Frankfurt FinTech Report #4 – Frankfurt FinTech goes global!

Südkorea, Hong Kong, Norwegen und Holland – auch im ersten Quartal 2017 pflegte Frankfurt Main Finance seine Beziehungen zu FinTechs weltweit. Im Januar besuchte eine Delegation FinTech-Veranstaltungen in Busan und Hong Kong und im Februar wurden erste Bande mit der norwegischen FinTech-Szene geknüpft und die zwischen Frankfurt und Holland FinTech gefestigt.

FMF-Delegationsreise nach Südkorea und Hongkong im Januar

Unter der Führung von Herrn Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance (FMF) reiste vom 11. bis zum 19. Januar eine von FMF organisierte FinTech-Delegation nach Südkorea und Hong Kong. Die FMF-Mitglieder Techfluence, Frankfurt School of Finance & Management und Peermatch waren mit Vertretern dabei.

In Seoul nahm die Delegation am Korea-Germany Global Fintech & Blockchain Symposium in der National Assembly teil. Dabei stand bei der nach 2014 und 2016 nun dritten FMF-Delegationsreise nach Südkorea auch wieder ein Treffen mit Chairman Kim Jung-Hoon auf dem Programm, dem Vorsitzenden des Policy-Komitees des koreanischen Parlaments.

Nach einem Besuch bei der Dayli Financial Group, einem der führenden koreanischen FinTech-Unternehmen, ging es weiter nach Busan. Mit Busan hat FMF in 2013 ein erstes Abkommen zu einer umfassenden Partnerschaft der beiden Finanzplätze unterzeichnet, gefolgt von einem weiteren Abkommen zum Thema FinTech im Januar 2016. Auf dem dortigen Korea-Germany Fintech Roundtable konnten sich dort deutsche und koreanische FinTech-Unternehmen kennenlernen und intensiv austauschen.

In Hongkong nahm die Delegation am Asian Financial Forum teil, auf dem FMF gemeinsam mit der FrankfurtRheinMain GmbH und Hessen Trade & Invest mit einem Gemeinschaftsstand vertreten war, um im Brexit-Kontext Interesse bei asiatischen Finanzdienstleistern, insbesondere FinTechs, für den Standort Frankfurt zu wecken.

Beim Fintech O2O International Fintech Pitch Evening in Cyberport, dem staatlichen Tech-Zentrum Hongkongs mit über 30.000 qm Fläche für FinTechs und andere Tech-Unternehmen, konnte die Delegation die FinTech-Szene in Hongkong zum ersten Mal hautnah erleben. Diese, wie auch viele weitere Veranstaltungen, waren Teil der startmeup.HK-Woche, konzipiert von der Hongkonger Regierung in Zusammenarbeit mit Invest.HK zur Förderung der lokalen Startup-Szene.

Am nächsten Tagen beim AFF Deal Flow trafen sich FinTech-Unternehmen zu bilateralen Gesprächen mit möglichen Investoren. Auch Delegationsteilnehmer machten davon ausgiebig Gebrauch.

Nach weiteren Terminen mit FinTech-Unternehmen, der Hong Kong Monetary Authority als Aufsichtsbehörde und FinTech-Zentren in Hongkong waren dann die Next Money FinTech Finals 2017 für die meisten Delegationsteilnehmer der Höhepunkt der Reise. Die Next Money FinTech Finals gehören zu den Top 10-FinTech-Veranstaltungen weltweit. Die 24 Sieger der Vorausscheidungen in verschiedensten Städten in Asien und auf anderen Kontinenten trafen sich in Hongkong zum Finale. Sieger wurde das FinTech-Unternehmen Ayannah von den Philippinen.

Koreanisch-Deutsche Zusammenarbeit im Bereich Blockchain

Beim Korea-Germany Global Fintech & Blockchain Symposium am 12.01.2017 in Seoul wurde zwischen dem Global FinTech Research Institute in Seoul, der Korean Society of Blockchain und FMF ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, welches den Weg zu einer intensiveren Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland beim Thema Blockchain bereiten soll. Ziel ist es, eine umfassende Blockchain-Allianz ins Leben zu rufen, die sich zukünftigen Themen wie Standardisierung zur grenzüberschreitenden Nutzung von Blockchain-Anwendungen widmen soll. Ein erstes Treffen einer zwischenstaatlichen Blockchain-Arbeitsgruppe, die zurzeit 30 Mitglieder aus Korea und ganz Deutschland umfasst – plus Beobachter der BaFin und der Bundesbank, ist für den 07.04.2017 in München geplant.

Bei Interesse an einer Mitarbeit bitten wir auf die Geschäftsstelle zuzugehen – Ansprechpartner für dieses Thema ist Dr. Jochen Biedermann.

Besuch einer norwegischen Delegation zum Thema FinTech

Seit dem vergangenen Jahr pflegt FMF einen engen Austausch mit der Königlich Norwegische Botschaft in Berlin zum Thema FinTech. Auf Vermittlung der Botschaft und FMF besuchte am 01.02.2017 eine norwegische Delegation mit Vertretern von Innovation Norway, der Norwegian Tech Industry Association, der Botschaft, des Außenministeriums und der Tøyen Startup Village. Bei einer Veranstaltung im Deutschen Börse FinTech Hub im Sandweg traf sich die Delegation mit Vertretern Frankfurter FinTech-Unternehmen. Beide Seiten möchten den Austausch im Laufe des Jahres mit weiteren Veranstaltungen fortsetzen.

