vollständigen Global Startup Ecosystem Report finden Sie hier.

ReInvent Eröffnungsfeier

Neue Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung

Frankfurt am Main ist Sitz des ersten Legal Innovation Hub in Kontinentaleuropa. Am 12. April2018 wurde ReInvent eröffnet, die Denkfabrik für neue juristische Lösungen und digitale Produkte in der Hanauer Landstraße im Osten der Main-Metrople. Hier soll ein Ökosystem für Branchenexperten der Rechtsindustrie geschaffen und Austausch von Ideen ermöglicht werden.

Die Herausforderungen der Branche sind enorm. Die Verbindung von Startup-Mentalität und Innovationskultur einerseits mit fundiertem Know-how andererseits, wie sie sich ReInvent vorgenommen hat, soll wichtige Impulse zur Zukunftsfähigkeit der Branche und der Unternehmen, die zunehmend auf Rechtsexpertise angewiesen sind, beisteuern.

Betont wurde bei der Feier zur Eröffnung die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft insgesamt sowie der Rechtsindustrie und die daraus resultierenden Konsequenzen. Steigender Kostendruck und rapide technologische Neuerungen erzeugen gerade in großen Anwaltskanzleien neuen Handlungsbedarf. Die Herausforderungen anzunehmen und zusammen mit den Mitgliedern an Lösungsansätzen und Produkten zu arbeiten, zählt zu den Hauptaufgaben von ReInvent.

Ein Netzwerk aus Spezialisten und Investoren soll somit entstehen, Mitglieder sollen vom Know-How des Hubs profitieren. „Entscheidend ist, dass wir zum ersten Mal alle relevanten Parteien an einen Tisch bringen, um die heutigen Potenziale der Digitalisierung für die Rechtswissenschaft in konkrete Lösungen zu überführen. Wenn Aufgaben zunehmend von Tools und Algorithmen erledigt werden, wollen wir die Freiräume des Legal Innovation Hub nutzen, um die Rechtsberatung auf der qualitativen Ebene voranzubringen. Frankfurt hat das Potenzial, ein aktives Ecosystem im Bereich Legal Tech in Europa zu schaffen. Wie sind hier, um endlich Worte in Taten umzusetzen“, betont Daniel von Devivere, Managing Director von ReInvent.

Neben Baker McKenzie als multinationale Kanzlei, den Rechtsabteilungen führender Industrieunternehmen wie Bosch, Daimler und ZF sowie Wolters Kluwer als Wissensdienstleister ziehen drei Legal Tech-Unternehmen, nämlich Bryter, Lexemo und Streamlaw in den Legal Innovation Hub ein. „Mit ReInvent wollen wir eine Atmosphäre des Teilens erzeugen, denn teilen von Wissen ist der Katalysator für Innovationen, wie wir es schon im Silicon Valley beobachten können“, sagte Dr. Matthias Scholz, Managing Partner von Baker McKenzie Deutschland & Österreich auf der Eröffnungsfeier. Tarek Al-Wazir lobt vorab die Entscheidung Frankfurt als Standort gewählt zu haben, denn mit ReInvent Law habe die Region Frankfurt Rhein-Main einen positiven Schritt getan, sich als führender Standort für die digitale Ökonomie zu etablieren, so der Hessische Wirtschaftsminister.

 

Von Phuong Nguyen.

FinTech Forum on Tour. Frankfurt Main Finance Managing Director Hubertus Väth

FinTech-Brücken zwischen London und Frankfurt

Das FinTech Forum on Tour macht Halt am Finanzplatz Frankfurt

Die vielversprechendsten Startups, Investoren, Medien, Finanzinstitute und andere am Thema FinTech Interessierte versammelten sich in Frankfurt zum FinTech Forum On Tour. Die engere zukünftige Zusammenarbeit zwischen FinTechs und Banken sowie Großbritannien und Deutschland stand im Mittelpunkt der Veranstaltung am 22. März. Zum ersten Mal präsentierten sich junge FinTechs aus Großbritannien organisiert am Standort Frankfurt und sondierten die Gegebenheiten und Chancen in der Rhein-Main-Region. Verschneites deutsches Wetter, Earl Grey Tee und Startup-Pitches sorgten für viel Gesprächsstoff.