Money2020-Veranstaltung

In enger Partnerschaft mit Holland FinTech, dem niederländischen Verband der FinTech-Unternehmen, hatte FMF bereits im November vergangenen Jahres erfolgreich zwei FinTech-Matchmaking-Veranstaltungen in Amsterdam und Frankfurt organisiert.

Ein weiteres Treffen in Frankfurt am 08.02.2017 im Tech Quartier stand im Zeichen einer europäischen Roadshow der Money 20/20 und wurde neben FMF und Holland FinTech dankenswerterweise auch wieder von der ING DiBa unterstützt. Nach einer Begrüßung durch alle beteiligten Partner ging es bei einem hochrangig besetzten Panel um die Auswirkungen der bevorstehenden PSD2.

Sofern Sie Interesse haben, sich an ähnlichen internationalen Veranstaltungen zu beteiligen, sprechen Sie bitte Dr. Jochen Biedermann in der Geschäftsstelle an.

Frankfurt Main Finance besucht israelische FinTechs

Israel verfügt über einen starken FinTech-Sektor. Zeit für Frankfurt Main Finance, diesen genau kennenzulernen und Kooperationsmöglichkeiten zwischen dem Finanzplatz sowie deutschen und israelischen FinTechs zu erkunden. Das übernimmt der FinTech-Experte von Frankfurt am Main Finance Dr. Jochen Biedermann im Rahmen der Veranstaltung „Tel Aviv- Frankfurt FinTech Summit“, die am 21. März im Rahmen der Israel-Delegationsreise des Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann stattfinden wird. Vorab beantwortet er Fragen zum FinTech-Standort Israel und die Ziele seines Besuches vor Ort. Interessierte deutsche FinTechs sind eingeladen, ihn im Herbst bei einer weiteren Delegationsreise nach Israel zu begleiten.

 

Herr Biedermann, als Frankfurter denkt man bei FinTech-Standorten nicht in aller erster Linie an Tel Aviv. Wie ist das israelische FinTech-Segment denn tatsächlich aufgebaut?

Israel ist sehr technologiestark. Hier sammeln sich ein großes Hightech- Know-how und in diesen Themen gut ausgebildete Fachkräfte. Besonders das Cybersecurity-Segment ist in Israel hoch entwickelt und genießt einen äußerst guten Ruf. Das unterstützt auch den FinTech-Sektor, da es hier viele Schnittstellen gibt. Außerdem ist Israel ein sehr kleines Land. Das heißt, dass die dort ansässigen Unternehmen exportorientiert agieren und sehr schnell ins Ausland expandieren. Zusammenfassend lässt sich Israel als Tech-Powerhouse wie auch als Startup-Nation beschreiben.

 

Welche Anknüpfungspunkte sehen Sie zwischen den FinTech-Standorten Frankfurt und Tel Aviv?

Wie bereits erwähnt, expandieren israelische FinTechs sehr schnell ins Ausland. Für uns ist es deshalb eine willkommene Möglichkeit, den Finanzplatz Frankfurt und seine FinTech-Branche vorzustellen. Auch im Rhein-Main-Gebiet befindet sich ein großes Cluster für Cybersecurity. Als Beispiele seien hier das Fraunhofer-Institut SIT wie auch das Center for Research in Security and Privacy (CRISP) in Darmstadt angeführt. Israelische FinTechs finden somit hier auch die gewohnte Infrastruktur vor. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch die Internationalisierung unserer heimischen FinTechs vorantreiben. Unser Partner Accelerator Frankfurt und sein Gründer Ram Shoham sind in Israel bereits gut vernetzt. Nun wollen wir das auch für den Finanzplatz Frankfurt insgesamt etablieren.

 

Sind weitere Kooperationen zwischen Frankfurt und Tel Aviv geplant?

Wir kooperieren im FinTech-Bereich bereits seit Jahren erfolgreich mit Südkorea, Hongkong,Holland sowie Norwegen und haben auch mit Israel bereits zwei gemeinsame Veranstaltungen in Frankfurt Rhein-Main durchgeführt.

Für Herbst ist bereits eine weitere Reise nach Israel geplant, gemeinsam mit deutschen FinTechs. Interessierte FinTechs sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden, wenn Interesse besteht, mit uns nach Tel Aviv zu reisen.

FinTech Breakfast mit Invest Hong Kong

Am 23. Januar 2017 luden Vertreter des neugegründeten FinTech Sector Teams von Invest Hong Kong gemeinsam mit Frankfurt Main Finance Vertreter der FinTech Community zu einem Breakfast Meeting.  Auf der Agenda standen neben einem Überblick über die Fintech Szene in Hong Kong u.a. Informationen zu Markteintritt und Unternehmensgründung.

Die Vertreter von Invest Hong Kong,  Charles d´Haussy (Leiter Fintech in Hong Kong) und Thorsten Terweiden (Manager Fintech in London), erläuterten den interessierten Gästen ihr Unterstützungsangebot, das neben der Beratung bei Visumsanträgen, Suche von Büroräumlichkeiten und geeignetem Personal auch Informationen zu relevanten Branchennetzwerken und Kontakte zu Serviceprovidern umfasst. Die Organisation bietet zudem PR und Marketingunterstützung beim Launch oder Expansion innerhalb des Netzwerkes.

Weitere Details stehen in der Präsentation zum Vortrag zum Download bereit: IHK_Fintech_Europe_Jan 2017

 

 

Frankfurt FinTech Report #4

Gemeinsamer Blockchain-Prototyp von Deutscher Bundesbank und Deutscher Börse

Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse präsentierten gemeinsam einen funktionalen Prototyp einer auf Blockchain-Technologie basierenden Wertpapierabwicklung. Der innovative Prototyp wurde so konzipiert, dass er technisch die Zug-um-Zug-Abwicklung von Wertpapieren gegen zentral ausgegebene digitale Werteinheiten sowie reine Werteinheiten- und Wertpapiertransfers ermöglicht. Zudem kann er einfache Kapitalmaßnahmen abwickeln, zum Beispiel die Zinszahlung für Wertpapiere und die Rückzahlung bei Fälligkeit eines Wertpapieres.

In den nächsten Monaten planen Deutsche Bundesbank und Deutsche Börse eine Weiterentwicklung des Prototyps mit dem Ziel, die technische Performance sowie die Skalierbarkeit dieser Art von Blockchain-basierter Anwendung analysieren zu können.

„Zusammen mit der Deutschen Bundesbank adressieren wir innovativ und kreativ die potenziellen technologischen Chancen für den Finanzsektor. Wir arbeiten mit Hochdruck weiter, um mögliche Effizienzgewinne der Blockchain-Technologie heben zu können und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu verstehen und zu minimieren“, fügte Carsten Kengeter, CEO der Deutsche Börse AG, hinzu.

DVFA bietet Fit & Proper Training for FinTechs

Die DVFA stellte einen neuen Trainingskurs speziell für FinTechs vor. Das „Fit & Proper“- Training zielt darauf ab, Mitarbeitern und Managern von FinTech-Unternehmen aus Sicht der Marktaufsicht ausreichende Expertise und Kompetenz zugänglich zu machen. Thematisch umfasst das Training Finanzmärkte, Regulation, Governance und Controlling sowie Strategisches Management. Der Kurs findet ausschließlich digital statt, dauert etwa 25 Stunden und wird am 27. Januar 2017 beginnen. Nach erfolgreichem Abschluss des Trainings sowie einer 90-minütigen Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Certificate in Financial Markets Competence.

Eröffnung des Frankfurter FinTech Quartiers

Am 17. November feierte die Frankfurter FinTech Community die Eröffnung des neuen FinTech Hubs, Tech Quartier, welches in Kürze einige der innovativsten Start-ups der Region beheimaten wird. Momentan verfügt das Pollux bereits über 120 Arbeitsplätze und eine Erweiterung in den zweiten Stock ist bereits in Planung. Bei der offiziellen Eröffnung erklärte Tech-Quartier-Geschäftsführer Dr. Sebastian Schäfer: „Wir bieten nun erstmals auch in Frankfurt ausländischen FinTechs und Start-ups eine attraktive Anlaufstelle, um das Deutschlandgeschäft zu starten und den europäischen Markteintritt vorzubereiten.“ Die Eröffnung des Tech Quartiers bildet den krönenden Abschluss fast eines Jahres gemeinsamer Arbeit des Hessischen Wirtschaftsministeriums sowie des FinTech Dialogue Forums, das von Frankfurt Main Finance initiiert wurde. Finanziell unterstützt wird das Tech Quartier zudem von einer Reihe großer Banken und Unternehmensberatungen. Zu den Platin-Sponsoren zählen Commerzbank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, DZ Bank, Helaba und ING-BiBa. Gold Sponsoren sind Sparda-Bank Hessen, Allen & Overy, EY, KPMG und PWC.

FinTech Matchmaking

FinTech Matchmaking mit Holland FinTech

Nach einer erfolgreichen Auftakt-Veranstaltung in Amsterdam veranstalteten Holland FinTech und Frankfurt Main Finance ein zweites FinTech Matchmaking Event, mit dem Ziel Engangement und Unterstützung von Fintech Unternehmen zu bündeln. Sowohl in den Niederlanden als auch in Frakfurt bestehen dynamische FinTech Szenen, wodurch ideale Voraussetzungen für eine Partnerschaft und internationalen Austausch zwischen den beiden Nachbarn gegeben sind. Zu den größten Herausforderungen für junge Start-up Unternehmen zählen Sichtbarkeit sowie die Expansion über den heimischen Markt hinaus. In diesem Zusammenhang ermöglichte das erfolgreiche Matchmaking Event nicht nur den Austausch zwischen den beteiligten Unternehmern, sondern stellte auch die Verbindung zu potenziellen Kooperationspartnern und Investoren her.

Am 25. November 2016 versammelten sich mehr als 80 Teilnehmer im Frankfurter Büro der ING-Diba, die als Sponsor des FinTech Matchmaking Events fungierte, um Pitches von 18 niederländischen und deutschen FinTechs zu verfolgen. „Innovationen entstehen, wo die Besten und Kreativsten zusammenkommen und voneinander lernen. Daher unterstützen wir sehr gerne die Veranstaltung und freuen und auf den Austausch“, so Željko Kaurin, Mitglied des Vorstands der ING-DiBa. Neben der ING-DiBa war auch Hessen Trade & Invest Sponsor der Veranstaltung. Zwischen die zwei Pitche-Runden stand für die Gruppe zudem eine Führung durch den neu eröffnete FinTech Hub, Tech Quartier, sowie ein Treffen mit dessen Direktor Dr. Sebastian Schäfer auf dem Programm. Das Tech Quartier ist eine bedeutende Entwicklung für das Frankfurter Ökosystem, welches die Attraktivität des Finanzplatzes Frankfurt für FinTechs weiter steigern soll.