Der Generalkonsul für Nordrhein-Westfalen, Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz, Herr Rafe Courage und der britische Botschafter in Deutschland Sir Sebastian Wood KCMG begrüßten die Teilnehmer und unterstrichen die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit im Bereich Fintech zwischen Deutschland und Großbritannien, insbesondere in den kommenden Jahren im Hinblick auf die wachsenden Brexit Nachwirkungen: „Die Wissenschaftliche und technologische Zusammenarbeit nimmt zu, es gibt keine politische Diskussion darüber“, sagte der Botschafter. Hubertus Väth, Geschäftsführer von Frankfurt Main Finance, ging näher auf die Rolle Frankfurts als bevorzugter Zielort für Geschäftsverlagerungen nach dem Brexit ein: „Frankfurt baut gerade für Finanzinstitute und Fintech eine Brücke nach London.“

Ein großer Teil des Forums war den Startup-Pitches gewidmet: 10 FinTechs präsentierten ihre Lösungen für das Banking der Zukunft. Viel Aufmerksamkeit wurde dabei auf die Verbesserung des digitalen Rechte- und Einwilligungsmanagements zum Schutz der Kundendaten gelenkt. Die Integration von Analysesystemen für Vermögensverwalter, datenschutzfreundliche Datenoperationen, die Rolle künstlicher Intelligenz im Bankwesen sind nur einige Beispiele für den Fortschritt, den FinTech-Startups für den Finanzmarkt sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland bieten können.

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, moderiert von Dr. Martin Deckert (niiio finance group), diskutierten Lucie Haß (Landesbank Hessen-Thüringen), Steffen Seeger (digitalplus), Christian Nehk (Barclays Bank) und Nektarios Liolios (Startupbootcamp FinTech) Fragen zu Kosten, Wettbewerb, Compliance und Wachstum von FinTech und Banking. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass die Digitalisierung des Bankwesens und die Zusammenarbeit mit FinTechs in den letzten fünf Jahren rasant zugenommen habe. Dennoch gebe es sowohl in Großbritannien als auch in Deutschland noch viel Raum für neue Lösungen und innovative Ideen. „Vor fünf Jahren war Deutschland weit zurück, aber jetzt ist es ein Ort, an dem man vertreten sein sollte. Es ist ein Erfolg für alle“, sagte Fintech-Pionier N. Liolios.

Die Diskussionsteilnehmer und etliche Zuhörer, die dem Podium zugehört hatten, stimmten in den sich anschließenden Gesprächen darin überein, dass die Regulierung in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein könnte, dennoch gelte der allgemeine Trend, dass große Finanzunternehmen und Banken mehr Zeit benötigten, um intelligente technologische Lösungen zu implementieren. Die Dringlichkeit zu digitalisieren könne heute nicht mehr ignoriert werden.

Der britische Botschafter in Deutschland sagte, der Brexit bringe neue Migrations- und Handelspolitik, das Vereinigte Königreich sei jedoch weiterhin bereit mit Europa vor allem in den Sektoren IT und Technologie zu kooperieren: „Wir müssen Freunde bleiben“, sagte der Botschafter auf Deutsch. Diese Schlussbemerkung der Keynote stimmte gut mit der These Hubertus Väths von Frankfurt Main Finance überein, dass Deutschland und insbesondere Frankfurt die neue Brücke zwischen London und Europa werden könnte.

Weitere Informationen zum FinTech Forum finden Sie hier.

Frankfurt Rhein-Main entwickelt sich zum führenden FinTech-Hub

Die Region Frankfurt Rhein-Main soll sich innerhalb von fünf Jahren zum führenden FinTech-Hub in Kontinentaleuropa sowie einer international anerkannten Tech-Region entwickeln. Auf dieses gemeinsame Ziel haben sich am Donnerstag das hessische Wirtschaftsministerium, Unternehmen und Hochschulen der Region verpflichtet.

„Frankfurt Rhein-Main ist die wichtigste Verkehrsdrehscheibe Deutschlands, der bedeutendste Finanzplatz in Kontinentaleuropa und der größte Internetknoten der Welt“, sagte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir im TechQuartier in Frankfurt. „Wir haben damit alles, was ein gutes Gründerökosystem benötigt: Perfekte Erreichbarkeit, finanzkräftige Kunden und Highspeed-Internet-Verbindungen.“  Das Frankfurter TechQuartier hat dazu einen Masterplan für die Startup-Region entwickelt und konkrete Maßnahmen erarbeitet, wie dieses Ziel erreicht werden kann.