Mitgründer und einer der Geschäftsführer des Frankfurter Robo Advisors Vaamo, Oliver Vins, welcher in einem der Pitches dem Publikum sein Unternehmen vorstellte, verwies auf die Bedeutung solcher Events für das lokale FinTech Ökosystem, indem er erklärte: „Es ist immer wieder toll zu sehen, welche Möglichkeiten sich FinTech-Unternehmen in Frankfurt bieten, auch internationale Anknüpfungspunkte zu schaffen. Dies ist eines der Gründe, warum sich Frankfurt als Standort für FinTechs so hervorragend eignet.“ Vins drückte seine Freude über das stetige Wachstum des Frankfurter Ökosystem und die zunehmende Kooperation mit anderen Ländern aus. „Dazu tragen vor allem Veranstaltungen wie das FinTech Matchmaking bei, die diesen Austausch stetig vorantreiben und immer interessanten Input liefern können. Wir freuen uns, dass solche Formate zunehmend stattfinden und wir Teil der Veranstaltung sein durften.“

Aufgrund des außerordentlich positiven Feedbacks aller Beteiligten planen Frankfurt Main Finance und Holland FinTech schon jetzt eine Fortsetzung der Veranstaltungsserie für 2017. Frankfurt Main Finance legt in seinem Engagement für den Finanzplatz und FinTechs einen starken Fokus auf den Aufbau von Partnerschaften sowie die Kooperation mit anderen Finanzzentren, in deren Rahmen gemeinsam ausgerichteten FinTech Events eine zunehmend größere Rolle zukommt. Vor diesem Hintergrund sagte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: “Viele deutsche FinTech-Unternehmen haben inzwischen ihre Geschäftsmodelle in Deutschland erfolgreich etabliert und stehen vor dem Schritt ins Ausland. Seitens Frankfurt Main Finance unterstützen wir dies auf Basis unserer langjährigen vertrauensvollen Partnerschaften mit führenden internationalen Finanzzentren, und positionieren uns dabei auch als hochattraktiver Standort für ausländische FinTech-Unternehmen. Matchmaking-Veranstaltungen wie diese sind dabei eines der Formate, auf die wir setzen.“

Teilnehmende FinTechs


Golden Garage

Top FinTech Unternehmen mit Golden Garage gewürdigt

Das Frankfurter FinTech Ökosystem zu fördern, könnte nicht erfolgreich sein, ohne einige der besten Start-ups und deren Leistungen zu würdigen. Am 17. November 2016 veranstalteten Frankfurt Main Finance, Business Angels FrankfurtRheinMain und die WM Gruppe die jährliche FinTechGermany Awards Verleihung, um FinTech Unternehmen den Golden Garage Award in den Kategorien Early/Seed Stage, Late Stage, Growth Stage und New entrant into Germany zu verleihen. Die Jury bewertete in diesem Zusammenhang vor allem in den Bereichen finanzielle Realisierbarkeit, Skalierbarkeit sowie Exit-Möglichkeiten.

Später am Abend füllte sich die Eingangslobby des Pollux Gebäude mit Gästen, welche zur Einweihungsfeier des Frankfurt FinTech Hub, Tech Quartier, kamen. Dies war sicherlich ein symbolischer Ort für die Verleihung dieser Awards, da die Eröffnung des Tech Quartier den Höhepunkt monatelanger Arbeit von Frankfurt Main Finance und anderen Akteuren des Finanzplatzes darstellte, um Frankfurts FinTech Ökosystem zu fördern. Bevor der Raum seine offizielle Feierlichkeit annahm, wurde er allerdings in eine Goldene Garage verwandelt. Dieses neue Konzept solle auf berühmte Gründer wie Steve Jobs, Bill Gates und Larry Page anspielen, die unermüdlich in ihrer Garage arbeiteten und dabei Technologien entwickelten, die später die Welt verändern würden. Abgerundet wurde der Effekt durch goldenes Werkzeug, verstreut auf Tischen und der Bühne, wo die Awards mit Namen Golden Garage auf einem Stapel goldener Reifen thronten. Nur die Gründer mit den vielversprechendsten und innovativsten Businessmodellen nahmen einen Golden Garage mit nach Hause – als Signal an Investoren für den Wert und das Potenzial dieser Start-ups.

Der Top Sponsor des FinTechGermany Awards war in diesem Jahr die Deutsche Börse. Vorstandsmitglied Hauke Stars erklärte: „Wir wollen dazu beitragen, dass Frankfurt die führende Region für FinTechs in Deutschland wird. Zu diesem Zweck ist es grundlegend, dass alle involvierte Institutionen zusammenarbeiten, um eine Community zu begründen, die für FinTechs attraktiv ist und es allen Akteuren erlaubt, voneinander zu profitieren.“ Frankfurt hat tatsächlich ein signifikantes FinTech Ökosystem entwickelt und ist mittlerweile Standort für mehr als 50 FinTechs sowie mehrere FinTech Hubs, Incubators und Accelerators und einer Reihe entsprechender Veranstaltungen. Stars weiter zur Wichtigkeit dieser Bemühungen und der Golden Garage: „Der FinTechGermany Award hilft diese Bestrebungen zu beleuchten.“ Zu den Sponsoren zählten außerdem EY, Baker & McKenzie und die IHK Frankfurt.

Das Event begann mit der Eröffnungsansprache des Frankfurt Main Finance Präsidenten, Dr. Lutz Raettig, welcher die Bedeutung der Digitalisierung für den Finanzsektor und die Wirtschaft darlegte. Sich auf den Finanzsektor als Zielort für FinTech Start-ups beziehend erklärte Dr. Raettig: „Einfach gesagt, wir haben ein Start-up Ökosystem in Frankfurt und eine großartige Infrastruktur, die ihresgleichen sucht. Außerdem haben wir, was viele Städte nicht haben, was besonders wichtig für den FinTech Sektor ist und das ist die Fähigkeit neue Anwendungen auszuprobieren und mit diesen zu experimentieren, da sich die Endverbraucher ebenfalls in Frankfurt befinden.

Dr. Jens Zinke, Geschäftsführer der Börsen-Zeitung, führte durch den Abend, um Laudatoren und Award-Gewinner vorzustellen. In seinen einleitenden Worten, sprach er über die wachsende Wichtigkeit von FinTechs. Gemäß Zinke, wurden FinTechs erstmals 2014 in der Börsen-Zeitung erwähnt und zählen nun zum festen Bestandteil der tagtäglichen Arbeit der Zeitung. „In den letzten zwölf Monaten wurden über 300 Artikel über FinTechs in der Börsen-Zeitung veröffentlicht, also mehr als einer am Tag.“ Diese zunehmende Relevanz von FinTechs unterstreicht die Bedeutung des FinTechGermany Awards und die Unterstützung des Finanzplatzes für das FinTech Ökosystem.

Die Golden Garage Gewinner jeder Kategorie sind:

Mit dem Golden Garage gewürdigt worden zu sein ist mit Sicherheit ein Meilenstein für diese jungen Firmen ebenso wie die Eröffnung des Tech Quartiers für das Frankfurt FinTech Ökosystem. In seinen Ausführungen betonte Andreas Lukic, Vorsitzender der Business Angels FrankfurtRheinMain, die Bedeutung der Arbeit der Business Angels bei der Unterstützung dieser jungen Unternehmen. „Es gibt eine große Kluft in der Finanzierung, wenige hunderttausend auf der einen Seite und mehreren Millionen auf der anderen Seite. Wir wollen durch unsere Arbeit im Rahmen des Dialogforums diese Kluft verringern. Dieser Preis ist eines unserer besten Marketinginstrumente hierfür.“ Der FinTechGermany Award spielt eine grundlegende Rolle, um Investoren anzuziehen sowie Investments in der Region und in Deutschland zu erhöhen. Ohne die notwendige Förderung und Unterstützung würden Start-ups stagnieren, könnten sich nicht vergrößern und die bedeutenden Ideen innovativer Unternehmer könnten niemals realisiert werden.

FinTechGermany Award

FinTechGermany Award prämiert beste FinTechs, InsurTechs und RegTechs

Business Angels FrankfurtRheinMain und Frankfurt Main Finance verleihen in diesem Jahr, erstmalig mit der WM Gruppe (Börsen-Zeitung) am 17. November 2016 den FinTechGermany Award. Mit dem führenden Gründerpreis auf Investorenseite zeichnet der Finanzplatz Frankfurt die erfolgversprechendsten FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen in den folgenden Kategorien aus:

  • Seed-/Early Stage
  • Late Stage
  • Growth Stage
  • Foreign new entrant to Germany.

Die ersten drei Kategorien sind bewusst nicht auf deutsche FinTech-Unternehmen beschränkt.

Die Preisverleihung des FinTechGermany Awards erfolgt im Rahmen der Eröffnung des Tech Quartiers, des neuen FinTech-Zentrums in Frankfurt am 17. November 2016 um 17.30 Uhr. Hauptsponsor ist die Deutsche Börse. Zudem konnten mit renommierten Unternehmen und Institutionen wie EY, Baker & McKenzie und der IHK Frankfurt am Main weitere zentrale Sponsoren gewonnen werden.

Die hochrangig besetzte Jury vergibt die Preise an FinTech-, InsurTech- und RegTech-Unternehmen, welche ein besonders hohes Potential haben und welche durch besonders werthaltige erfolgreiche oder zukunftsversprechende Geschäftsmodelle überzeugen. Die drei wichtigsten Kriterien sind: Finanzierbarkeit, Skalierbarkeit und Exit-Fähigkeit. Die jährliche Verleihung des FinTechGermany Awards hat das Ziel, die FinTech-Gemeinschaft sowie insbesondere deren Finanzierung zu fördern.  Der Gründerpreis soll den Startups Zugang und Visibilität im Investorenumfeld von der Gründung bis zum Börsengang oder Verkauf sowie relevante Rückmeldung zu deren Werthaltigkeit geben.