„Um als Region auch langfristig attraktiv und ökonomisch leistungsfähig zu bleiben, bedarf es nicht nur einer finanziellen Kraftanstrengung aller Beteiligten, sondern auch einem Bekenntnis zu Unternehmertum und einem gemeinsamen Verständnis für die Dynamiken einer digitalen Gesellschaft“, so Dr. Sebastian Schäfer, Managing Director des TechQuartier. Dr. Thomas Funke, Co-Direktor des TechQuartier: „Ausgangspunkt der Initiative war eine internationale Vergleichsstudie mit 50 anderen Gründerökosystemen, aus der in den letzten Monaten Maßnahmen abgeleitet und für die Region konkretisiert wurden. Die Empirie zeigt, dass sich erfolgreiche Gründerökosysteme nicht über Nacht entwickeln, sondern über viele Jahre entstehen und häufig auf einer gemeinsamen Vision unterschiedlicher Stakeholder aufbauen.“

Der Masterplan umfasst derzeit 20 Maßnahmen aus vier zentralen Bereichen:

BereichKonkrete Maßnahmen
Talentaktivierungbspw. Praxisangebote an Hochschulen, internationale Austauschprogramme, Mentoren-Programme für Gründer
Förderung von Kooperationenbspw. Netzwerkevents, Startup-Investorenkonferenzen
Zugang zu Finanzkapitalbspw. Acceleratoren, Investorenmarketing, staatliche Investitionsfonds
Standortmarketingbspw. neues Webportal Rhein-Main Community, Welcome Package, Ökosystem-Analysen.

Maßnahmen des Masterplans mit einem Gesamtvolumen bis 20 Millionen Euro

Insgesamt umfasst der Masterplan Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 15 bis 20 Millionen Euro innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre. Al-Wazir: „Mit der Umsetzung des Masterplans liegt eine große Aufgabe vor uns, die über das Thema FinTech hinausgeht und nur durch breite Unterstützung und enge Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik erfolgreich bewältigt werden kann. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen – niemand wird allein gelassen.“ Mit der Veröffentlichung des Masterplanes gehen auch bereits erste Maßnahmen in die Umsetzungsphase.

  • Startup-Accelerator: Das TechQuartier schließt eine mehrjährige Kooperation mit Plug and Play, dem weltweit größten Startup-Accelerator aus dem Silicon Valley. Mit diesem starken Partner soll die größte Multi-Corporate Innovationsplattform in Europa entstehen. Das Ziel ist es, zahlreiche Banken und Finanzdienstleister für das gemeinsame Programm zu begeistern, vielversprechende Technologien nach Frankfurt zu holen und mit der Finanzbranche zu verschmelzen. Startups erhalten damit die einmalige Möglichkeit, ihre Geschäftsidee mit Unterstützung namhafter Unternehmen und Partner zu marktreifen Produkten weiterzuentwickeln.
  • Investorenmarketing: Vermarktung der Erfolgsgeschichten der Region mit gezielter Ausrichtung auf Investoren sowie direkte Vernetzung der hiesigen Startups mit nationalen und internationalen Investoren.
  • Ökosystem-Profiling: Die Goethe Universität führt gemeinsam mit dem TechQuartier eine globale Wettbewerbsanalyse durch, um die Erfolgsfaktoren für die Startup-Region zu identifizieren und den Masterplan passgenau weiterzuentwickeln. Passenderweise wurde die sechsstellige Summe für die Studie vom Goethe Alumnus Yi Shi bereitgestellt, der heute als erfolgreicher Unternehmer zwischen Shanghai und San Francisco pendelt.
  • Web-Portal: Aufbau einer Website, die als zentrale Online-Plattform für die FinTech- und Startup-Wirtschaft der Region dient. Aufgabe der Plattform ist es, Informationen über Aktivitäten der Akteure und Möglichkeiten im Ökosystem zugänglich zu machen. Dies umfasst den Zugang zu Kapital, Netzwerken und Talenten, CoWorking Spaces, Forschungsinfrastruktur und anderen Standortangeboten.
  • Mehr Kapital für Startups: Mit der Beteiligungsgesellschaft Hessen Kapital III unterstützt das Land Hessen kleine und mittlere Unternehmen in der Start- und Wachstumsphase, insbesondere Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Hessen Kapital III (EFRE) stellt 33,5 Mio. Euro zur Verfügung, die je zur Hälfte aus dem Landeshaushalt und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) stammen.