Hauke Stars, im Vorstand der Deutsche Börse AG für den Bereich Cash Market, Pre-IPO und Growth Financing verantwortlich, sagte: „Wir wollen dazu beitragen, dass Frankfurt der führende deutsche FinTech-Standort wird. Dafür ist es entscheidend, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten und eine Community aufbauen, die FinTechs anzieht und die es allen Akteuren ermöglicht, voneinander zu profitieren. Der FinTechGermany-Award gibt diesem Bestreben hohe Visibilität.“

Im Hinblick auf den FinTech-Standort Frankfurt begrüßt Jury-Mitglied und Präsident von Frankfurt Main Finance e.V., Dr. Lutz Raettig die Ausschreibung des Preises: „Für den Finanzplatz Frankfurt ist der Preis eine perfekte Ergänzung der FinTech-Landschaft. Auch das neue FinTech-Zentrum wird von der Attraktivität für nationale und internationale Investoren profierten. Auch Anwender und Regulatoren sehen hierin einen Vorteil. Frankfurt ist ein internationaler Finanzplatz, der optimale Bedingungen für die erfolgreiche Entwicklung von FinTech-Unternehmen bietet.“

Der Vorsitzende der Jury und Vorstandsvorsitzende der Business Angels FrankfurtRheinMain e.V., Andreas Lukic, sieht in der Fortführung des Preises im Rahmen der Frankfurter FinTech-Center-Initiative ein starkes Signal: „Dies ist das optimale Umfeld für unsere Aktivitäten und damit können wir den teils schwierigen Zugang zu institutionellem Kapital und Fördermitteln erleichtern und andererseits weiteres Privatkapital für FinTech-Unternehmen mobilisieren.“

Der Jury gehören im Einzelnen an:

  • Andreas Lukic, Vorsitzender, BA-FRM e.V., Investor/Unternehmer, Frankfurt, Jury-Vorsitzender & Award-Koordinator
  • Franz Cong Bui, Leiter Online-Redaktion, Börsen-Zeitung, Frankfurt, Sektor-Experte
  • Marc Gille-Sepehri, SVP Product Management, FIS-Fidelity National Information Services Inc., Unternehmer, New York City/Frankfurt, Finanz-IT-Experte
  • Eric Leupold, Head of Department Pre-IPO & Capital Markets, Deutsche Börse AG, Eschborn
  • Manuel Lorenz, Partner, Baker & McKenzie, Frankfurt, Regtech-/Regulierungsexperte
  • Michael Mellinghoff, TechFluence, London & FinTech Forum Frankfurt, Fintech-Community-Insider
  • Simon Nörtersheuser, Co-CEO, Policen Direkt GmbH, Frankfurt, Insurtech-Experte
  • Lutz Raettig, AR-Vorsitzender, Morgan Stanley Bank AG, Präsident FMF, Frankfurt, Kapitalmarkt-Experte
  • Christopher Schmitz, Partner EMEIA Financial Services, EY-Ernst & Young GmbH, Eschborn
  • Alfred Schorno, Global Head of Sales/Managing Director, 360T Group, Business Angel, Frankfurt, Fintech-Experte.

InsurTech gewinnt weiter an Bedeutung in Deutschland

Deutsche InsurTech Start-ups wachsen stetig und ziehen verstärkt Geldmittel an. Eine kürzlich veröffentlichte EY-Studie zeigt die InsurTech Branche als neuen Shooting-Star in der FinTech-Gemeinschaft. InsurTechs sind finanztechnologische Start-ups. Sie versuchen im Rahmen der Digitalisierung, die Versicherungsbranche und den Zugang der Kunden zu Versicherungsprodukten zu modernisieren. Während andere FinTech-Sektoren bereits seit mehreren Jahren wachsen, befindet sich die InsurTech-Branche vergleichsweise noch in einer frühen Entwicklungsphase.

Der EY-Studie zufolge konzentrieren sich derzeit lediglich vier sogenannte Unicorns, Start-ups mit einem Marktwert von mehr als einer Milliarde Dollar, auf die Versicherungsbranche. InsurTechs konnten zwischen 2008 und 2015 weltweit 4,36 Milliarden US-Dollar Wagniskapital einsammeln. In Deutschland erreichten die Investitionen zwischen 2012 und dem ersten Quartal 2016 einen Wert von 53,52 Millionen Euro. Die meisten Mittel wurden im Jahr 2015 investiert. EY wertet diese Finanzierungswelle im vorangegangenen Jahr als Indikator für die zunehmende Bedeutung von InsurTechs. Beachtenswerte Beispiele der deutschen InsurTech-Branche sind die Unternehmen Friendsurance, Finanzchef24, Clark, Knip und Schutzklick – alle erreichten bereits 2015 die Serie B Finanzierungsrunde. Diese fünf Unternehmen vereinigen 88 Prozent aller bekanntgegebenen Investitionen der deutschen InsurTech-Branche auf sich.

Einflussfaktoren, die die Entwicklung von InsurTechs beschleunigen, sind laut Studie die Vernetzung und Big Data, der in infolge der Finanzkrise erhöhte Druck auf Zinssätze sowie die Unzufriedenheit der Kunden mit den niedrigen Zinsen.

Mit Blick auf die Studie erklärte Dr. Lutz Raettig, Präsident von Frankfurt Main Finance e.V.: „Das Wachstum der FinTech- und InsurTech-Investments ist eine Entwicklung, die Mut macht. Diese Unternehmer gestalten die Finanzindustrie neu und entwickeln dabei Technologien, die nicht nur für den Endkunden, sondern auch für etablierte Akteure Wertsteigerung und Erhöhung der Effizienz bedeuten. Finanzinstitutionen tun gut daran, die Bedeutung dieser Start-ups zu erkennen. Frankfurt Main Finance hat sich an der Entwicklung des FinTech Ökosystems aktiv beteiligt, die Entstehung von FinTech Hubs gefördert und trägt durch das Sponsoring des FinTechGermany Awards dazu bei, die Aufmerksamkeit auf junge und erfolgreiche Unternehmen zu lenken.“

Im Rahmen der Studie wird weiter ausgeführt, dass InsurTechs unter anderem auch wegen regulatorischer Gründe weder in Deutschland noch international bisher in der Lage sind, eigenständige Geschäftsmodelle zu entwickeln. Allerdings befinde sich die InsurTech-Branche noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, das volle Entwicklungspotential könne noch nicht benannt werden. Viele im Ausland bereits bestehende Geschäftsmodelle seien zudem in Deutschland noch nicht reproduziert worden. Vor diesem Hintergrund erwartet EY die Entwicklung neuer Modelle vor allem in drei Bereichen: Big Data und Analyse, datenfokussierte Produkte sowie in der Unterstützung von Backoffice-Funktionen.

Dazu sagt Christopher Schmitz, Partner bei EY und einer der Studienautoren: „Die Digitalisierung wird die Versicherungsbranche nachhaltig verändern und das Tempo dieser Veränderungen für die Unternehmen wird in Zukunft noch zunehmen. Sie müssen sich stärker auf digitale Geschäftsmodelle konzentrieren und eigene Kapazitäten in-house aufbauen. Mit eigenen Innovation Labs oder Acceleratoren-Programmen werden sie innovativ und flexibel neue Geschäftsmodelle testen.“

Konkrete Herausforderungen für etablierte Versicherer sind bereits jetzt beobachtbar und werden zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter zunehmen. Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit für Versicherer, ihre Digitalisierungsbemühungen zu verstärken und selbst entsprechende Fähigkeiten aufzubauen. Vor allem jedoch warnt die Studie etablierte Versicherer vor einem Verlust der Kundenbeziehungen. Die Studie kommt zu dem Fazit: „Obwohl das ‚Monopol‘ versicherungstechnischer Garantien und dementsprechender Risiken vorläufig bei den Versicherern bleiben wird, wird ein anhaltender Mangel an kundenzentrierten Produkten und Dienstleitungen früher oder später Versicherern ihre ertragsreichsten Dienstleistungen entziehen.“

Die InsurTech Studie können Sie auf der EY-Website herunterladen.

Frankfurt FinTech

Frankfurt FinTech Report #3

Die Frankfurter Ortsgruppe von Startup Grind veranstaltete am 13. Oktober 2016 ihr achtes Event am Finanzplatz. Startup Grind ist eine globale Community, deren lokale Gruppen monatliche Events in Zusammenarbeit mit erfolgreichen lokalen Gründern und Erfindern veranstalten, um auf diese Weise Lessons Learned auf dem Weg zur Gründung eines erfolgreichen Startups zu teilen. Im Oktober stand vor diesem Hintergrund ein Kamingespräch mit Ivonne Arlod, COO und Head of Funding von Peermatch, eines Frankfurter FinTech Startups und Frankfurt Main Finance Mitglieds auf der Agenda. 20 Jahre lang war Ivonne Arold als Managerin im Bereich Kapital- und Finanzmärkte für internationale Investmentbanken tätig. Trotz ihres Erfolgs im traditionellen Bankensektor entschied sie sich für einen Wechsel in die FinTech-Szene und wechselte 2015 zu Peermatch. Während des Kamingesprächs, das vom Frankfurter Startup Grind Direktor Dr. Osman Sacarcelik moderiert wurde, beschrieb sie die Unterschiede zwischen der FinTech-Szene einerseits und dem Arbeitsleben in den großen Banken andererseits. In diesem Zusammenhang berichtete Arnolds, dass sie die Formalität und den Glamour der großen Banken nicht vermisse, sondern die Balance genieße, die sie in der Startup-Szene gefunden habe.

Peertmatch ist eine App für Immobiliendarlehen. Über die Plattform investieren Anleger direkt in Darlehen und erhalten risikogerechte Renditen; dahinter steht immer der Wert einer Immobilie. Darlehensnehmer profitieren von niedrigen Kapitalmarktzinsen. Ursprünglich war die Plattform für institutionelle Investoren und kommerzielle Kreditnehmer konzipiert, doch im Oktober 2016 wurden ebenso Produkte für private Investoren und Kreditnehmer etabliert. Peermatch versucht mit seinem Geschäftsmodell den digital affinen Sektor des Kreditgeschäfts anzusprechen, deren Mitglieder eine Onlineabwicklung ihrer Geschäfte präferieren und/oder mit den konventionellen Institutionen unzufrieden sind. Arold führte aus, dass Peermatch darauf abziele, diese Kunden durch die Erleichterungen und wettbewerbsfähigen Zinssätzen der Plattform für sich zu gewinnen.