Innovative Unternehmensgründungen in ganz Hessen vorantreiben

Al-Wazir: „Die Entwicklung der FinTech- und Startup-Region ist auch von hohem öffentlichen Interesse. Maßnahmen wie Talententwicklung, Vermarktung der Region sowie die Projektkoordination und -steuerung des Masterplans sind Aufgaben, bei denen sich die öffentliche Hand und auch die Hochschulen einbringen müssen und wollen.“ Neben der finanziellen Förderung des zentralen Infoportales „Rhein-Main Community“ beabsichtigt das Hessische Wirtschaftsministerium, sich auch an der Finanzierung des Projektmanagement-Teams zur Umsetzung des Masterplanes zu beteiligen. „Darüber hinaus wollen wir als Land aber auch die Entwicklung innovativer Unternehmensgründungen in ganz Hessen vorantreiben. Der Masterplan wird uns auch bei dieser Aufgabe von enormem Nutzen sein“, so Al-Wazir.

Den Masterplan können Sie hier herunterladen.

Bewerbungsfrist für den FinTechGermany Award „Golden Garage“ gestartet

Der führende investorenseitige Gründerpreis Deutschlands für FinTech- und InsurTech-Unternehmen wird 2018 zum vierten Mal verliehen. Interessierte Startups können sich ab jetzt bis zum 16. April 2018 für die Auszeichnungen bewerben.

Die Organisatoren des Preises – Börsen-Zeitung, Business Angels FrankfurtRheinMain, Frankfurt Main Finance und TechFluence – führen das bewährte Konzept der Vorjahre fort und vergeben den „Golden Garage“ genannten Award in den Kategorien Seed-/Early Stage, Late Stage, Growth Stage sowie „Best Foreign New Entrant to Germany“. Darüber hinaus werden Preisträger in den Sonderkategorien InsurTech und Proptech ermittelt.

Die öffentliche Verleihung der Awards, zu der wieder rund 200 Teilnehmer erwartet werden, findet am 14. Juni 2018 im Frankfurter TechQuartier statt. Die Veranstaltung bietet den anwesenden Gründern die Möglichkeit, ihre persönlichen Netzwerke auszubauen und den Bekanntheitsgrad unter den anwesenden Investoren zu steigern. Die Berichterstattung über die Veranstaltung verbessert zudem die Wahrnehmung der beteiligten Unternehmen in der breiten Öffentlichkeit.

Bereits vor dem Termin im Juni werden sich ausgewählte Bewerber während des Finanzplatztages der WM Gruppe am 7. März 2018 im Rahmen einer offenen Jurysitzung präsentieren. „Die offene Jurysitzung bietet den Bewerbern, aber auch interessierten Zuschauern einen Einblick in die Bewertung junger Unternehmen durch potenzielle Investoren“, erläutert Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung, das neue Veranstaltungsformat. Unterstützt wird der Fintech Germany Award u.a. durch das Bankhaus Metzler, Baker McKenzie, Ernst & Young, Oliver Wyman sowie durch die IHK Frankfurt am Main.

Detaillierte Informationen und Kontaktmöglichkeiten für Startups, Sponsoren und Interessenten an der Veranstaltung sind auf der Internetseite www.fintechgermanyaward.de verfügbar. Bewerber können sie auch direkt per E-Mail an bewerbung@fintechgermanyaward.de an die Organisatoren wenden. Aktuelle Informationen gibt es auch bei Twitter unter @FinTechGermany und #GoldenGarage.

Frankfurt Main Finance hat ein MoU mit Bahrain FinTech Bay unterzeichnet

Frankfurts Finanzplatzinitiative Frankfurt Main Finance und Bahrain FinTech Bay haben sich auf ein Memorandum of Understanding (MoU) über die Kooperation der beiden FinTech Standorte verständigt. Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance und Gerben Visser, Gründer der Bahrain FinTech Bay unterzeichneten das Abkommen.

Das Ziel des Co-working spaces Bahrain FinTech Bay ist es, wichtigster FinTech Standort im Mittleren Osten zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, unterstützt die Initiative junge FinTechs in ihrer Entwicklung, bietet ihnen Kooperationspartner und ein internationales weitgefächertes Kommunikationsnetzwerk. Dieses internationale Netzwerk wird nun durch die Kooperation mit Frankfurt Main Finance weiter gestärkt. Für Frankfurt Main Finance und das aufstrebende FinTech Ökosystem der Stadt stellt die Kooperation einen Eintrittspunkt zu FinTech-Veranstaltungen und -Themen im Mittleren Osten dar.