Das Startup-Unternehmen versucht so viele Prozesse wie möglich im Rahmen der App abzuwickeln. Die Peermatch eigene Cryptographic Chat Search Engine stellt Datenschutz und Privatsphäre der Nutzer sicher. Obwohl Kreditwürdigkeit traditionell ermittelt wird, besteht die erste Interaktion der Kunden mit einem Computerprogramm, bevor sie schnell an den zuständigen Peermatch-Mitarbeiter weitergeleitet werden.

Auf der kommerziellen Seite erklärt Arold, dass diese Kunden normalerweise eine Reihe an Partnern bräuchten, um ihr Finanzierungsmodell zu vervollständigen: eine Bank für den Kredit und andere Partner für Fremdkapital. Das System vom Peematch dagegen ist so entworfen, dass Kreditnehmer die verschiedenen Investoren aus einer Hand beziehen können. Arold erklärt, dass der Kreditnehmer nur die erforderlichen Kreditpapiere ausfüllen müsse und alles Weitere durch Peermatch organisiert werde. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen die Investoren aus deutschen Versicherungen, Unternehmen und Pensionsfunds, die sichere Investitionsmöglichkeiten mit guten Zinssätzen suchen. Family Offices und Investmentfunds aus dem Vereinigten Königreich dagegen haben riskantere Kreditteile finanziert. In diesem Zusammenhang machte Arold deutlich, dass Peermatch sich von Asset Backed Securities darin unterscheide, dass Investoren Risiken in Bezug auf individuelle Kredite eingehen, die nicht in Tranchen oder Pakete gebündelt sind.

Die Zukunft von FinTechs in Frankfurt

Peermatch trat kürzlich als erstes FinTech-Mitglied Frankfurt Main Finance bei. Diese neue Mitgliedschaft ist ein entscheidender Schritt in den Bemühungen des Vereins FinTechs bei der Entwicklung und Entfaltung in der Region zu unterstützen, die zurzeit knapp 60 FinTechs einen Sitz bietet. Auch Arold betonte deutlich die Bedeutung einer vielseitigen FinTech-Landschaft für den Finanzplatz Frankfurt. „Wir begrüßen jedes FinTech, das sich in Frankfurt ansiedelt. […] Es ist wichtig von anderen FinTechs umgeben zu sein mit denen Austausch stattfinden kann und Kooperationen eingegangen werden können. Jedes FinTech-Startup hat seinen eigenen Geschäftsbereich, aber in ein paar Jahren wird vielleicht die Zeit zur Kooperation kommen, da wir Teile entdecken, die zusammenpassen.“ Außerdem sind, gemäß Arold, Frankfurts Finanzcenter und Infrastruktur „prädestiniert der führende FinTech-Hub in Deutschland oder sogar Europa zu werden.“

Frankfurt FinTech Report #2

Bleiben Sie mithilfe des FinTech Report bei den neusten Entwicklungen der Frankfurter FinTech Szene auf dem Laufenden!

Beginn des FinTech-Bachelors von Frankfurt School und FinTech Group AG

Die ersten Studierenden haben den in Europa bislang einmaligen Studiengang „Digital Innovation and FinTech“ begonnen. Das Studienprogramm wurde von der Frankfurt School of Finance & Management und der FinTech Group AG ins Leben gerufen. Momentan absolvieren die Studierenden ein Modul bei der FinTech Group, welches der Orientierung dienen soll. Im Verlaufe dieses Studienabschnitts arbeiten die Studierenden mit einem Mentor, welcher ihnen bei den Einblicken in die verschiedenen Abteilungen und Projekte zur Seite steht. Auf diese Weise gewinnen die Studierenden verschiedene Perspektiven auf die vielseitige FinTech Landschaft und deren Anwendungen. Mehr Informationen zu diesem Bachelor-Programm finden Sie here.

Neue Mitgliedschaft für FinTechs

Frankfurt Main Finance hat eine neue Mitgliedschaftskategorie für FinTechs eingeführt. Als Teil der andauernden Bestrebungen die FinTech-Szene am Finanzplatz Frankfurt zu fördern, verfolgt FMF die Absicht, durch die neue Mitgliedschaft vielversprechende Start-ups aus ganz Deutschland mit der etablierten Finanz-Community in Kontakt zu bringen. Das erste FinTech-Mitglied ist die Peermatch Management GmbH. Lesen Sie mehr zur neuen Mitgliedschaftskategorie hier.

Between the Towers

Am 4. Oktober 2016 fand die monatliche Veranstaltung von main incubator, Between the Towers, an der Goethe Universität statt. In diesem Monat lag der Fokus der Veranstaltung auf der Blockchain Technologie. Die Hauptrede des Abends, „Umgang mit disruptiven Technologien: Ein Blockchain Praxisbericht“, hielten Philipp Harrschar und Daniel Scheu von Zühlke Engineering, auf welche eine Panel-Diskussion zum selben Thema folgte, die von Sven Koschinowski von der KPMG, Sponsor der Veranstaltung, moderiert wurde und an der Frank Brigge von der Commerzbank, Burkhard Blechschmidt von Cognizant, Johann Horch von niiio, Dr. Matthias Terlau von Osborne Clarke und Philipp Harrscharr teilnahmen. Bevor Networking und Gespräche den Abend ausklingen ließen, durften dann Quantoz, Berries, Diversifaktor und Blockchain Helix pitchen. Between the Towers findet jeden ersten Dienstag im Monat statt und ist eine der beliebtesten und meist besuchten FinTech-Veranstaltungen in Frankfurt.